Rücker 2010er-Zahlen herrvorragend




12.04.11 16:11
Doersam-Brief

Gorxheimertal (aktiencheck.de AG) - Engelbert Hoermannsdorfer, Chefredakteur von "Outperformer.de", sieht im "Doersam-Brief" für die Rücker-Aktie noch in diesem Jahr ein Gewinnpotenzial von 30% bis 40%.

Von der Konjunkturerholung im Allgemeinen und dem Wiedererstarken der Automobilindustrie im Speziellen profitiere zurzeit der Wiesbadener Entwicklungsdienstleister Rücker ganz besonders. Es habe sich in den Q3-Zahlen schon sehr deutlich gezeigt, denn das Quartal sei ganz grob gerechnet in etwa so gut wie die ersten beiden Quartale gewesen.

Die 2010er-Zahlen würden den Experten nun ganz klar zeigen: Rückers Kerngeschäft brumme richtig gut. Der Umsatz sei zwar "nur" um 16% auf 151,9 Mio. EUR gesteigert worden, doch beim Nettoergebnis habe das Unternehmen sehr ordentlich zugelegt: Mit 4,8 (i.V. 1,5) Mio. EUR habe sich diese Position mehr als verdreifachen können! Das operative Konzernergebnis (EBIT) habe mehr als verdoppelt werden können und sei von 3,7 auf 8,1 Mio. EUR gestiegen. Die Dividende solle jetzt um 50% auf 45 Cent je Aktie angehoben werden.

Ganz offiziell habe das Rücker-Management auf der Bilanzpressekonferenz verlauten lassen, dass für 2011 wieder mit einem "zweistelligen Wachstum" gerechnet werde. Und spätestens im kommenden Jahr könnte das Vorkrisenniveau wieder übertroffen werden. Die Experten würden das noch nicht mal für sportlich halten, denn ausgehend vom aktuellen Umsatzniveau bei knapp 152 Mio. EUR, wäre die Rückkehr auf den 2008er-Rekordwert von 176 Mio. EUR gerade mal ein 15%-Zuwachs.

Man solle bedenken: In einer Analyse der Montega AG stehe für 2011 lediglich eine Umsatzerwartung von 170,1 Mio. EUR. Das heiße: 2012 werde - wenn es nicht irgendwoher einen exogenen Schock gebe - ein Rekordjahr mit einem geschätzten Nettoergebnis von 9,9 Mio. EUR. Das sei zwar aktuell ein KGV von rund 11 und klinge auf den ersten Blick nicht besonders preiswert. Aber der Fundamentaltrend dafür sei mehr als valide - die Experten würden deshalb sogar ein Übertreffen der Prognosen bzw. Prognoseanhebungen im Laufe der nächsten Quartale für möglich halten.

Dazu müsse man wissen: Rücker arbeite zurzeit gerade viele Aufträge ab, die 2009 hereingenommen worden seien und die man (damals) konjunkturbedingt mit Margenzugeständnissen abgeschlossen habe. Doch momentan kämen wieder richtig gute, margenstarke Aufträge herein, die sich allerdings erst ab diesem und kommendem Jahr so richtig niederschlagen würden. Der starke Gewinnzuwachs im zweiten Halbjahr 2010 sei schon mal ein Vorgeschmack darauf gewesen.

Und neben der Autoindustrie sei Rücker auch für die Flugzeugindustrie unterwegs. Für das neue A350-Flugzeug habe das Unternehmen auch einen sehr guten Deal bekommen, der laufe sieben Jahre lang. "Der 350er wird uns lange voll beschäftigen", habe Rücker-CFO Jürgen Vogt schon mal früher öffentlich durchblicken lassen. Man brauche zurzeit kein frisches Kapital. "Wir haben eine gesunde Bilanz, und können aus eigener Kraft wachsen", habe Vogt erklärt.

Sehr gut würden den Experten die Wachstumstreiber gefallen, die zurzeit überproportional bei Rücker durchschlagen würden: Zum einen eine wachsende Technologie- und Modellvielfalt der Automobilhersteller, sowie zum anderen eine Elektrifizierung des Antriebsstrangs nebst alternativer Antriebskonzepte - das Elektroauto komme. Praktisch jeder Automobilhersteller, der etwas auf sich halte, arbeite an entsprechenden Konzepten. Alleine durch diesen Trend habe sich die Auftragslage für Rücker überdurchschnittlich verbessert.

Ganz offiziell strebe das Rücker-Management für die nächsten Jahre eine Steigerung der EBIT-Marge von derzeit 5% auf bis zu 10% an. Das sei aus Sicht der Experten der aktuellen Auftragsflut absolut machbar. Von der Katastrophe in Japan sei das Unternehmen übrigens nicht betroffen, denn praktisch alle Kunden würden aus Europa stammen.

Mehr als eine Seitwärtsbewegung sei in den vergangenen Monaten beim Rücker-Kurs nicht herausgekommen. Aber mit den ausgezichneten expliziten 2010er-Zahlen sollte sich nun etwas tun. Der Newsflow der von Rücker belieferten Industrien könnte nicht besser sein und das Unternehmen selber suche zurzeit händeringend nach Fachkräften.

Die Rücker-Aktie ist zwar kein Verdoppelungskandidat, aber solide 30% bis 40% sollten noch in diesem Jahr drin sein, so Engelbert Hoermannsdorfer, Chefredakteur von "Outperformer.de", im "Doersam-Brief". (Ausgabe 531 vom 10.04.2011) (12.04.2011/ac/a/nw)

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