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MDAX-Profiteur Delivery Hero: PDT Partners steigt ein, Kurs schießt hoch - Chance oder Falle?




12.11.25 17:24
aktiencheck.de

Bad Marienberg (www.aktiencheck.de) -

🚀 Delivery Hero-Aktie: Kursrally trifft frische Shortwette


Die Delivery Hero-Aktie liefert wieder einmal das, was spekulative Anleger lieben – Tempo, Emotionen und jede Menge Interpretationsspielraum. Während der Kurs zuletzt deutlich auf 18,46 Euro anzog und damit ein kräftiges Tagesplus von 5,67 % auf die Kurstafel zauberte, taucht im Bundesanzeiger ein neues, pikantes Detail auf: Der quantitativ geprägte Hedgefonds PDT Partners, LLC eröffnet am 11.11.2025 eine Netto-Leerverkaufsposition von exakt 0,50 % in Delivery Hero SE (ISIN DE000A2E4K43).


Damit betritt ein weiterer professioneller Marktakteur die Bärenbühne bei einem der bekanntesten Essenslieferdienste Europas. Und PDT ist nicht allein: D. E. Shaw & Co., L.P. hält bereits eine Shortposition von 1,20 % (Meldung vom 07.11.2025), während die kanadische Pensions- und Investmentgesellschaft Caisse de dépôt et placement du Québec mit 0,59 % (Meldung vom 23.10.2025) ebenfalls auf fallende Kurse setzt.


Die Gemengelage ist damit explosiv: Ein Unternehmen, das seit Jahren zwischen Wachstumseuphorie und Profitabilitätssorgen schwankt, ein Kurs, der gerade deutlich angesprungen ist, und gleich mehrere Hedgefonds, die auf Gegenwind wetten. Zeit für eine tiefere Analyse: Warum steigen professionelle Shortseller jetzt ein oder bleiben an Bord? Und welche Folgen kann das für die Delivery Hero-Aktie haben?



📊 Die aktuelle Short-Szene: Drei Hedgefonds, eine Botschaft


Wer auf die Netto-Leerverkaufspositionen von Delivery Hero blickt, sieht aktuell drei Namen – jeder für sich ein Schwergewicht im institutionellen Geschäft.


PDT Partners, LLC eröffnet am 11.11.2025 eine Shortposition von 0,50 % des Aktienkapitals. Damit überschreitet der Fonds erstmals die Meldegrenze und signalisiert: Delivery Hero ist aus Sicht der Quants ein eigenständiger Shortkandidat, nicht mehr nur Randposition im Universum der Wachstumswerte.


D. E. Shaw & Co., L.P. steht mit 1,20 % bereits deutlich über dieser Schwelle. Die Meldung stammt vom 07.11.2025 und zeigt, dass der Fonds seine Skepsis gegenüber dem Essenslieferdienst schon vorher in eine substanzielle Wette übersetzt hat.


Caisse de dépôt et placement du Québec meldet am 23.10.2025 eine Shortposition von 0,59 %. Dass eine große kanadische Institution – bekannt unter anderem als langfristiger Investor – zugleich als Leerverkäufer auftritt, unterstreicht, wie differenziert professionelle Portfolios heute gesteuert werden: Langfristige Anlagen auf der einen Seite, taktische Shortpositionen auf der anderen.


Addiert man diese Positionen, kommt man auf eine gemeldete Shortquote von rund 2,29 %. Und das sind nur die Stände oberhalb der Meldegrenze von 0,50 %. Kleinere Positionen bleiben unsichtbar. Die Botschaft ist klar: Delivery Hero ist kein unentdeckter Nebenwert, sondern weiterhin ein Spielfeld für anspruchsvolle Strategen – auf der Long- wie auf der Shortseite.



🍕 Delivery Hero-Geschäftsmodell: Wachstum mit eingebautem Konflikt


Um zu verstehen, warum Hedgefonds so konsequent auf Delivery Hero schauen, muss man das Geschäftsmodell betrachten. Delivery Hero vermittelt Essenslieferungen und andere Bestellungen zwischen Endkunden, Restaurants und Kurieren. Über Plattformen und Apps werden Bestellungen abgewickelt, Zahlungen organisiert und Lieferungen koordiniert. Dabei verdient der Konzern an Provisionen, Gebühren und teilweise auch an eigenen Lieferdiensten.


In Hochphasen des Wachstums sah die Story simpel aus: Je mehr Menschen über Apps bestellen, desto mehr Umsatz und Skaleneffekte. Plattformökonomie, Netzwerkeffekte, internationale Expansion – all das klang nach Tech-Traum. Doch in der Praxis zeigte sich schnell: Lieferlogistik ist extrem kostenintensiv, Kundengewinnung teuer, und lokale Konkurrenz ist hartnäckig. Dazu kommen Regulierungsdebatten rund um Arbeitsbedingungen von Kurieren, Preisdruck in schwächeren Konjunkturphasen und steigende Zinsen, die unprofitables Wachstum weniger attraktiv machen.


Diese Gemengelage erzeugt einen permanenten Konflikt zwischen Wachstum und Profitabilität. Delivery Hero muss beweisen, dass aus hohen Bestellvolumina irgendwann verlässlich schwarze Zahlen werden – nicht nur punktuell, sondern strukturell. Genau an diesem Punkt setzen Shortseller an: Sie fragen sich, ob der Sprung vom Wachstumsversprechen zum nachhaltigen Gewinn schneller, langsamer oder vielleicht gar nicht gelingt.



🧠 PDT Partners steigt ein: Warum Quants gerade jetzt 0,50 % Short eröffnen


Die Eröffnung der Shortposition durch PDT Partners am 11.11.2025 ist zeitlich brisant. Am selben Tag steht die Delivery Hero-Aktie mit einem satten Plus von 5,67 % bei 18,46 Euro. Ein klassischer Tag, an dem Momentum-Trader jubeln – und Quants wie PDT sich offenbar fragen, ob der Kurs den fundamentalen Risiken nicht ein Stück weit davongelaufen ist.


PDT gilt als datengetriebener Fonds. Statt sich auf bunte Präsentationen zu verlassen, analysiert er Kursmuster, Orderbuchdynamik, Korrelationen und fundamentale Kennzahlen in mathematischen Modellen. Dass genau an einem Tag mit Kursrally die Schwelle von 0,50 % überschritten wird, kann mehrere Bedeutungen haben:


Erstens könnte die Rally als Übertreibung gewertet worden sein. Steigt eine angeschlagene Aktie nach News oder Stimmungsumschwung stark, sehen Quants häufig statistische Chancen – etwa, dass ein Teil der Bewegung in den kommenden Tagen wieder korrigiert wird. Eine frische Shortposition nutzt dann das "überhitzte" Niveau.


Zweitens kann die Kombination aus Kursniveau, Volatilität und Shortquote attraktiv erscheinen. Wenn bereits andere Hedgefonds engagiert sind – wie D. E. Shaw und die Caisse – kann das Modell signalisieren: Hier ist genügend Liquidität und Aufmerksamkeit vorhanden, um kurzfristige Abwärtsbewegungen auszunutzen, ohne dass die eigenen Orders den Markt dominieren.


Drittens könnten fundamentale Faktoren in den Modellen eine Rolle gespielt haben: etwa weiterhin hohe Verluste in bestimmten Märkten, Risiken aus Regulierung, abgeschwächte Wachstumsraten oder eine Verschiebung von Anlegerpräferenzen weg von "Growth um jeden Preis" hin zu Profitabilität. In einem solchen Umfeld bietet die Eröffnung einer Shortposition die Möglichkeit, an einer potenziellen Neubewertung teilzuhaben.



📉 D. E. Shaw & Caisse: Die etablierten Skeptiker bleiben an Bord


Während PDT neu dazukommt, sind andere Bären längst an Bord. D. E. Shaw & Co., L.P., einer der Pioniere quantitativer Strategien, hält mit 1,20 % die größte gemeldete Shortposition in Delivery Hero. Dieser Anteil signalisiert eine klare Überzeugung: Der Fonds sieht eine überdurchschnittliche Chance, mit fallenden Kursen Geld zu verdienen.


Die Caisse de dépôt et placement du Québec, eine der größten Pensions- und Investmentgesellschaften Kanadas, ergänzt das Bild mit 0,59 %. Für eine Institution, die häufig langfristige Infrastruktur- und Beteiligungsinvestments hält, ist eine Shortposition in einem Tech-lastigen Lieferdienst bemerkenswert. Sie kann der Absicherung anderer Engagements dienen oder schlicht eine opportunistische Wette darstellen, dass das Bewertungsniveau und Risiko-Profil von Delivery Hero aktuell unattraktiv ist.


Dass keiner der beiden Akteure seine Position jüngst reduziert hat, während PDT sogar neu einsteigt, zeigt: Auf der professionellen Seite dominiert weiterhin Skepsis. Die Kursrally mag dem Papier kurzfristig Schwung verliehen haben, doch die Bären scheinen weiter davon überzeugt zu sein, dass der Weg zur nachhaltigen Profitabilität steinig bleibt.



⚙️ Mechanik der Leerverkäufe: Warum 2,29 % Shortquote mehr sind als nur eine Zahl


Leerverkäufe wirken im Markt wie ein zusätzlicher, meist unsichtbarer Strom von Verkaufsaufträgen. Ein Hedgefonds leiht sich Aktien und verkauft sie sofort. Der Erlös bleibt im Fonds, die geliehenen Stücke müssen irgendwann zurückgegeben werden. Sinkt der Kurs, kann der Fonds günstiger zurückkaufen und den Gewinn einstreichen.


Für die Aktie bedeutet das zunächst: mehr Angebot. In Phasen, in denen ohnehin Unsicherheit herrscht, können zusätzliche Verkaufsorders die Abwärtsdynamik verstärken. Rückschläge fallen dann stärker aus als in einem Markt, in dem nur klassische Aktionäre agieren.


Die Kehrseite zeigt sich, wenn Shortseller Positionen schließen. Dann werden die zuvor leerverkauften Aktien zurückgekauft – ein Prozess, der den Kurs stützt oder sogar antreiben kann. Je höher die Shortquote, desto größer das potenzielle Rückkaufsvolumen. Bei Delivery Hero liegt die gemeldete Quote mit 2,29 % in einem Bereich, der noch nicht auf "extrem" deutet, aber durchaus relevant ist: In einem engen Markt oder bei überraschend guten Nachrichten könnten Rückkäufe den Kurs deutlich bewegen.


Damit wird die Shortquote zum zweischneidigen Schwert: Sie erhöht den Druck in schwachen Phasen, aber auch die Dynamik in Aufwärtsbewegungen. Für Anleger ist es daher entscheidend zu verstehen, ob neue Shorts – wie die von PDT – eher als Vorbote weiterer Skepsis zu werten sind oder bereits ein Zeichen dafür, dass ein Peak im Pessimismus erreicht wurde.



💹 Kursplus von 5,67 %: Rally trotz neuer Shortwette – wie passt das zusammen?


Die Delivery Hero-Aktie legt ausgerechnet an dem Tag kräftig zu, an dem PDT seine Shortposition aufbaut. Das wirkt auf den ersten Blick wie ein Widerspruch, doch tatsächlich ist es ein klassisches Börsenphänomen.


Zum einen können positive Nachrichten oder verbesserte Stimmung im gesamten Sektor eine Erholungsbewegung ausgelöst haben. Nach vorherigen Kursrückgängen reicht oft schon ein kleiner Funken Optimismus, damit sich Käufer vorwagen. Algo-Trader verstärken die Bewegung, Momentum-Jäger springen auf, und so entsteht ein prozentual kräftiger Anstieg – selbst wenn das absolute Kursniveau weiterhin deutlich unter früheren Hochs liegt.


Zum anderen nutzen Shortseller solche Bewegungen gerne, um Positionen aufzubauen. Aus ihrer Sicht ist es attraktiver, zu höheren Kursen leerzuverkaufen als in Panikphasen, in denen der Preis bereits massiv gefallen ist. Ein Tagesplus von 5,67 % kann daher wie eine Einladung wirken: "Jetzt ist das Chance-Risiko-Verhältnis wieder besser, um Shortpositionen zu eröffnen oder aufzustocken."


Für Anleger bedeutet das: Man darf eine Kursrally nicht automatisch als Sieg der Bullen über die Bären interpretieren. Gerade bei stark diskutierten Werten können steigende Kurse und neue Shorts Hand in Hand gehen. Die eigentliche Entscheidung, ob sich ein neuer Aufwärtstrend etabliert, fällt erst in den Tagen und Wochen danach – wenn sich zeigt, ob Folgekäufe den Schwung tragen oder ob zusätzliche Leerverkäufe und Gewinnmitnahmen die Bewegung bremsen.



📦 Strukturelle Risiken im Delivery-Geschäft: Futter für die Shortseller


Warum bleibt Delivery Hero trotz aller Wachstumsfantasie so attraktiv für Leerverkäufer? Die Antwort liegt in den strukturellen Herausforderungen des Geschäftsmodells.


Hohe operative Kosten: Fahrer, Logistik, IT-Infrastruktur, Support – die Kostenbasis ist enorm. Jeder zusätzliche Auftrag bringt zwar Umsatz, aber nicht automatisch Gewinn. Besonders in Märkten mit starker Konkurrenz kann der Deckungsbeitrag pro Bestellung gering sein.


Intensiver Wettbewerb: Lokale Wettbewerber, internationale Plattformen und Plattformmarktplätze kämpfen um die gleichen Kunden. Preisaktionen, Gutscheine und Rabatte sind an der Tagesordnung. Wer hier Marktanteile halten oder gewinnen will, muss marketingseitig tief in die Tasche greifen.


Regulatorische Risiken: Debatten über Arbeitsbedingungen von Kurieren, Mindestlöhne, Versicherungen und Sozialleistungen können Zusatzkosten bringen. Gesetzesänderungen in einzelnen Ländern können Geschäftsmodelle zeitweise auf den Kopf stellen.


Zinswende und Investorenpsychologie: In einer Welt mit höheren Zinsen ist unprofitables Wachstum weniger attraktiv. Investoren achten stärker auf Cashflows und Profitabilität. Für ein Unternehmen, das lange auf Expansion gesetzt hat, erhöht sich damit der Druck, konkrete Fortschritte bei der Ergebnissituation zu zeigen.


All diese Faktoren liefern Material für Shortseller. Sie müssen nicht zwingend davon überzeugt sein, dass Delivery Hero scheitert – es reicht die Annahme, dass der Markt Risiken zeitweise unterschätzt oder die Erholung im Kurs zu optimistisch bewertet.



📈 Chancen: Wo die Bären falsch liegen könnten


So berechtigt die Skepsis im Liefergeschäft ist, so groß können die Chancen sein, wenn es einem Marktführer gelingt, sein Geschäftsmodell zu stabilisieren. Genau hier liegt das Gegenargument der Bullen.


Skalenvorteile: Je größer die Plattform, desto besser lassen sich fixe Kosten wie IT, Plattformbetrieb und zentrale Verwaltung auf viele Bestellungen verteilen. In reifen Märkten können selbst kleine Verbesserungen im Deckungsbeitrag pro Bestellung die Profitabilität deutlich steigern.


Daten und Personalisierung: Delivery Hero verfügt über enorme Mengen an Daten zu Bestellverhalten, Uhrzeiten, Ticketgrößen und Präferenzen. Wer diese Daten klug nutzt, kann Angebot und Nachfrage besser matchen, Lieferwege optimieren und gezielter werben – alles Hebel, um Kosten zu senken und Umsätze zu steigern.


Diversifikation: Das Geschäftsmodell endet nicht zwangsläufig bei Restaurantlieferungen. Lebensmittel, Quick-Commerce, Kooperationen mit Einzelhändlern oder eigene Marken ("Dark Stores", "Cloud Kitchens") können zusätzliche Ertragssäulen bieten – vorausgesetzt, sie werden wirtschaftlich geführt.


Wenn Delivery Hero in diesen Bereichen sichtbare Fortschritte macht, kann das die Short-These Schritt für Schritt untergraben. Dann verwandelt sich eine hohe Shortquote von einem Belastungsfaktor in potenziellen Rückenwind, weil Shortseller ihre Positionen schließen müssen und damit Nachfrage erzeugen.



🧩 Was die Kombination aus Rally und neuen Shorts für Anleger bedeutet


Für Privatanleger ist die aktuelle Konstellation anspruchsvoll. Die Aktie springt deutlich nach oben, gleichzeitig eröffnet ein erfahrener Hedgefonds eine neue Shortposition, während zwei andere ohnehin schon skeptisch positioniert sind. Wie ordnet man das ein?


Zunächst ist wichtig zu verstehen, dass Shortseller keine unfehlbaren Orakel sind. Sie liegen spektakulär richtig – aber ebenso spektakulär falsch. Ihre Engagements zeigen, dass ein Teil des Marktes Risiken höher gewichtet als der Durchschnitt, mehr nicht.


Zweitens sollte die Kursrally von 5,67 % bei 18,46 Euro im Kontext gesehen werden. Nach starken Rückgängen können solche Sprünge auch reine "Erleichterungsrallys" sein, ohne dass sich fundamental bereits alles zum Guten gewendet hat. Dass gleichzeitig neue Shorts eröffnet werden, spricht eher für eine Phase der Neuorientierung als für eine endgültige Trendwende.


Drittens lohnt sich ein Blick auf den eigenen Anlagehorizont. Wer kurzfristig agiert, muss akzeptieren, dass Delivery Hero ein hochvolatiler Tradingwert bleibt, bei dem News, Analystenkommentare und Hedgefondsaktivitäten den Kurs stark bewegen. Wer langfristig denkt, sollte stärker auf Strukturthemen wie Marktposition, Profitabilität und Schuldenentwicklung achten – und Shortdaten als Stimmungsbarometer nutzen, nicht als Entscheidungsersatz.



🎯 Szenarien für die Zukunft der Delivery Hero-Aktie


Wie könnte es in den nächsten Monaten weitergehen? Aus der aktuellen Konstellation ergeben sich mehrere plausible Szenarien.


Szenario 1: Die Shortseller behalten recht

In diesem Bild gelingt es Delivery Hero nicht, die Profitabilität in kritischen Märkten schnell genug zu verbessern. Wachstumsraten flachen ab, Investoren fokussieren sich auf Cashburn und Schulden, regulatorische Themen bleiben belastend. Quartalszahlen enttäuschen immer wieder leicht, Ausblicke bleiben vorsichtig. Shortseller halten ihre Positionen oder bauen sie aus. Die Rally auf 18,46 Euro wird im Nachhinein als Zwischenstopp auf einem längeren Abwärtspfad gesehen.


Szenario 2: Langsame Stabilisierung, Shorts werden vorsichtiger

Hier gelingt dem Management eine sichtbare Ergebniskurve nach oben: Verlustmärkte werden reduziert oder restrukturiert, effiziente Strukturen setzen sich durch, Quick-Commerce wird selektiv weiterentwickelt, statt überall. Die Aktie bleibt volatil, aber die Tiefpunkte werden weniger tief, Zwischenhochs solider. Shortseller beginnen, Positionen defensiver zu managen, reduzieren bei Rückgängen und decken sich bei positiven News schneller ein. Die Shortquote sinkt allmählich.


Szenario 3: Positive Überraschungen und Short-Squeeze-Potenzial

In einem optimistischen Szenario präsentiert Delivery Hero überraschend starke Kennzahlen – etwa durch eine Kombination aus Kostensenkung, stabilen Bestellvolumina und verbesserten Margen. Vielleicht zeigt ein wichtiger Markt früher als erwartet Profitabilität, oder Kooperationen mit Handelspartnern sorgen für zusätzliche Erlöse. Der Markt hatte zu viel Pessimismus eingepreist, die Aktie zieht deutlich an. Shortseller geraten unter Druck, müssen Positionen schließen, wodurch Rückkäufe den Kurs weiter nach oben treiben. Die aktuell gemeldeten 2,29 % Shortquote wären dann nicht mehr Bedrohung, sondern Zündstoff für eine Rally.



🧯 Risiko- und Chancenprofil für Privatanleger


Was heißt das alles konkret für Anleger, die überlegen, bei Delivery Hero einzusteigen, aufzustocken oder auszusteigen?


Das Risikoprofil der Aktie bleibt hoch. Kurzfristige Schwankungen von mehreren Prozentpunkten pro Tag sind nichts Außergewöhnliches. Hedgefondsaktivität, Stimmungswechsel und News können die Richtung schnell drehen. Wer das nicht aushält, sollte die Position klein halten oder ganz auf robustere Titel ausweichen.


Die Chance liegt in der Asymmetrie: Wenn Delivery Hero glaubhaft aufzeigt, dass der Weg zur nachhaltigen Profitabilität klarer wird, kann der Markt bereit sein, das Unternehmen neu zu bewerten. In diesem Fall wären heute aufgebaute Shortpositionen wie die von PDT, D. E. Shaw und der Caisse eher Treibstoff als Blockade – vorausgesetzt, die fundamentale Story kippt in Richtung "weniger Risiko, mehr Berechenbarkeit".


Entscheidend ist daher, nicht nur auf den Kurs und die Shortquote zu schauen, sondern auf die konkreten Fortschritte in den Geschäftsberichten: wie entwickelt sich der operative Cashflow, welche Märkte tragen positiv bei, wie verändern sich Marketingquoten und Lieferkosten, und welche Signale sendet das Management zur Kapitalallokation.



Fazit: Delivery Hero zwischen Short-Angriff und möglichem Comeback


Die Delivery Hero-Aktie ist zurück im Rampenlicht – und dieses Mal spielt die Musik nicht nur auf der Kundenseite, sondern vor allem im Hedgefonds-Orchester. Mit der Eröffnung einer 0,50%igen Shortposition durch PDT Partners, LLC am 11.11.2025, der bestehenden 1,20 %-Wette von D. E. Shaw & Co., L.P. und der 0,59 %-Position der Caisse de dépôt et placement du Québec summiert sich eine gewichtige Skepsis im Hintergrund, während der Kurs gleichzeitig mit 18,46 Euro um 5,67 % steigt.


Diese Kombination aus Rally und frischen Shortwetten zeigt, wie umkämpft Delivery Hero ist. Die Bären setzen darauf, dass strukturelle Probleme im Liefergeschäft, hohe Kosten und Bewertungsrisiken die Aktie erneut unter Druck setzen. Die Bullen hoffen darauf, dass die Plattform die kritische Größe erreicht hat, um endlich nachhaltig profitabel zu werden – und dass ausgerechnet die heute so lauten Shortpositionen morgen den nötigen Treibstoff für einen deutlichen Kursanstieg liefern könnten.


Für Anleger heißt das: Delivery Hero ist kein Wert für den bequemen Buy-and-Hold-Komfort, sondern ein Papier für informierte, risikobewusste Investoren, die die Entwicklung eng verfolgen. Wer sich dieser Herausforderung stellt, sollte Shortdaten, Unternehmenszahlen und Branchenumfeld gleichermaßen im Blick behalten – und sich bewusst machen, dass aus einem Short-Alarm manchmal ein Comeback werden kann, aber eben nicht muss.

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Autor: Redaktion, aktiencheck.de

Veröffentlicht am: 12. November 2025

Disclaimer


Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Investitionen in Aktien unterliegen Risiken, einschließlich des möglichen Verlusts des eingesetzten Kapitals. Die Redaktion übernimmt keine Haftung für etwaige Entscheidungen auf Basis dieses Artikels. (12.11.2025/ac/a/d)







 
 
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Nasdaq OTC Other 22,35 $ +24,24%  15.04.26
Hannover 21,08 € +13,03%  17.04.26
München 21,06 € +12,83%  17.04.26
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Düsseldorf 21,07 € +6,98%  17.04.26
Frankfurt 21,09 € +6,62%  17.04.26
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