Kamps neutral




20.07.01 09:04
GBC-Research

Die Analysten von GBC-Research stufen die Aktien von Kamps (WKN 628060) auf neutral herunter.

Die im vorgelegten Halbjahresbericht von Kamps publizierten Ergebnisse zum Geschäftsverlauf des ersten Halbjahres hätten die Erwartungen der Experten und die Erwartungen des Marktes deutlich enttäuscht. Insbesondere der veröffentlichte Ausblick für das Gesamtjahr 2001 liege stark unter unseren Erwartungen und den bisherigen Prognosen des Managements. Der Umsatz (netto) habe zwar durch die Konsolidierung der Akquisition von Harry´s in Frankreich um 21% auf 842,4 Mio. Euro gesteigert werden können, das Ergebnis sei allerdings deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Erreicht worden sei nur ein EBITA von 50,2 Mio. Euro, was einer EBITA-Marge von 6 Prozent, also einem Rückgang der Profitabilität gegenüber dem Vorjahreshalbjahr um ca. 1,6 Prozent und gegenüber dem Gesamtjahr um 0,9 Prozent entsprochen habe. Das operative Ergebnis sei somit sogar unter dem Vorjahreswert geblieben. Prognostiziert worden sei vom Unternehmen jedoch stets eine Steigerung der Profitabilität durch Hebung von Synergieeffekten. Dies sei bisher nicht gelungen, im Gegenteil, die operative Marge habe sich sogar stark verschlechtert.

Zwangsläufig sei nun die Ergebnisschätzung für das Gesamtjahr vom Management deutlich reduziert worden. Das EBITA solle nur noch bei 110 Mio. Euro liegen und das EBIT-Ziel sei gar um 30% auf 90 Mio. Euro (bisher geplant 130 Mio.) reduziert worden. Mit dem vorgelegten Halbjahresbericht habe Kamps durch das erneute Verfehlen der eigenen Prognosen und den Erwartungen des Marktes einen großen Vertrauensverlust erlitten. Bevor der Großbäcker das Vertrauen der Anleger wiedergewinnen könne, müssten die operativen Ziele zunächst einmal erreicht werden.

In dem Discounted Cashflow Modell der Experten antizipiere man keine Margensteigerung mehr für das Unternehmen, da das Momentum der Margenentwicklung eher abwärts als nach oben weise. Auch die von erwartete mittelfristige Wachstumsperspektive habe man deutlich gegenüber den bisherigen Einschätzung gesenkt. Der größte Hebel für den Unternehmenswert bei Kamps liege eindeutig in der erzielten operativen Marge. Gelinge es dem Unternehmen zumindest die aktuelle Marge zu erhalten, so stelle sich die Aktie als fair bewertet dar. Sollten die Synergieeffekte weiterhin nicht gehoben werden und die Marge sich dem Trend entsprechend weiter abwärts entwickeln seien noch tiefere Kurse nicht auszuschließen.

Die Wertpapierexperten von GBC-Research stufen die Aktie des Kampskonzerns deshalb zunächst auf neutral zurück.








 
 
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