Erweiterte Funktionen
Hagen (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "ExtraChancen" sehen bei der Aktie von LEONI keinen Handlungsbedarf.
Ende Oktober habe Marc Gabriel vom Bankhaus Lampe bereits ein sehr düsteres Bild für das laufende Quartal bei LEONI gezeichnet - und sei jetzt leider bestätigt worden. Angesichts der wegbrechenden Neuwagenverkäufe und der angekündigten Produktionsstopps bei vielen Autoherstellern erwarte der Anbieter von Kabeln und Bordnetzen nun für das laufende Jahr einen Gesamtumsatz von rund 2,9 Mrd. Euro (ursprünglich 3 Mrd. Euro) sowie ein EBIT von circa 95 Mio. Euro (140 Mio. Euro).
Die Analysten würden rätseln, wie lange sich die Nachfrageschwäche auf die Geschäfte auswirken werde. "Es ist schockierend zu sehen, wie sehr sich der wirtschaftliche Rahmen innerhalb kürzester Zeit verschlechtert hat", so Equinet-Analyst Tim Schuldt, der im nächsten Jahr vor allem das erste und zweite Quartal noch schwach erwarte, auch wenn LEONI es schaffen sollte, die Fixkosten relativ schnell zu senken.
Marc-Rene Tonn von M.M.Warburg ("hold") habe seine Prognosen gleich für die nächsten Jahre deutlich reduziert. Der Analyst rechne mit Produktionskürzungen im vierten Quartal, die nicht nur auf eine vorübergehende Schwäche der Nachfrage zurückzuführen seien. Vor diesem Hintergrund habe er das Kursziel von 19 auf 11,75 Euro gesenkt.
Alexander Neuberger von Cheuvreux stelle seine Gewinnprognosen für 2009 auf den Prüfstand. Die Aktie stufe er dennoch zunächst weiter mit "outperform" und Kursziel 25 Euro ein, auch wenn er die Glaubwürdigkeit des Managements durch die erneut gesenkte Prognose beschädigt sehe.
Marc Gabriel vom Bankhaus Lampe halte die Reaktion der Börse für übertrieben. Allerdings habe LEONI mit der zweiten Gewinnrevision innerhalb von drei Wochen das Vertrauen des Kapitalmarkts stark strapaziert. Der Analyst gehe nicht davon aus, dass der Automobilzulieferer 2009 in die Verlustzone rutsche. Er senke das Kursziel allerdings von 12,50 auf 11 Euro und bestätige seine "halten"-Empfehlung.
Auch Dr. Klaus Probst, Vorstandsvorsitzender von LEONI, habe rote Zahlen in den nächsten Jahren ausgeschlossen - selbst für den Fall, dass "die Marktentwicklung noch dramatischer werden sollte". Das erste Halbjahr 2009 werde sicher noch schwach werden, aber prozentual nicht so schwach wie das vierte Quartal. Im zweiten Halbjahr rechne Probst dann schon mit "einer leichten Erholung".
Da die letzten Wochen gezeigt haben, mit welcher Unsicherheit derzeit Prognosen hinsichtlich der Automobilkonjunktur behaftet sind, sehen die Experten von "ExtraChancen" bei dem MDAX-Titel LEONI vorerst keinen Handlungsbedarf, allenfalls sehr spekulative Anleger setzen auf dem aktuellen Kursniveau auf eine Erholung der Aktie. (Analyse vom 10.11.2008) (11.11.2008/ac/a/d)
Ende Oktober habe Marc Gabriel vom Bankhaus Lampe bereits ein sehr düsteres Bild für das laufende Quartal bei LEONI gezeichnet - und sei jetzt leider bestätigt worden. Angesichts der wegbrechenden Neuwagenverkäufe und der angekündigten Produktionsstopps bei vielen Autoherstellern erwarte der Anbieter von Kabeln und Bordnetzen nun für das laufende Jahr einen Gesamtumsatz von rund 2,9 Mrd. Euro (ursprünglich 3 Mrd. Euro) sowie ein EBIT von circa 95 Mio. Euro (140 Mio. Euro).
Die Analysten würden rätseln, wie lange sich die Nachfrageschwäche auf die Geschäfte auswirken werde. "Es ist schockierend zu sehen, wie sehr sich der wirtschaftliche Rahmen innerhalb kürzester Zeit verschlechtert hat", so Equinet-Analyst Tim Schuldt, der im nächsten Jahr vor allem das erste und zweite Quartal noch schwach erwarte, auch wenn LEONI es schaffen sollte, die Fixkosten relativ schnell zu senken.
Alexander Neuberger von Cheuvreux stelle seine Gewinnprognosen für 2009 auf den Prüfstand. Die Aktie stufe er dennoch zunächst weiter mit "outperform" und Kursziel 25 Euro ein, auch wenn er die Glaubwürdigkeit des Managements durch die erneut gesenkte Prognose beschädigt sehe.
Marc Gabriel vom Bankhaus Lampe halte die Reaktion der Börse für übertrieben. Allerdings habe LEONI mit der zweiten Gewinnrevision innerhalb von drei Wochen das Vertrauen des Kapitalmarkts stark strapaziert. Der Analyst gehe nicht davon aus, dass der Automobilzulieferer 2009 in die Verlustzone rutsche. Er senke das Kursziel allerdings von 12,50 auf 11 Euro und bestätige seine "halten"-Empfehlung.
Auch Dr. Klaus Probst, Vorstandsvorsitzender von LEONI, habe rote Zahlen in den nächsten Jahren ausgeschlossen - selbst für den Fall, dass "die Marktentwicklung noch dramatischer werden sollte". Das erste Halbjahr 2009 werde sicher noch schwach werden, aber prozentual nicht so schwach wie das vierte Quartal. Im zweiten Halbjahr rechne Probst dann schon mit "einer leichten Erholung".
Da die letzten Wochen gezeigt haben, mit welcher Unsicherheit derzeit Prognosen hinsichtlich der Automobilkonjunktur behaftet sind, sehen die Experten von "ExtraChancen" bei dem MDAX-Titel LEONI vorerst keinen Handlungsbedarf, allenfalls sehr spekulative Anleger setzen auf dem aktuellen Kursniveau auf eine Erholung der Aktie. (Analyse vom 10.11.2008) (11.11.2008/ac/a/d)
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
= Realtime
|
Meistgelesene Artikel
Aktuelle Diskussionen
| Antw. | Thema | Zeit |
| 6008 | LEONI.... von der Drahtwerksta. | 24.11.24 |
| 426 | Leoni - hingeschaut | 21.07.23 |
| 2 | Leerverkäufe | 13.12.18 |
| 530 | Automobilzulieferer | 05.02.18 |
| US/SA Kartellklagen | 09.03.17 |








