M.A.X. Automation Prognose ist zu konservativ




25.08.11 09:24
TradeCentre.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" raten bei einer Stabilisierung der Märkte erneut die Aktie von M.A.X. Automation (ISIN DE0006580905 / WKN 658090) zu kaufen.

Die Düsseldorfer Beteiligungsgruppe mit dem Fokus Umwelttechnik und Industrieautomation habe glänzende Wachstumszahlen in der ersten Jahreshälfte 2011 präsentiert. Der Umsatz sei um fast 54 Prozent auf 121,1 Mio. Euro expandiert. Vor Steuern und Zinsen habe das Unternehmen einen Gewinn von 5,4 Mio. Euro erzielt. Gegenüber dem vergleichbaren Wert des Halbjahres 2010 entspreche dies einer Verdreifachung! Unterm Strich sei ein Gewinn von 3,2 Mio. Euro realisiert worden.

Erfreulich sei zudem die Entwicklung des Auftragseingangs. Er sei in der ersten Jahreshälfte um 72,3 Prozent auf 154,3 Mio. Euro geklettert. Das sei der höchste Wert für ein erstes Halbjahr in der Geschichte des Unternehmens und beinhalte Großaufträge in beiden Segmenten. "Unser Ordereingang entwickelt sich sehr gut. Wir können bislang keine gravierende Abschwächung erkennen und sehen auch kein Abebben der Nachfrage in unserem Geschäft". Das sage den Experten Vorstand Bernd Priske im Hintergrundgespräch. Der üppige Orderbestand reiche bis ins Jahr 2012. "Ich bin für das kommende Jahr durchaus optimistisch, auch wenn die anhaltende Diskussion um die Schuldenkrise in Europa noch für negative Überraschungen sorgen könnte", ergänze er.

Trotz der starken Entwicklung habe Priske die Prognose für das Geschäftsjahr 2011 nicht nach oben korrigieren wollen. Er erwarte einen Umsatz von mehr als 200 Mio. Euro. Die Marke solle indes deutlich überschritten werden. "Wie stark wir über der Marke von 200 Mio. Euro am Jahresende liegen werden, hängt vor allem mit der Abwicklung von Orders zusammen. Da kann es schnell zu Verschiebungen ins Folgejahr kommen. Das erklärt unsere Vorsicht bei der Prognose", erkläre Priske. Dennoch dürfte M.A.X. Automation bis Silvester aus Sicht der Experten einen Umsatz von circa 220 Mio. Euro einfahren.

Beim EBIT prognostiziere Priske einen Gewinn zwischen 12,5 und 13,5 Mio. Euro. Auch diese Vorgabe erscheine den Experten etwas konservativ. Sie würden das EBIT auf 14 bis 15 Mio. Euro im Jahr 2011 schätzen. Unterm Strich dürften fast zehn Mio. Euro in der Kasse klingeln oder knapp 40 Cent je Aktie.

Die eigene Prognose von M.A.X. Automation unterstelle lediglich eine EBIT-Marge von bis zu 6,7 Prozent. In der Industrieautomation habe die Firma bereits im ersten Halbjahr eine operative Marge von rund zehn Prozent zeigen können. "Das Segment bereitet uns dank einer starken Nachfrage aus dem Automobilsektor sehr viel Freude". Die mittelfristigen Perspektiven sollten stark bleiben. Grund sei beispielsweise die Elektromobilität, Hybrid-Technologie oder welchen Antriebsstrang die Autoindustrie schlussendlich massiv puschen werde. Priske sei das relativ egal. "Jede Veränderung des Automobils bedeutet einen Eingriff in die Produktionsanlagen. Davon profitieren wir".

Im Segment Umwelttechnik würden die Margen noch hinterherhinken. Die Einheit sei allerdings auch durch Vorlaufkosten für das weitere Wachstum beeinträchtigt. Mit einer EBIT-Marge von 1,8 Prozent im ersten Halbjahr sei die Rendite etwas enttäuschend. "Wir rechnen am Jahresende ab. Im Gesamtjahr wird die EBIT-Marge sich erheblich verbessern", sage Priske. In den kommenden beiden Jahren sei es das Ziel, die EBIT-Marge in dieser Einheit ebenfalls auf mindestens zehn Prozent zu steigern. Die Wachstumsaussichten für die Umwelttechnik seien unverändert bestens. Treiber seien Ersatzbrennstoffe, Recycling sowie CO2-Einsparungen. Priske erwarte für die Umwelttechnik in den kommenden Jahren ein stark überproportionales Wachstum.

Ein möglicher Börsengang der Umwelttochter Vecoplan sei nach wie vor möglich aber nicht zwingend. Angesichts der Aussichten sollte Priske das Töchterchen nicht an die Börse schicken, um Abgaben von Minderheiten der Profite im M.A.X. Automation-Konzern zu vermeiden.

Perspektivisch strebe das Unternehmen einen Umsatz von 300 Mio. Euro an. Die EBIT-Marge im Konzern solle auf zehn Prozent steigen. Das hohe Wachstum in diesem Jahr sollte man natürlich nicht auf die Zukunft fortschreiben. 2012 dürfte M.A.X. Automation wieder auf ein normales Wachstumslevel zurückkehren. Ein Plus von zehn Prozent wäre eine gute Leistung. Da die aktuellen Aufträge weit bis in Jahr 2012 reichen würden und Priske bislang noch keinen Abriss erkennen könne, sollte ein zweistelliges Plus beim Umsatz möglich sein. Potenzielle Zukäufe, die die beiden Einheiten stärken würden, seien jederzeit möglich. Die Umwelttechnik werde im nächsten Jahr aufgrund wegfallender Vorlaufkosten einen deutlichen Margensprung machen und somit werde der Gewinn im Jahr 2012 stark überproportional anziehen.

Mit einem KGV von zehn für 2011 sei M.A.X. Automation sehr günstig zu haben. Wegen des Börsenwertes von über 100 Mio. Euro habe das Papier zudem realistische Chancen, demnächst in den SDAX (ISIN DE0009653386 / WKN 965338) aufzusteigen. Spätestens im Jahr 2012 sollte der Sprung in den Index gelingen. Gegen einen konjunkturellen Abschwung sei das Unternehmen vor allem in der Industrieautomation mit Abhängigkeit der Autoindustrie natürlich nicht immun. Das könnte ein Risiko für die weitere Entwicklung darstellen. Summa summarum schlage sich der Altfavorit der Experten M.A.X. Automation - ihre mehrfachen Kaufempfehlungen für den Titel hätten für imposante Kursgewinne gesorgt - auch in schwierigen Zeiten ordentlich.

Die Experten von "TradeCentre.de" raten daher bei einer Stabilisierung der Märkte erneut zum Kauf der M.A.X. Automation-Aktie. (Analyse vom 25.08.2011) (25.08.2011/ac/a/nw)

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