LINOS langfristig interessant




23.08.00 00:00
Börsenreport

Die LINOS Photonics AG (WKN 525650) sei im Jahre 1996 gegründet worden, so die Experten vom Börsenreport. Hervorgegangen sei der mittlerweile weltweit führende Anbieter von optischen Technologien (Photonics) aus einem Management Buy Out der Spindler & Hoyer GmbH. Das operative Geschäft würden die beiden Töchter LINOS Photonics und die in diesem Jahr übernommene Rodenstock Präzisionsoptik betreiben.

LINOS entwickele nach Kundenwunsch Module oder komplette Systeme mit höchstem technologischen Standard. Mit den optischen Technologien werde Licht nutzbar gemacht. Aufgrund ihrer Querschnittsfunktion bilde Photonics (= Technologie zur Erzeugung, Verstärkung, Übertragung und Nutzbarmachung von Licht) die Grundlage für Zukunftsmärkte wie Kommunikation, Gesundheit und Biotechnologie, Verkehr und Mobilität sowie die industrielle Fertigung. Der hohe technologische Stand sei mitunter auf die enge Zusammenarbeit mit führenden internationalen Forschungsinstituten zurückzuführen.

Zu den Produkten zählten neben komplexen Kameras, die u.a. in der Biotechnologie in der Wirkstoffforschung ihren Einsatz finden auch optomechanische Meßsysteme. Neben der Eigenentwicklung von Linsen, Prismen oder Objektiven würden zudem Kristalle gezüchtet. Im Bereich Kommunikation werde derzeit daran gearbeitet, Knotenpunkte in optischen Netzwerken zu beschleunigen. Für die Medizintechnik würde beispielsweise ein optisches System entwickelt werden, dass die Diagnose von schwarzem Hautkrebs erleichtere. Zu den Kunden für die entwickelten Objektive zählten Hersteller von digitalen Röntgengeräte. Rodenstock-Objektive seien nahezu in allen Fotolabors zu finden.

Der Vertrieb werde mitunter durch Handelsvertretungen geregelt und erstrecke sich auf fünf Kontinente in 33 Ländern. Der Vertriebsbereich übernehme zudem die Kundenbetreuung und -beratung von der Entwicklung, dem Design, bis zur Prototypen- und Serienfertigung und einem After-Sales-Service. Tochtergesellschaften würden in den USA und Großbritannien unterhalten.

1,245 Mio. der angebotenen Aktien stammten aus einer mit dem Börsengang verbundenen Kapitalerhöhung; der Rest komme aus dem Bestand der Altaktionäre. Geplanter Free Float: rund 29,6 %. Ziel sei es, mit den neuen Geldmitteln den weiteren Ausbau der Marktanteile bzw. die weltweite Technologieführung zu erlangen. Derzeit werde der Ausbau des europäischen Vertriebsnetzes forciert. Geplant sei, das US-Engagement zu erhöhen und die Marktdurchdringung durch den Aufbau lokaler Entwicklungs- und Fertigungskapazitäten zu erreichen. Investitionen sollten zudem in den Bereich Forschung und Entwicklung fließen.

Zeichnungsgewinne sind zu erwarten. LINOS sei auf einem interessanten Zukunftsmarkt tätig. Für den Bereich optische Kommunikation (Lithooptik in der Halbleiterproduktion) würden Experten durchschnittliche Wachstumsraten von 30 bis 50 % pro Jahr erwarten. Im laufenden Geschäftsjahr solle einen Umsatz von 154 Mio. DM erwirtschaftet werden; mit einem DVFA-Ergebnis von 2,4 Mio. DM werde gerechnet. Langfristig gesehen sollte sich die Aktie nicht nur für spekulative orientierte Anleger als interessante Depotbeimischung eignen.








 
 
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