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München (aktiencheck.de AG) - Japans Konjunktur hatte zweifellos schon bessere Phasen, so die Analysten der HypoVereinsbank.
Abgesehen von einer soliden Industrieproduktion und einem boomenden Bausektor seien alle anderen maßgeblichen Wirtschaftsdatenveröffentlichungen schlichtweg enttäuschend gewesen. Dies habe die Einzelhandelsumsätze ebenso wie das Verbrauchervertrauen oder den Einkaufsmanagerindex betroffen. Die Verbraucherpreise würden nach wie vor im leicht deflatorischen Terrain verharren. Das japanische Kabinett habe seine Wachstumsprognosen für das laufende Fiskaljahr leicht nach oben korrigiert (von 2,0% auf 2,1% real), aber gleichzeitig die Inflationserwartungen von +0,2% auf 0,0% zurückgenommen (BIP-Deflator).
Dennoch werde die Bank of Japan an ihrem Kurs der graduellen geldpolitischen Normalisierung festhalten. Es bedürfe dabei keiner besonderen Vorbereitung der Märkte, da Gouverneur Fukui schon mehrmals angekündigt habe, diesen Prozess auch im Falle noch nicht existenter Inflation fortzusetzen. Der nächste Schritt könnte daher schon am 23. August erfolgen. Ein weiterer dürfte in Q1 2008 anstehen.
Aufgrund der globalen Risikoaversion an den Finanzmärkten und des daraus entstandenen extremen Zuspruchs für Staatsanleihen seien auch die japanischen Bondrenditen bei deutlicher Kurvenverflachung unter Druck geraten. Da die Analysten ihre längerfristigen Prognosen jedoch nicht an Risikoszenarien, sondern an den antizipierten Konjunkturverlauf und die Geldpolitik ausrichten würden, würden sie über den 12M-Horizont wieder mit einem deutlichen Anstieg der gesamten Swapkurve rechnen. Die Swapsätze im 5-10-Jahressegment sollten zwischen 2% und 2,5% liegen.
Mit Einsetzen der globalen Risikoaversion an den Finanzmärkten seien auch die hochspekulativen Carry Trade-Paritäten unter Druck geraten. Demzufolge habe auch EUR/JPY sein hohes Niveau um 168 nicht halten können und sei teilweise bis 160 abgesackt. Wenngleich eine Wiederkehr des Risikoappetits nicht auszuschließen sei, dürfte EUR/JPY nur schwerlich die ursprünglichen Höchstkurse erreichen oder gar übertreffen.
Angesichts des auch weiterhin günstigen Zinsvorteils wirke eine JPY-Finanzierung über die mittlere Laufzeit sehr verlockend. Aber aufgrund des längerfristig erheblichen Korrekturpotenzials beim JPY würden die Analysten der HypoVereinsbank von Engagements weiterhin dringend abraten. Gerade die Kursbewegungen der vergangenen Wochen sollten die Risiken einer JPY-Finanzierung nachdrücklich unter Beweis gestellt haben. (16.08.2007/ac/a/m)
Abgesehen von einer soliden Industrieproduktion und einem boomenden Bausektor seien alle anderen maßgeblichen Wirtschaftsdatenveröffentlichungen schlichtweg enttäuschend gewesen. Dies habe die Einzelhandelsumsätze ebenso wie das Verbrauchervertrauen oder den Einkaufsmanagerindex betroffen. Die Verbraucherpreise würden nach wie vor im leicht deflatorischen Terrain verharren. Das japanische Kabinett habe seine Wachstumsprognosen für das laufende Fiskaljahr leicht nach oben korrigiert (von 2,0% auf 2,1% real), aber gleichzeitig die Inflationserwartungen von +0,2% auf 0,0% zurückgenommen (BIP-Deflator).
Aufgrund der globalen Risikoaversion an den Finanzmärkten und des daraus entstandenen extremen Zuspruchs für Staatsanleihen seien auch die japanischen Bondrenditen bei deutlicher Kurvenverflachung unter Druck geraten. Da die Analysten ihre längerfristigen Prognosen jedoch nicht an Risikoszenarien, sondern an den antizipierten Konjunkturverlauf und die Geldpolitik ausrichten würden, würden sie über den 12M-Horizont wieder mit einem deutlichen Anstieg der gesamten Swapkurve rechnen. Die Swapsätze im 5-10-Jahressegment sollten zwischen 2% und 2,5% liegen.
Mit Einsetzen der globalen Risikoaversion an den Finanzmärkten seien auch die hochspekulativen Carry Trade-Paritäten unter Druck geraten. Demzufolge habe auch EUR/JPY sein hohes Niveau um 168 nicht halten können und sei teilweise bis 160 abgesackt. Wenngleich eine Wiederkehr des Risikoappetits nicht auszuschließen sei, dürfte EUR/JPY nur schwerlich die ursprünglichen Höchstkurse erreichen oder gar übertreffen.
Angesichts des auch weiterhin günstigen Zinsvorteils wirke eine JPY-Finanzierung über die mittlere Laufzeit sehr verlockend. Aber aufgrund des längerfristig erheblichen Korrekturpotenzials beim JPY würden die Analysten der HypoVereinsbank von Engagements weiterhin dringend abraten. Gerade die Kursbewegungen der vergangenen Wochen sollten die Risiken einer JPY-Finanzierung nachdrücklich unter Beweis gestellt haben. (16.08.2007/ac/a/m)








