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Die Aktienexperten von „GoingPublic-Online“ raten von einer Zeichnung der Puslion (WKN 548790) ab.
Vom 1. Juni bis zum 7. Juni könnten die Aktien von Pulsion in der Preisspanne von 7 bis 10 Euro gezeichnet werden. Die Erstnotiz am Neuen Markt sei für den 8. Juni vorgesehen.
Nachdem der Börsengang Ende März nach Ablauf der Zeichnungsfrist wegen des schlechten Marktumfeldes und der unbefriedigenden Nachfrage bei der damaligen Preisspanne von 10 bis 15 Euro verschoben worden sei, würden jetzt insgesamt 2 Mio. Inhaber-Stückaktien aus einer Kapitalerhöhung plaziert. Dazu komme ein Greenshoe von 0,7 Mio. Aktien aus dem Besitz der Altaktionäre. Zum Konsortium würden neben der Commerzbank (Lead) auch die Bankgesellschaft Berlin und Concord Effekten gehören. Nach Ausübung der Mehrzuteilungsoption werde der Streubesitz bei ca. 34% liegen.
Derzeit vermarkte Pulsion mit rund 100 Mitarbeitern drei Produkte: den PiCCO-Monitor zur Überwachung der Herz-Kreislauffunktion von Intensivpatienten, die zum Einsatz von PiCCO notwendigen Sterilkatheter und die chemische Substanz ICG zur Darstellung von Blutgefäßen. Die Produkte seien durch Patente oder im Fall von ICG durch einen niedrigen Abgabepreis vor Konkurrenten gut geschützt.
Ein wesentliches Ziel des Unternehmens sei es, durch die Plazierung möglichst vieler PiCCO-Geräte an den weltweit rund 300.000 Intensivbetten eine starke Basis für den Verkauf der margenstarken Sterilkatheter zu schaffen. Gegenüber der bisherigen Standardmethode sei die PULSION-Technologie kostengünstiger anzuwenden und weniger belastend für den Patienten. Bis 2003 sollten mit den sechs weltweit aufgestellten Vertriebstöchtern insgesamt 5.300 PiCCOs plaziert sein. Dabei werde das 10.000 bis 13.000 Euro teure Gerät den Kliniken meistens leihweise zur Verfügung gestellt, wobei Mindestabnahmemengen an Kathetern vereinbart würden.
Daneben habe Agilent Technologies, der Weltmarktführer für Patientenüberwachungsanlagen, in Lizenz ein PiCCO-Modul entwickelt, das in die neue Generation der Agilent-Monitore eingebaut werde. Auch die weltweit bereits aufgestellten 130.000 „alten“ Agilent-Geräte könnten damit nachgerüstet werden. Nach Schätzungen von „GoingPublic-Online“ liegt der Preis für das Modul bei ungefähr 4.000 bis 6.000 Euro. Die Markteinführung sei im dritten Quartal 2000 erfolgt. Ende Februar 2001 habe Agilent die Zulassung für den US-Markt bekommen. Auf diesem Weg sollen 9.700 PiCCOs im Jahr 2003 in den Kliniken plaziert sein.
Pro PiCCO-Geräte würden nach drei Jahren Nutzungsdauer durchschnittlich 50 der 150 Euro teuren Sterilkatheter-Sätze verbraucht, so dass Pulsion im Jahr 2003 mit 48 Mio. Euro Umsatz aus dem Vertrieb dieser Verbrauchsartikel rechne. Weitere 44 Mio. Euro sollten aus dem Verkauf von Produkten stammen, deren Zulassung Mitte 2001 in der EU und 2002 in den USA geplant sei: Dies seien ICG und LiMON, ein Gerät zur Überwachung der Leberfunktion. Das Diagnostikum ICG solle unter anderem für die Messung der Durchblutung bestimmter Organe zum zweiten wichtigen Umsatztreiber werden. Ab 2003 ergebe sich zusätzliches Potential durch Anwendungen in der Gefäß- und Tumortherapie. Insgesamt würden Marktforscher wie Medical Data International das Marktpotential für die Sterilkatheter auf 2,2 Mrd. Euro, für ICG auf 1,1 Mrd. Euro schätzen.
Nachdem die Planzahlen im vergangenen Geschäftsjahr um 10% übertroffen worden seien, plane Pulsion 2001 einen Umsatz von 14,2 Mio. Euro und einen Jahresfehlbetrag von 5,7 Mio. Euro. Bei jährlichen Steigerungsraten von deutlich über 100% wolle das Unternehmen 2003 einen Umsatz von 97 Mio. Euro (2002: 40,6 Mio. Euro) und einen Jahresüberschuss von 21 Mio. Euro (2002: 3,4 Mio. Euro) erreichen. 40% der Erlöse sollten dann aus den USA kommen.
Die Herabsetzung der Bookbuilding-Spanne von 10 bis 15 Euro auf 7 bis 10 Euro solle den Investoren einen zusätzlichen Zeichnungsanreiz bieten. Allerdings würden dem Unternehmen dadurch am oberen Ende der Spanne rund ein Drittel oder 14 Mio. Euro des ursprünglich geplanten Emissionserlöses entgehen. Aus diesem Grund würden die Aktienexperten mit einem verlangsamten Umsatzwachstum rechnen. Außerdem sei seit dem ersten IPO-Versuch im März der Finanzvorstand von Pulsion ausgetauscht und im Konsortium die Bayerische Landesbank durch Concord Effekten ersetzt worden. Ob das nach wie vor unsichere Marktumfeld solchen Aktionismus honoriere, erscheine fraglich.
Deshalb raten die Experten von „GoingPublic-Online“ trotz der optisch günstigen Bewertung nicht mehr zur Zeichnung. Statt dessen sollte genau beobachtet werden, ob Pulsion seine überlegene Technologie und das margenstarke Geschäftsmodell tatsächlich in erfolgreiche Geschäftszahlen umsetzen könne.
Vom 1. Juni bis zum 7. Juni könnten die Aktien von Pulsion in der Preisspanne von 7 bis 10 Euro gezeichnet werden. Die Erstnotiz am Neuen Markt sei für den 8. Juni vorgesehen.
Nachdem der Börsengang Ende März nach Ablauf der Zeichnungsfrist wegen des schlechten Marktumfeldes und der unbefriedigenden Nachfrage bei der damaligen Preisspanne von 10 bis 15 Euro verschoben worden sei, würden jetzt insgesamt 2 Mio. Inhaber-Stückaktien aus einer Kapitalerhöhung plaziert. Dazu komme ein Greenshoe von 0,7 Mio. Aktien aus dem Besitz der Altaktionäre. Zum Konsortium würden neben der Commerzbank (Lead) auch die Bankgesellschaft Berlin und Concord Effekten gehören. Nach Ausübung der Mehrzuteilungsoption werde der Streubesitz bei ca. 34% liegen.
Derzeit vermarkte Pulsion mit rund 100 Mitarbeitern drei Produkte: den PiCCO-Monitor zur Überwachung der Herz-Kreislauffunktion von Intensivpatienten, die zum Einsatz von PiCCO notwendigen Sterilkatheter und die chemische Substanz ICG zur Darstellung von Blutgefäßen. Die Produkte seien durch Patente oder im Fall von ICG durch einen niedrigen Abgabepreis vor Konkurrenten gut geschützt.
Daneben habe Agilent Technologies, der Weltmarktführer für Patientenüberwachungsanlagen, in Lizenz ein PiCCO-Modul entwickelt, das in die neue Generation der Agilent-Monitore eingebaut werde. Auch die weltweit bereits aufgestellten 130.000 „alten“ Agilent-Geräte könnten damit nachgerüstet werden. Nach Schätzungen von „GoingPublic-Online“ liegt der Preis für das Modul bei ungefähr 4.000 bis 6.000 Euro. Die Markteinführung sei im dritten Quartal 2000 erfolgt. Ende Februar 2001 habe Agilent die Zulassung für den US-Markt bekommen. Auf diesem Weg sollen 9.700 PiCCOs im Jahr 2003 in den Kliniken plaziert sein.
Pro PiCCO-Geräte würden nach drei Jahren Nutzungsdauer durchschnittlich 50 der 150 Euro teuren Sterilkatheter-Sätze verbraucht, so dass Pulsion im Jahr 2003 mit 48 Mio. Euro Umsatz aus dem Vertrieb dieser Verbrauchsartikel rechne. Weitere 44 Mio. Euro sollten aus dem Verkauf von Produkten stammen, deren Zulassung Mitte 2001 in der EU und 2002 in den USA geplant sei: Dies seien ICG und LiMON, ein Gerät zur Überwachung der Leberfunktion. Das Diagnostikum ICG solle unter anderem für die Messung der Durchblutung bestimmter Organe zum zweiten wichtigen Umsatztreiber werden. Ab 2003 ergebe sich zusätzliches Potential durch Anwendungen in der Gefäß- und Tumortherapie. Insgesamt würden Marktforscher wie Medical Data International das Marktpotential für die Sterilkatheter auf 2,2 Mrd. Euro, für ICG auf 1,1 Mrd. Euro schätzen.
Nachdem die Planzahlen im vergangenen Geschäftsjahr um 10% übertroffen worden seien, plane Pulsion 2001 einen Umsatz von 14,2 Mio. Euro und einen Jahresfehlbetrag von 5,7 Mio. Euro. Bei jährlichen Steigerungsraten von deutlich über 100% wolle das Unternehmen 2003 einen Umsatz von 97 Mio. Euro (2002: 40,6 Mio. Euro) und einen Jahresüberschuss von 21 Mio. Euro (2002: 3,4 Mio. Euro) erreichen. 40% der Erlöse sollten dann aus den USA kommen.
Die Herabsetzung der Bookbuilding-Spanne von 10 bis 15 Euro auf 7 bis 10 Euro solle den Investoren einen zusätzlichen Zeichnungsanreiz bieten. Allerdings würden dem Unternehmen dadurch am oberen Ende der Spanne rund ein Drittel oder 14 Mio. Euro des ursprünglich geplanten Emissionserlöses entgehen. Aus diesem Grund würden die Aktienexperten mit einem verlangsamten Umsatzwachstum rechnen. Außerdem sei seit dem ersten IPO-Versuch im März der Finanzvorstand von Pulsion ausgetauscht und im Konsortium die Bayerische Landesbank durch Concord Effekten ersetzt worden. Ob das nach wie vor unsichere Marktumfeld solchen Aktionismus honoriere, erscheine fraglich.
Deshalb raten die Experten von „GoingPublic-Online“ trotz der optisch günstigen Bewertung nicht mehr zur Zeichnung. Statt dessen sollte genau beobachtet werden, ob Pulsion seine überlegene Technologie und das margenstarke Geschäftsmodell tatsächlich in erfolgreiche Geschäftszahlen umsetzen könne.
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