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Rohstoffmärkte Ernüchterung in 2011, versöhnlicher Ausblick auf 2012




02.01.12 12:51
Saxo Bank

Kopenhagen (aktiencheck.de AG) - Wirft man einen Blick auf die Performance der wichtigsten Rohstoffindices in 2011, so fällt das Ergebnis sehr ernüchternd aus: Der S&P GSCI fiel um ein Prozent und der DJ UBS, der vor allem zahlreiche Industriemetalle und Agrarwerte enthält, brach um mehr als 13 Prozent ein, so Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank.

Der CRB-Rohstoffindex habe ebenso wie der MSCI World Aktienindex rund acht Prozent verloren. "Während Energiewerte und Edelmetalle zu den Gewinnern des Jahres gehörten, wurden Industriemetalle und Agrarwerte besonders hart abgestraft", erkläre Ole Hansen.

Auf den Rohstoffmärkten in 2012 würden sich zwei gegenläufige Kräfte zeigen: Einerseits würden die Konflikte in Syrien und im Iran, aber auch die verbesserten Wirtschaftaussichten in den USA eher für einen steigenden Ölpreis sprechen. "Dem entgegen stehen aber weltweite Konjunktursorgen und die anhaltende europäische Schuldenkrise", so der Saxo Bank Experte. "Sie setzen den Preis tendenziell unter Druck. Welche Tendenz letztlich überwiegt, wird sich an der Dollarstärke entscheiden."

In den kommenden Monaten würden die Experten für die Rohölsorte Brent eine Preisspanne von 100 bis 115 Dollar sehen.

Massive Goldkäufe der Notenbanken, negative Zinserträge in den USA und eine mögliche Eskalation der Eurokrise werden laut Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank, den Goldpreis weiter stützen. "Vor allem aber hängt die Entwicklung des Edelmetalls stark davon ab, ob und wann Spekulanten und Vermögensverwalter wieder in den Markt investieren", erkläre Hansen. "Es mehren sich jedoch die Anzeichen dafür, dass weitere Preisrückschläge folgen werden, bevor diese Akteure wieder zurückkommen."

Für Industriemetalle seien die Experten positiv gestimmt: "Sobald die Wirtschaft wieder etwas in Schwung kommt, müssen die bisherigen Lieferengpässe dringend geschlossen werden. Außerdem gibt die US-Wirtschaft als zweitgrößter Verbraucher von Industriemetallen Anlass zum Aufatmen."

Wichtigster Faktor für den Agrarsektor sind und bleiben Wettereinflüsse, so Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank. Der Experte sehe hier Schwierigkeiten für die Ernten in Südamerika, allen voran bei Mais und Sojabohnen. "Nachdem sich das Wetter in der ehemaligen Sowjetunion normalisiert hat, wird die Weizenernte hingegen üppig ausfallen", so der Saxo Bank Experte.

Insgesamt zeige sich der Fachmann zum Jahresauftakt versöhnlich: "Die vergangenen zehn Jahre zeigen, dass sich die Rohstoffmärkte im Januar meist negativ entwickeln, während der Februar seitwärts verläuft. Im März kommt dann erfahrungsgemäß die steile Rally", erkläre Ole Hansen abschließend. Bleibe abzuwarten, ob sich die Geschichte wiederhole. (02.01.2012/ac/a/m)







 
 

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