P&T nicht zeichnen




20.11.00 00:00
GoingPublic-Online

Noch bis zum 23. November können die Aktien der P&T Technology AG (WKN 685280) gezeichnet werden und die bis zu 3,3 Mio. Papiere werden zwischen 16 und 19 Euro kosten, berichten die Analysten von „GoingPublic-Online“.

Begleitet werde der Börsengang von einem Bankenkonsortium unter Führung der Hamburgischen Landesbank. Weitere Mitglieder seien HSBC Trinkaus & Burkhardt und die Hamburger Sparkasse. Von den 3,3 Mio. Aktien würde nur der Greenshoe in Höhe von 0,3 Stück aus Altaktionärsbesitz stammen. Das restliche Emissionsvolumen komme aus einer Kapitalerhöhung. Nach dem Börsengang am 28. November werde sich der Free Float auf 28,5 % belaufen.

Das in Hamburg ansässige Unternehmen projektiere schlüsselfertige Windparks. P&T fungiere dabei als Projektplaner und Dienstleister. Finanzierung, Verkauf und Betrieb würden Partnerunternehmen übernehmen. Neben der Windparkprojektierung betreibe P&T die Entwicklung und Vermarktung Wind- und Wasserstoff-betriebener Systeme zur netzunabhängigen Trinkwasser- und Stromversorgung.

Das Hauptaugenmerk des Unternehmens habe in der Vergangenheit darauf gelegen, sich attraktive Standorte für Windparks durch langfristige Pachtverträge zu sichern. Auf diesen sollen nun bis zum Jahr 2004 55 Inlandsprojekte mit einem Umsatzanteil von 393,2 Mio. Euro verwirklicht werden. Bereits nächstes Jahr solle aus dem Inlands-Windpark-Geschäft über 100 Mio. Euro Umsatz generiert werden.

Mit dem Emissionserlös wolle P&T vor allem die weitere Expansion ins Ausland finanzieren. Bereits in diesem Jahr sei eine Tochtergesellschaft in der Türkei gegründet worden, eine weitere befinde sich in Italien in Gründung. Darüber hinaus sei geplant, im Jahr 2001 in Spanien und Griechenland sowie in Südkorea und den Philippinen Tochtergesellschaften aufzubauen.

Dabei setze sich P&T für das Auslandsgeschäft reichlich ehrgeizige Ziele. Bereits im Jahr 2001 solle etwa ein Drittel des Gesamtumsatzes im Ausland erwirtschaftet werden. Im Jahr 2002 würden es dann bereits zwei Drittel sein sollen. Auch beim Aufbaugeschäftsfeld Wasser und Wasserstoff, in dem ein windkraftbetriebenes System zur netzunabhängigen Versorgung mit Strom und Trinkwasser entwickelt werde, gebe sich das Hamburger Unternehmen sehr optimistisch. Obwohl die derzeit einzige Pilotanlage erst zum Ende des ersten Quartals 2001 zufriedenstellend stabil laufen solle, wolle P&T in diesem Geschäftsfeld bereits im nächsten Jahr 18 Mio. Euro Umsatz erzielen.

Mit einem 2001er KGV von knapp 27 auf Basis des oberen Endes der Bookbuilding-Spanne von 19 Euro scheine P&T Technology günstiger bewertet als vergleichbare Unternehmen am Neuen Markt wie Plambeck (KGV´01e: 31) und Energiekontor (42). Es stelle sich allerdings die Frage, ob ein so starkes Wachstum–sofern dieses überhaupt erreicht werden könne–rein organisatorisch, personell und logistisch überhaupt zu bewältigen sei. Die Aktie sei hochriskant. Der Expertenrat laute daher „Nicht zeichnen“.








 
 
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