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Nasdaq Käufe aktuell gefährlich




25.04.01 00:00
Stock-World

Es ist in diesen Tagen nicht unbedingt leicht mit Aktien Geld zu verdienen, so die Analysten von „Stock-World“.

Immer gerade dann, wenn man meine, der Aktienmarkt habe seine Richtung gefunden, drehe er abrupt in die andere. Als der Nasdaq zwischenzeitlich bis auf 2.200 Punkte geklettert sei, habe es geheißen, Technologieaktien hätten endlich ihren Boden gefunden und ein weiterer schneller Anstieg des Nasdaq bis auf 2.500 Punkte sei sehr wahrscheinlich.

Heute nur wenige Handelstage später notiere der führende Technologieindex nur noch knapp über 2.000 Punkte und wer in die kurzzeitige Euphorie hinein die falschen Aktien gekauft hätte, der liege mit seinen Positionen nicht selten schon 20 bis 30 Prozent im Minus. So zum Beispiel bei Commerce One. Wer die Aktie gekauft habe, als sie über die wichtige Marke von zwölf Dollar geklettert sei, der sei heute, nur vier Handelstage später bereits über 20 Prozent im Verlust, denn die Aktie notiere nur noch knapp über neun Dollar.

Das vor wenigen Tagen veröffentlichte Quartalsergebnis von Commerce One habe mit einem Verlust von 0,11 Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 170,3 Millionen Dollar genau den reduzierten Erwartungen entsprochen. Allerdings hätten sich einige Analysten zu Wort gemeldet, die Commerce One eine etwas aggressive Bilanzierung vorgeworfen hätten. So habe Tom Berquist von Goldman Sachs vermutet, es seien rund 60 Millionen des Quartalsumsatzes schon gebucht worden, obwohl diese Umsätze eigentlich erst in den kommenden Quartalen erzielt würden.

Diese Vorwürfen hätten die von Commerce One angekündigte Zusammenarbeit mit Microsoft überschattet, die sich sonst wohl positiv auf den Kurs ausgewirkt hätte. Allerdings dürfe man auch nicht vergessen, dass sich die Aktie von Commerce One in nur zwei Wochen von unter sechs auf in der Spitze über 13 Dollar mehr als verdoppelt habe und da seien Gewinnmitnahmen keine große Überraschung gewesen.

In den kommenden Wochen seien sowohl für Commerce One als auch für den gesamten Technologiesektor keine größeren Kursbewegungen zu erwarten, zumindest nicht nach oben. Die meisten Unternehmen hätten bei den Quartalsergebnissen ihre zum Teil drastisch reduzierten Prognosen erreicht, die US-Notenbank habe zum zweiten Mal in diesem Jahr überraschend die Leitzinsen gesenkt – und jetzt? Jetzt gelte es abzuwarten, ob sich die Situation der Unternehmen wieder verbessere, oder ob es neuerliche Gewinnwarnungen für die kommenden Quartale gebe.

So sei jederzeit mit neuerlichen deutlichen Kursabschlägen zu rechnen, so dass Käufe auf dem aktuellen Niveau zu gefährlich erscheinen würden. Erst bei einem Nasdaq-Niveau zwischen 1.800 und 1.900 Punkten könnten wieder spekulative Käufe getätigt werden. Ganz oben auf der Kaufliste stünden erneut Commerce One, sowie Aether Systems, Ciena und Exfo. In den kommenden Tagen würden voraussichtlich für diese Aktien per Update einige Kauflimits platziert. Diese würden in etwa 15 bis 20 Prozent unter den aktuellen Kursen liegen.

Es bleibe wie gehabt, so die Experten: Um das Risiko zu minimieren sollte nur in eine Abwärtsbewegung hinein gekauft und die Positionen mit engen Stoppkursen gesichert werden, denn von einer nachhaltigen Trendwende nach oben seien wir noch immer ein ganzes Stück entfernt.








 
 

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