Softline Kursziel 3 EUR




08.03.10 10:32
Doersam-Brief

Gorxheimertal (aktiencheck.de AG) - Wie Engelbert Hoermannsdorfer, Chefredakteur von "BetaFaktor" im "Doersam-Brief" berichtet, vergibt er für die Softline-Aktie (ISIN DE000A1CSFP1 / WKN A1CSFP) ein Kursziel von 3 EUR.

Es sei nicht das erste Mal, dass das IT-Unternehmen Softline AG den Turnaround in Aussicht stelle. Aber nicht häufig seien die Aussichten dafür in Bezug auf die fundamentale Ausrichtung auch so gut gewesen; außerdem könnte das persönliche Engagement einer Sektorgröße auch Kleinanteilseignern Appetit machen.

Nach einem Kapitalschnitt und einer anschließenden Kapitalerhöhung sei nämlich kein Geringerer als der ehemalige Chef der PC-Ware AG (mache beinahe 1 Milliarde EUR Umsatz jährlich), Dr. Knut Löschke, mit gut 12% als strategischer Investor eingestiegen. Und mit Alleinvorstand Christoph Michel sei ein Mann am Ruder, der anders als seine Vorgänger sowohl rede als auch handele. Dabei sollte die Leistung betont werden, in der derzeitigen Börsenphase für eine de facto am Boden liegende Gesellschaft wie Softline 6 Mio. EUR Eigenkapital zu beschaffen. Dies habe Michel nur deswegen geschafft, da er ein überzeugendes Konzept dargestellt habe - und Löschke sei vermutlich auch nicht weniger als das Tüpfelchen auf dem i gewesen. Abgesehen davon habe auch das Management von Softline selbst die Kapitalmaßnahme angemessen mitgezeichnet.

Mit dem Erlös aus der Kapitalerhöhung kaufe Softline u. a. die Prometheus GmbH zurück - eine Tochter, die man im Zuge der existenzbedrohenden Unternehmenskrise an einen Finanzinvestor habe verkaufen müssen. Prometheus besitze den Preferred-Supplier-Status bei führenden Systemintegratoren und verdiene u. a. damit Geld, Freelancer zu vermitteln. Dazu werde auf eine Datenbank mit zurzeit 15.000 freiberuflichen IT-Spezialisten zurückgegriffen.

Die eigentliche, neue Story bei Softline sei das Thema Infrastruktur-Outsourcing. Intern werde es unter dem Schlagwort Managed Desktop 2.0 geführt. Ein in dem Sektor einzigartiges Mietmodell solle eine Marktlücke füllen: Eine einzige Monatspauschale decke alles ab, von den Servern bis zum Support, und zwar ohne Vorauszahlungen oder Mindestlaufzeit. Insbesondere für kleinere Unternehmen dürfte dies für die Entscheidung für ein solches Mietmodell ausschlaggebend sein. Die Planbarkeit der Umsätze sei zwar dadurch bei Softline schlechter als bei den Wettbewerbern (denn Kunden könnten jederzeit sofort kündigen), das Unternehmen habe aber als kleiner Nischenplayer das Potenzial, in einem bestimmten Segment den Markt aufzurollen.

Darüber hinaus habe Michel eine Option zum Erwerb einer Minderheitsbeteiligung an dem Lifecycle-Management-Softwareentwickler DeskCenter gekauft, dessen Produkte von Softline mit angeboten würden. Abgerundet werde das Angebot von dem Endkundendienstleister Softline Services und dem elektronischen Marktplatz softline.de, der noch stärker zum Webportal der Gruppe erweitert werden solle.

Im Geschäftsjahr 2010 solle der Umsatz knapp 17 Mio. EUR erzielen, bei einem EBIT in Höhe von 0,4 Mio. EUR. Im Jahre 2011 dann der Sprung, an den ein Anleger ein Stück weit eben auch glauben müsse: Umsatz +63% auf gut 27 Mio. EUR, und EBIT +475% auf 2,3 Mio. EUR. Das EPS solle 0,57 EUR betragen. Das entspräche einem KGV von nur 3,5. Allerdings seien hier wohl Steuereffekte mit drin: Die Experten würden operativ nicht von mehr als 0,50 EUR je Aktie ausgehen, aber auch das stelle noch ein KGV von 4 dar. Dies sei natürlich mit Unsicherheit behaftet.

Das Kursziel für die Softline-Aktie wird bei 3 EUR gesehen, so die Experten von "BetaFaktor" im "Doersam-Brief". (Ausgabe 474 vom 07.03.2010) (08.03.2010/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.








 
 
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