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Hagen (aktiencheck.de AG) - Für die Experten von "ExtraChancen" ist die Aktie von Premiere das "Top-Investment der Woche".
Bei der Premiere AG sitze Rupert Murdoch jetzt in der ersten Reihe. Mit Mark Williams bekleide nämlich nun ein Vertrauter des Medien-Moguls, der über seine News Corp. 25,01% der Anteile an dem Bezahlfernsehsender halte, den Posten des Vorstandsvorsitzenden. Das sollte die Übernahmespekulationen neu entfachen. Darauf würden die Experten bei ihrem "Top-Investment der Woche" setzen.
Der Einfluss von Rupert Murdoch bei Premiere wachse; habe der Australier über seine Gesellschaft News Corp. (unter anderem "Wall Street Journal") bisher bereits eine Sperrminorität und damit ein Vetorecht bei allen wichtigen Entscheidungen besessen, so könne er nun über Mark Williams, der bereits seit einigen Wochen Aufsichtsratsmitglied bei den Münchnern gewesen sei, auch direkt mitentscheiden.
Williams, Finanzvorstand Europa und Asien der News Corp., löse damit Michael Börnicke nach nur einem Jahr als Vorstandschef ab. Dieser habe "persönliche Gründe" für seinen Rücktritt genannt, der aber wohl nicht ganz freiwillig gewesen sei.
Die schwache operative Entwicklung in den vergangenen Quartalen mit hohen Verlusten (allein 38 Mio. Euro im zweiten Quartal) sei ihm offenbar zum Verhängnis geworden. Zudem scheine die Chemie nicht gestimmt zu haben zwischen dem Vorstandschef und dem größten Einzelaktionär, der immer wieder bemängelt habe, nicht ausreichend informiert zu werden - und nun seine Muskeln spielen lasse.
Vor allem das Piraterie-Problem habe Börnicke nicht in den Griff bekommen: Geschätzte 1,5 Mio. Haushalte würden das Angebot des Fernsehsenders nutzen, ohne dafür zu zahlen. Die Schwarzseher, die die Verschlüsselung der Premiere-Programme geknackt hätten, seien auch ein Grund für die rückläufigen Abonnentenzahlen. "Die jüngste Entwicklung zeigt, dass Murdoch nun verstärkt die operativen Schwierigkeiten angeht", erkläre Frank Neumann vom Bankhaus Lampe, der die MDAX-Aktie von "verkaufen" auf "halten" hochstufe. Sein Kursziel laute 13 Euro.
Die Deutsche Bank ("kaufen") habe ihr Kursziel von 12 auf 16 Euro angehoben: Neben der verbesserten Möglichkeit auf eine finanzielle Trendwende habe laut Analyst Paul Reynolds die Chance auf weitere Investitionen von News Corp. in Premiere zugenommen. Mit einer Anteilsaufstockung oder einer Komplettübernahme sei zu gegebener Zeit zu rechnen.
Die Experten würden durch das Eingreifen von Murdoch in das operative Geschäft eine Verbesserung der fundamentalen Entwicklung bei Premiere erwarten. Zudem würden sie mit ihrem "Top-Investment der Woche" auf die gewachsene Übernahmefantasie setzen.
Angesichts des spekulativen Charakters dieses Investments, sollte die Position in der Aktie von Premiere nach Ansicht der Experten von "ExtraChancen" bewusst klein gehalten werden. (Analyse vom 11.09.2008) (11.09.2008/ac/a/d)
Bei der Premiere AG sitze Rupert Murdoch jetzt in der ersten Reihe. Mit Mark Williams bekleide nämlich nun ein Vertrauter des Medien-Moguls, der über seine News Corp. 25,01% der Anteile an dem Bezahlfernsehsender halte, den Posten des Vorstandsvorsitzenden. Das sollte die Übernahmespekulationen neu entfachen. Darauf würden die Experten bei ihrem "Top-Investment der Woche" setzen.
Der Einfluss von Rupert Murdoch bei Premiere wachse; habe der Australier über seine Gesellschaft News Corp. (unter anderem "Wall Street Journal") bisher bereits eine Sperrminorität und damit ein Vetorecht bei allen wichtigen Entscheidungen besessen, so könne er nun über Mark Williams, der bereits seit einigen Wochen Aufsichtsratsmitglied bei den Münchnern gewesen sei, auch direkt mitentscheiden.
Williams, Finanzvorstand Europa und Asien der News Corp., löse damit Michael Börnicke nach nur einem Jahr als Vorstandschef ab. Dieser habe "persönliche Gründe" für seinen Rücktritt genannt, der aber wohl nicht ganz freiwillig gewesen sei.
Vor allem das Piraterie-Problem habe Börnicke nicht in den Griff bekommen: Geschätzte 1,5 Mio. Haushalte würden das Angebot des Fernsehsenders nutzen, ohne dafür zu zahlen. Die Schwarzseher, die die Verschlüsselung der Premiere-Programme geknackt hätten, seien auch ein Grund für die rückläufigen Abonnentenzahlen. "Die jüngste Entwicklung zeigt, dass Murdoch nun verstärkt die operativen Schwierigkeiten angeht", erkläre Frank Neumann vom Bankhaus Lampe, der die MDAX-Aktie von "verkaufen" auf "halten" hochstufe. Sein Kursziel laute 13 Euro.
Die Deutsche Bank ("kaufen") habe ihr Kursziel von 12 auf 16 Euro angehoben: Neben der verbesserten Möglichkeit auf eine finanzielle Trendwende habe laut Analyst Paul Reynolds die Chance auf weitere Investitionen von News Corp. in Premiere zugenommen. Mit einer Anteilsaufstockung oder einer Komplettübernahme sei zu gegebener Zeit zu rechnen.
Die Experten würden durch das Eingreifen von Murdoch in das operative Geschäft eine Verbesserung der fundamentalen Entwicklung bei Premiere erwarten. Zudem würden sie mit ihrem "Top-Investment der Woche" auf die gewachsene Übernahmefantasie setzen.
Angesichts des spekulativen Charakters dieses Investments, sollte die Position in der Aktie von Premiere nach Ansicht der Experten von "ExtraChancen" bewusst klein gehalten werden. (Analyse vom 11.09.2008) (11.09.2008/ac/a/d)
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