Der Konflikt um die österreichische Spritpreisbremse ist vom Tisch. Die Regulierungsbehörde E-Control zwingt den Öl- und Gaskonzern OMV, die staatlich verordnete Margenkürzung vollständig an die Zapfsäulen weiterzugeben. Der Konzern lenkt damit wenige Tage vor der Präsentation seiner Quartalszahlen ein.
Behörde duldet keine Ausnahmen
Seit April verlangt die Regierung in Wien eine Margendämpfung von fünf Cent pro Liter. OMV hatte bei Diesel zunächst nur einen Bruchteil davon umgesetzt. Das Management berief sich auf eine Notfallklausel. Ein Großteil des Kraftstoffs müsse importiert werden.
Dieses Argument ließ die Aufsicht nun ins Leere laufen. OMV habe nicht belegen können, dass die Vorgabe wirtschaftlich unzumutbar sei. Inzwischen bestätigte das Unternehmen die vollständige Umsetzung der Maßnahme.
Der Preisstreit fällt in eine ohnehin unruhige Marktphase. Nach der Sperre der Meerenge von Hormus greift OMV zur Stabilisierung auf die staatliche Notreserve zurück. In einem ersten Schritt erwarb der Konzern zehntausende Tonnen Rohöl für die Raffinerie in Schwechat.
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Parallel dazu belasten Sondereffekte das Auftaktquartal. Unterbrochene Lieferketten im Nahostkonflikt verursachten Absicherungsverluste in dreistelliger Millionenhöhe. Hinzu kommt ein spürbarer Gegenwind im Marketinggeschäft durch geplante Raffineriestillstände.
Hohe Erwartungen trotz Gegenwind
Ungeachtet dieser Hürden rechnen Marktbeobachter mit starken Zahlen für das abgelaufene Jahresviertel. Der Umsatz soll im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Viertel auf 7,8 Milliarden Euro klettern. Auch beim Gewinn je Aktie geht der Konsens von einem deutlichen Anstieg aus.
An der Börse wird dieser Optimismus bereits gehandelt. Die OMV-Aktie notiert aktuell bei 58,55 Euro und verzeichnet damit seit Jahresbeginn ein Plus von rund 21 Prozent. Der Abstand zur 200-Tage-Linie fällt mit knapp 17 Prozent komfortabel aus.
Verzögerter Börsengang drückt Ausschüttung
Abseits des Tagesgeschäfts müssen Aktionäre einen Dämpfer bei den strategischen Plänen hinnehmen. Das geplante Börsendebüt des Joint Ventures BGI in Abu Dhabi verschiebt sich wegen Marktschwankungen voraussichtlich auf 2027. Die jährliche Ausschüttung der Tochtergesellschaft an OMV halbiert sich dadurch auf 250 Millionen US-Dollar.
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Für Anleger ändert sich in der Folge die Berechnungsbasis der Gewinnbeteiligung. Zukünftig setzt sich diese aus BGI-Rückflüssen und einem Anteil des operativen Kern-Cashflows zusammen.
Für das abgelaufene Geschäftsjahr hat der Vorstand eine Gesamtdividende von 4,40 Euro je Aktie vorgeschlagen. Die Aktionäre stimmen auf der Hauptversammlung am 27. Mai über diesen Tagesordnungspunkt ab. Vorher richtet sich der Blick auf das operative Geschäft: Am 30. April präsentiert OMV die Zahlen für das erste Quartal.
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