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Nordsee langfr. zeichnen




18.06.01 17:47
Independent Research

Die Analysten von Independent Research empfehlen längerfristig orientierten Investoren zur Zeichnung der Nordsee-Aktie (WKN 664097).

Mit dem Fischspezialisten Nordsee gehe ein renommiertes, mit einem starken Markennamen ausgestattetes Unternehmen an die Börse. Der Zeitpunkt des IPO sei geschickt gewählt, denn das Unternehmen erfahre derzeit wegen der Diskussion um BSE und MKS mit seinen Fischprodukten eine stärkere Resonanz. Außerdem gelte der deutsche Markt hinsichtlich auf den Fischverzehr (13 kg pro Kopf p.a.) im europäischen Vergleich (durchschnittlich über 20 kg pro Kopf p.a.) immer noch als unterentwickelt.

Die Tendenz zu einer zunehmenden gesundheitsbewussten Ernährung und zum immer häufiger werdenden außer-Haus-Verzehr dürfte dem Fisch-Fast-Food-Restauraunt bei seinem weiteren Wachstum behilflich sein.

Sicherlich sei die Auslastung der Stores über den gesamten Tag verbesserungswürdig. Während die Läden um die Mittagszeit und den frühen Abendstunden oft überfüllt seien, sei das Kundenaufkommen zu den restlichen Zeiten nur mäßig. Außerdem müsse es dem Konzern gelingen, auch junge Kunden in die Stores zu bekommen, da man sonst schneller als erhofft an eine Wachstumsgrenze stoßen werde.

Vor allem bestehe ein Risiko darin, dass sich die derzeit gerade verbessernde Einschätzung des Produktes „Fisch“ eintrüben könnte, wie es vor einigen Jahren nach dem Skandal um Fischmaden zeitweise der Fall gewesen sei. Angesichts der Lebensmittelskandale und einer erhöhten Sensibilität der Verbraucher würden hier erhebliche Umsatzeinbussen zu befürchten sein, da das Fischrestaurant zwar über verschiedene Storetypen verfüge, die jedoch im Absatz alle vom Produkt Fisch abhängen würden.

Der Börsengang diene insbesondere der Auszahlung der Kapitalgeber von 1997, da ein Grossteil der angebotenen Papiere von den Altaktionären stamme. Der Emissionserlös solle vorwiegend zur Darlehenstilgung genutzt werden. Daher komme der Gesellschaft nach Schuldentilgung nur eine geringe Summe zu (ca. 5,0 – 20,0 Mio. Euro, je nach Emissionskurs), um das weitere Wachstum zu finanzieren.

Zwar reduziere die Rückführung der Verbindlichkeiten den Zinsaufwand und erhöhe somit den Handlungsspielraum; nicht desto trotz bedeute dies aber, dass Nordsee das weitere Wachstum überwiegend aus dem Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit finanzieren müsse. Dieser habe für das Jahr 2000 immerhin bei rund 45 Mio. Euro gelegen und sei überwiegend für Investitionen eingesetzt worden.

Insgesamt stünden die Analysten Nordsee positiv gegenüber, da sie den Markennamen, das Management und die Expansionsstrategie für gut halten. Negativ bewerten würden sie die Tatsachen, dass nach Schuldentilgung nur noch relativ wenig freier Emissionserlös für das weitere Wachstum vorhanden sei und eine relativ hohe Bewertung in Relation zu Vergleichsunternehmen bestehe.

Daher raten die Analysten von „Independent Research“ längerfristigen Anlegern zur Zeichnung des Titels am unteren Ende der Bookbuildingspanne bis 20,00 Euro.








 
 

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