Erweiterte Funktionen


Pharmaaktien raus aus dem Portfolio




08.11.04 15:02
iWatch

In der Finanzwelt von Manhattan freut man sich über den Wahlsieg von Bush, berichten die Experten von "iWatch".

Nichts sei der Börse verhasster als Ungewissheit. Und bei Bush wisse man schon genau, was man zu erwarten habe. Außerdem gelte er als den Reichen freundlich gesinnt, denn seine Steuererleichterungen seien in erster Linie der Oberschicht der USA zugute gekommen.

Auch sei die Angst vom Tisch, dass die Pharmabranche durchgerüttelt werden könnte. Das aktuelle Patentrecht ermögliche es den Pharmaunternehmen, dicke Gewinnmargen einzustreichen. Von Kerry hätte man erwartet, diese Pfründe anzugreifen. Beispielsweise stünden Unternehmen in Kanada Schlange, die mit nachgemachten Produkten auf den US-Markt möchten. Der Preis der kanadischen Medikamente betrage meist nur ein Zehntel des Preises in den USA.

Aktien von Pharmaunternehmen wie Merck, Pfizer, Bristol-Myers oder Shering Plough hätten am Tag nach der Wahl im Tagesverlauf um vorübergehend 10% zulegen können. Für einen Branchenindex sei das ein gigantischer Sprung.

Es stelle sich nun die Frage, ob damit nun die Bahn frei für die Pharmaaktien sei. Nein, die Experten würden denken, dass diese Rallye eine falsche sei. Fast alle Pharmaunternehmen hätten derzeit Probleme: Entweder sähen sie sich exorbitanten Schadensersatzklagen gegenüber (Merck) oder hätten einfach keine gute Produktpipeline, also keine guten Medikamente, die in den nächsten Jahren in den Markt gegeben werden sollten (Bristol-Myers).

Die Experten würden also denken, dass die Pharmabranche vielleicht nicht so schnell ihre Pfründe abgeben müsse, jedoch würden diese Pfründe in den nächsten Jahren ohnehin langsam dahin schmelzen. Pharma sei also kein Ort, in dem die Experten derzeit Geld anlegen würden.

Anleger sollten die Rallye dieser Tage nutzen, um ihre Pharmaaktien aus ihrem Portfolio zu entfernen, raten die Experten von "iWatch".








 
 

Aktien des Tages

RSS Feeds




Bitte warten...