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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Oliver Drebing, Analyst von SRH AlsterResearch, stuft die Aktie von Siemens (ISIN DE0007236101 / WKN 723610) nach wie vor mit dem Rating "kaufen" ein.
Skeptikern biete Siemens wieder einige Angriffspunkte. Ausgerechnet zum vermeintlich drohenden Beginn eines Abschwungzyklus seien die Budgets offensiv auf Wachstum ausgerichtet und hätten die Margenstabilität gefährdet, und außerdem lasse sich aus der Häufung kapitalvernichtender Großprojekte auf dem deutschen Markt auf eine gefährliche Neigung zu Prestigedenken schließen. Bei NSN (Nokia Siemens Networks) sei wertvolle Reaktionszeit vergeudet worden.
Kritik sei berechtigt, doch zugleich trage Siemens auch für die Zuversichtlichen unverbrauchte und vom Kapitalmarkt noch nicht vollständig gewürdigte Argumente zusammen. So würden die frühzyklischen Leistungsträger Daten eines ermutigend stabilen Geschäfts liefern. Industry Automation verzeichne eine dynamische Orderlage, die Margen der Auftragsabarbeitung würden an das Niveau der Jahre 2008 oder 2011 knüpfen.
Osram nehme wieder Kurs auf einen erfolgreichen Börsengang. Von der bei Philips im Lichtgeschäft manifestierten Schwäche kopple sich diese außerhalb des fortgeführten Geschäfts berichtende Division ab. Die um Verkaufskosten angepasste Marge betrage 13,5% - nie sei Osram erfolgreicher gewesen als in Q1/2012. Positiv für die Performanceaussichten der Siemens-Aktie komme hinzu, dass nach im Vorjahr durchschrittener Talsohle Diagnostics auf die Erholungsspur eingeschwenkt sei (bereinigte Marge oberhalb 15%). Dies betreffe auch die Entwicklung von Healthcare als Ganzem.
Allenthalben würden Angebotsüberkapazitäten für Margendruck sorgen, doch diesem eben nicht durch Verzicht übende Defensive begegnen zu müssen, sei eine herausragende Qualität von Siemens. Vollends verfehlt wäre, wenn Siemens Investitionsbudgets an kurzfristigen Stimmungen zur Konjunktur ausgerichtet habe. Des Weiteren seien weltwirtschaftlich magere Jahre alles andere als ausgemacht, gerade bezogen auf die BRIC-Regionen (plus Naher Osten), in denen Siemens das Vierfache des in Italien, Spanien und den europäischen Peripherieländern erzielten Geschäftsvolumens umsetze. Siemens investiere, statt sich aus Märkten drängen zu lassen.
Zunächst unmittelbar belastete Margen seien kein Signal der Schwäche, sondern Konsequenz der Zukunftsausrichtung, etwa bei Smart grid-Technologien. Seien "Investitionen" in Vertrieb, F&E sowie Verwaltung 2011 um 1,0 Mrd. Euro aufgestockt worden (+7,6%, Verwaltung mit unterproportionalem Plus; Angabe ohne die 2010 mit 1,75 Mrd. Euro stark ins Gewicht gefallenen nicht-fortgeführten Aktivitäten, wie Osram und SIS), so sei für das laufende Jahr eine entsprechende Aufwandssteigerung um bis zu 1,3 Mrd. Euro kalkuliert.
Auch die aktuellen Schwachstellen würden - ausgenommen das NSN-Fiasko - eine differenzierte Würdigung verdienen. Tatsächlich würden sich auf dem nationalen Heimatmarkt kostspielige Unzulänglichkeiten aneinanderreihen: An deutschen Unikliniken (Heidelberg, Marburg, Kiel) seien vorerst die Ambitionen der Partikeltherapie zur Krebsheilung gescheitert (die Zeit sei noch nicht reif), die Netzanbindung von Windparks vor der Küste Niedersachsens werde zur Kostenfalle, ICE-Züge für die Deutsche Bahn würden nicht problemlos rollen wollen. Nach eigener Aussage teile das Management die aufgekommene Frustration. Doch bei kapitalintensiven Innovationen und technologischen Großprojekten seien Anlaufschwierigkeiten die Norm. Das Auffangen dieser Phasen sei zweite Seite einer Medaille, deren erste die außerordentliche Höhe der Markteintrittsbarriere sei.
Selbst mit der Analysten-Prognose eines Gewinns aus fortgeführtem Geschäft von "nur" 5,0 Mrd. Euro indiziere ihre Bewertung auf 2012-Basis (SOTP; Ansatz NSN mit 0 Euro) ein Kursziel von 100 Euro je Aktie (vorher: 110 Euro).
Das Anlageurteil für die Siemens-Aktie bestätigen die Analysten von SRH AlsterResearch mit "kaufen". (Analyse vom 13.02.2012) (13.02.2012/ac/a/d)
Skeptikern biete Siemens wieder einige Angriffspunkte. Ausgerechnet zum vermeintlich drohenden Beginn eines Abschwungzyklus seien die Budgets offensiv auf Wachstum ausgerichtet und hätten die Margenstabilität gefährdet, und außerdem lasse sich aus der Häufung kapitalvernichtender Großprojekte auf dem deutschen Markt auf eine gefährliche Neigung zu Prestigedenken schließen. Bei NSN (Nokia Siemens Networks) sei wertvolle Reaktionszeit vergeudet worden.
Kritik sei berechtigt, doch zugleich trage Siemens auch für die Zuversichtlichen unverbrauchte und vom Kapitalmarkt noch nicht vollständig gewürdigte Argumente zusammen. So würden die frühzyklischen Leistungsträger Daten eines ermutigend stabilen Geschäfts liefern. Industry Automation verzeichne eine dynamische Orderlage, die Margen der Auftragsabarbeitung würden an das Niveau der Jahre 2008 oder 2011 knüpfen.
Osram nehme wieder Kurs auf einen erfolgreichen Börsengang. Von der bei Philips im Lichtgeschäft manifestierten Schwäche kopple sich diese außerhalb des fortgeführten Geschäfts berichtende Division ab. Die um Verkaufskosten angepasste Marge betrage 13,5% - nie sei Osram erfolgreicher gewesen als in Q1/2012. Positiv für die Performanceaussichten der Siemens-Aktie komme hinzu, dass nach im Vorjahr durchschrittener Talsohle Diagnostics auf die Erholungsspur eingeschwenkt sei (bereinigte Marge oberhalb 15%). Dies betreffe auch die Entwicklung von Healthcare als Ganzem.
Zunächst unmittelbar belastete Margen seien kein Signal der Schwäche, sondern Konsequenz der Zukunftsausrichtung, etwa bei Smart grid-Technologien. Seien "Investitionen" in Vertrieb, F&E sowie Verwaltung 2011 um 1,0 Mrd. Euro aufgestockt worden (+7,6%, Verwaltung mit unterproportionalem Plus; Angabe ohne die 2010 mit 1,75 Mrd. Euro stark ins Gewicht gefallenen nicht-fortgeführten Aktivitäten, wie Osram und SIS), so sei für das laufende Jahr eine entsprechende Aufwandssteigerung um bis zu 1,3 Mrd. Euro kalkuliert.
Auch die aktuellen Schwachstellen würden - ausgenommen das NSN-Fiasko - eine differenzierte Würdigung verdienen. Tatsächlich würden sich auf dem nationalen Heimatmarkt kostspielige Unzulänglichkeiten aneinanderreihen: An deutschen Unikliniken (Heidelberg, Marburg, Kiel) seien vorerst die Ambitionen der Partikeltherapie zur Krebsheilung gescheitert (die Zeit sei noch nicht reif), die Netzanbindung von Windparks vor der Küste Niedersachsens werde zur Kostenfalle, ICE-Züge für die Deutsche Bahn würden nicht problemlos rollen wollen. Nach eigener Aussage teile das Management die aufgekommene Frustration. Doch bei kapitalintensiven Innovationen und technologischen Großprojekten seien Anlaufschwierigkeiten die Norm. Das Auffangen dieser Phasen sei zweite Seite einer Medaille, deren erste die außerordentliche Höhe der Markteintrittsbarriere sei.
Selbst mit der Analysten-Prognose eines Gewinns aus fortgeführtem Geschäft von "nur" 5,0 Mrd. Euro indiziere ihre Bewertung auf 2012-Basis (SOTP; Ansatz NSN mit 0 Euro) ein Kursziel von 100 Euro je Aktie (vorher: 110 Euro).
Das Anlageurteil für die Siemens-Aktie bestätigen die Analysten von SRH AlsterResearch mit "kaufen". (Analyse vom 13.02.2012) (13.02.2012/ac/a/d)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 243,10 € | 243,40 € | -0,30 € | -0,12% | 24.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0007236101 | 723610 | 275,75 € | 193,24 € | |
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
|
|
244,85 € | +0,99% | 24.04.26 |
| Düsseldorf | 244,10 € | +1,62% | 24.04.26 |
| Frankfurt | 244,10 € | +1,31% | 24.04.26 |
| Stuttgart | 244,55 € | +1,28% | 24.04.26 |
| Hannover | 242,20 € | +0,48% | 24.04.26 |
| München | 241,95 € | +0,06% | 24.04.26 |
| Xetra | 243,10 € | -0,12% | 24.04.26 |
| Nasdaq OTC Other | 282,224 $ | -0,16% | 24.04.26 |
| Hamburg | 242,35 € | -0,57% | 24.04.26 |
= Realtime
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