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London (www.aktiencheck.de) - Das Währungspaar AUD (Australischer Dollar)/JPY ist ein gutes Beispiel für einen Carry Trade am Devisenmarkt, da die Zinsdifferenz der beiden Währungsräume momentan noch relativ groß ist, so Oliver Bossmann, Analyst bei ETX Capital.
Der Notenbankzinssatz in Australien stehe bei 3,75 Prozent und der in Japan bei 0,10 Prozent. Damit liege die Zinsdifferenz bei 3,65 Prozent. Für einen Devisentrader, der sich auf mittlere Sicht, also mehrere Tage bis Wochen, in einer Währung gegenüber einer anderen Währung positionieren möchte, könnten die Zinsdifferenzen neben dem Kursverlauf entweder willkommene Erträge oder eben kalkulierte Verluste bedeuten. Dies spräche momentan für den AUD gegenüber dem JPY.
Schaue man sich nun den Tageschart des Währungspaares AUD/JPY an, dann sehe man, dass der Devisenkurs in den letzten Wochen einen sehr steilen Abwärtstrend ausgebildet habe. Dies könnte vor allem mit der jüngst schlechter werdenden Stimmung an den Finanzmärkten zu tun haben. Anzeichen einer Verlangsamung des Weltwirtschaftswachstums und die Euroschuldenkrise würden die Risikoaversion der Anleger steigen lassen. Gerade das Währungspaar AUD/JPY reagiere sehr sensibel in seinem Kursverlauf auf eine Veränderung der Risikoneigung internationaler Investoren, die die sehr günstigen JPY-Kredite aus risikoreichen Anlageklassen abziehen würden.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) habe auf die makroökonomischen Risiken für die eigene Wirtschaft präventiv reagiert, indem sie die Zinssätze im letzten halben Jahr um einen Prozentpunkt gesenkt habe. Der Overnight Index Swap der Credit Suisse, der die Erwartungen der Anleger in Bezug auf die Notenbankpolitik der RBA auf Sicht der nächsten zwölf Monate zusammenfasse, indiziere einen weitergehenden Zinssenkungszyklus um etwa 1,25 Prozent. Dies sollte aber schon in den Kursen des Devisenpaares eskomptiert sein. Die Bank of Japan (BoJ) habe diesen Spielraum ganz einfach nicht und könne deshalb von der Zinsseite her nicht reagieren.
Aus charttechnischer Sicht befinde sich der Kurs des AUD/JPY seit der Finanzkrise 2007/2008 in einem breit angelegten Seitwärtskanal, dessen obere Begrenzung bei 90 JPY verlaufe, während die untere Begrenzung in etwa bei 72 JPY verlaufe. Die jüngsten Kursverluste hätten neue lokale Tiefstkurse bei der Marke von 77 JPY produziert und die Frage, die sich aus charttechnischer Sicht nun stelle, sei: Wann gebe es die nächste stärkere Korrektur nach oben? Der RSI zeige an, dass sich der Kurs des AUD/JPY in einer stark überverkauften Situation befinde. Aus Sicht eines Traders könnte man auf einen stärkeren Rebound setzen, der dass Währungspaar wieder zurückführe bis zur Marke von 80 JPY.
Um aber nicht, vor dem Hintergrund neuer lokaler Tiefstkurse des AUD/JPY und der vorherrschenden Dynamik nach unten, auf dem falsche Fuß erwischt zu werden, könnte man hier mit engen Stopps oder mit "Stopp-Buy"-Aufträgen arbeiten. Ein mögliches Stopp-Niveau könnte der Bereich um die Kursmarke von 75,50 JPY sein. (24.05.2012/ac/a/m)
Der Notenbankzinssatz in Australien stehe bei 3,75 Prozent und der in Japan bei 0,10 Prozent. Damit liege die Zinsdifferenz bei 3,65 Prozent. Für einen Devisentrader, der sich auf mittlere Sicht, also mehrere Tage bis Wochen, in einer Währung gegenüber einer anderen Währung positionieren möchte, könnten die Zinsdifferenzen neben dem Kursverlauf entweder willkommene Erträge oder eben kalkulierte Verluste bedeuten. Dies spräche momentan für den AUD gegenüber dem JPY.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) habe auf die makroökonomischen Risiken für die eigene Wirtschaft präventiv reagiert, indem sie die Zinssätze im letzten halben Jahr um einen Prozentpunkt gesenkt habe. Der Overnight Index Swap der Credit Suisse, der die Erwartungen der Anleger in Bezug auf die Notenbankpolitik der RBA auf Sicht der nächsten zwölf Monate zusammenfasse, indiziere einen weitergehenden Zinssenkungszyklus um etwa 1,25 Prozent. Dies sollte aber schon in den Kursen des Devisenpaares eskomptiert sein. Die Bank of Japan (BoJ) habe diesen Spielraum ganz einfach nicht und könne deshalb von der Zinsseite her nicht reagieren.
Aus charttechnischer Sicht befinde sich der Kurs des AUD/JPY seit der Finanzkrise 2007/2008 in einem breit angelegten Seitwärtskanal, dessen obere Begrenzung bei 90 JPY verlaufe, während die untere Begrenzung in etwa bei 72 JPY verlaufe. Die jüngsten Kursverluste hätten neue lokale Tiefstkurse bei der Marke von 77 JPY produziert und die Frage, die sich aus charttechnischer Sicht nun stelle, sei: Wann gebe es die nächste stärkere Korrektur nach oben? Der RSI zeige an, dass sich der Kurs des AUD/JPY in einer stark überverkauften Situation befinde. Aus Sicht eines Traders könnte man auf einen stärkeren Rebound setzen, der dass Währungspaar wieder zurückführe bis zur Marke von 80 JPY.
Um aber nicht, vor dem Hintergrund neuer lokaler Tiefstkurse des AUD/JPY und der vorherrschenden Dynamik nach unten, auf dem falsche Fuß erwischt zu werden, könnte man hier mit engen Stopps oder mit "Stopp-Buy"-Aufträgen arbeiten. Ein mögliches Stopp-Niveau könnte der Bereich um die Kursmarke von 75,50 JPY sein. (24.05.2012/ac/a/m)








