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München (aktiencheck.de AG) - Für all jene, die schon befürchtet hatten, die US-Subprime-Krise hätte bereits jetzt negative Auswirkungen auf das Konsumverhalten, boten die gestern veröffentlichten Juli-Einzelhandelsumsätze eine positive Überraschung, so die Analysten der HypoVereinsbank.
Die Gesamtrate habe mit 0,3% leicht über der Konsensschätzung gelegen und das Ergebnis ex. Autos genau den Erwartungen entsprochen. Zudem seien die Mai-Zahlen aufwärts revidiert worden. Die insgesamt erfreulichen Daten hätten zur Unterstützung des US-Dollars beigetragen. Der treibende Effekt hinter dieser Entwicklung sei allerdings die Fortsetzung der Risikoaversion gewesen, reflektiert durch den weiteren Abbau von Longpositionen in den Hochzinswährungen.
Heute früh habe Neuseeland sehr schwache Einzelhandelsumsätze veröffentlicht, wodurch der ohnehin stark angebriefte NZD (Neuseeländischer Dollar) noch stärker unter Druck geraten sei. Obwohl die Zentralbanken gestern eine dritte Runde konzertierter Liquiditätsbereitstellung durchgeführt hätten und sich an den Aktenmärkten vorübergehend sogar vorsichtiger Optimismus breitgemacht habe, seien die FX-Märkte, welche normalerweise sofort mit einer Wiederaufnahme ihrer Carry-Trade-Aktivitäten reagieren würden, nicht zu ihrem gewohnten Muster zurückgekehrt. Sie hätten ihre skeptische Grundhaltung aufrechterhalten.
Die Analysten würden sich die Frage stellen, ob die Investoren aus den bitteren Erfahrungen insbesondere der letzten Woche ihre Lehren gezogen hätten. Ganz sicher könne man nie sein, aber es sehe ganz so aus. Angesichts der nach wie vor sehr fragilen internationalen Finanzmärkte wäre eine frühzeitige Risikobereitschaft nicht nur tollkühn, sondern unbegreiflich. In Zeiten, in denen längst nicht mehr die Frage nach der Dauer der Subprime-Krise im Vordergrund stehe, sondern man gespannt darauf warte, welches als nächstes Finanzinstitut in den Strudel der breit gefächerten Kreditrisiken hineingezogen werde, würden die Analysten davon ausgehen, dass bei den FX-Märkten nun sogar die Neigung zum weiteren Abbau von Risikopositionen stärker ausgeprägt sei. Das sei nach Einschätzung der Analysten auch die richtige Verhaltensweise.
Angesichts extrem hoher Optionsvolatilitäten bei Aktien und Währungen und konträr verlaufenden Geldmärkten, ausgedrückt in eingepreisten FED-Zinssenkungen und zurückgeschraubten EZB-Zinsanhebungserwartungen einerseits, sowie aktuellen Geldmarktsätzen weit über Leitzinsniveau andererseits, könnten neue Erschütterungen an den Finanzmärkten nicht ausgeschlossen werden. Kurzfristig würden die Analysten das Risiko weiterer Korrekturen in NZD/JPY mit entsprechenden Spill-Over-Effekten bei EUR/JPY sehen. Kurse unter 160 seien daher sogar sehr kurzfristig möglich. Damit sollte auch EUR/CHF weiteres Abwärtspotenzial entwickeln.
Die einzig vorhandene Risikobereitschaft der FX-Märkte komme derzeit in einer schwächeren SEK (Schwedische Krone) zum Ausdruck. Allerdings würden die Analysten diese Nische für zu eng halten, um sämtliche Korrekturen der Carry-Trade-Funding-Währungen absorbieren zu können. Über kurz oder lang werde sich das Kursniveau bei EUR/SEK ebenfalls wieder sehr deutlich reduzieren.
Wie die Analysten bereits des Öfteren dargestellt hätten, profitiere auch der US-Dollar vom Positionsabbau in den Hochzinswährungen. Insofern sei ein Teil der Kurseinbußen bei EUR/USD durchaus nachvollziehbar. Wenn die Analysten allerdings berücksichtigen würden, dass gegenwärtig nicht wenige Marktteilnehmer sogar von unveränderten EZB-Zinsen bis Ende des Jahres ausgehen würden, würden sie ein erhebliches Korrekturrisiko sehen, zumal diese Erwartungshaltung selbst von den pessimistischen Geldmärkten nicht geteilt werde. Außerdem stünden morgen und übermorgen wichtige US-Immobilienmarktdaten bevor, die das EUR/USD-Bild ebenfalls wieder kippen könnten. (14.08.2007/ac/a/m)
Die Gesamtrate habe mit 0,3% leicht über der Konsensschätzung gelegen und das Ergebnis ex. Autos genau den Erwartungen entsprochen. Zudem seien die Mai-Zahlen aufwärts revidiert worden. Die insgesamt erfreulichen Daten hätten zur Unterstützung des US-Dollars beigetragen. Der treibende Effekt hinter dieser Entwicklung sei allerdings die Fortsetzung der Risikoaversion gewesen, reflektiert durch den weiteren Abbau von Longpositionen in den Hochzinswährungen.
Heute früh habe Neuseeland sehr schwache Einzelhandelsumsätze veröffentlicht, wodurch der ohnehin stark angebriefte NZD (Neuseeländischer Dollar) noch stärker unter Druck geraten sei. Obwohl die Zentralbanken gestern eine dritte Runde konzertierter Liquiditätsbereitstellung durchgeführt hätten und sich an den Aktenmärkten vorübergehend sogar vorsichtiger Optimismus breitgemacht habe, seien die FX-Märkte, welche normalerweise sofort mit einer Wiederaufnahme ihrer Carry-Trade-Aktivitäten reagieren würden, nicht zu ihrem gewohnten Muster zurückgekehrt. Sie hätten ihre skeptische Grundhaltung aufrechterhalten.
Angesichts extrem hoher Optionsvolatilitäten bei Aktien und Währungen und konträr verlaufenden Geldmärkten, ausgedrückt in eingepreisten FED-Zinssenkungen und zurückgeschraubten EZB-Zinsanhebungserwartungen einerseits, sowie aktuellen Geldmarktsätzen weit über Leitzinsniveau andererseits, könnten neue Erschütterungen an den Finanzmärkten nicht ausgeschlossen werden. Kurzfristig würden die Analysten das Risiko weiterer Korrekturen in NZD/JPY mit entsprechenden Spill-Over-Effekten bei EUR/JPY sehen. Kurse unter 160 seien daher sogar sehr kurzfristig möglich. Damit sollte auch EUR/CHF weiteres Abwärtspotenzial entwickeln.
Die einzig vorhandene Risikobereitschaft der FX-Märkte komme derzeit in einer schwächeren SEK (Schwedische Krone) zum Ausdruck. Allerdings würden die Analysten diese Nische für zu eng halten, um sämtliche Korrekturen der Carry-Trade-Funding-Währungen absorbieren zu können. Über kurz oder lang werde sich das Kursniveau bei EUR/SEK ebenfalls wieder sehr deutlich reduzieren.
Wie die Analysten bereits des Öfteren dargestellt hätten, profitiere auch der US-Dollar vom Positionsabbau in den Hochzinswährungen. Insofern sei ein Teil der Kurseinbußen bei EUR/USD durchaus nachvollziehbar. Wenn die Analysten allerdings berücksichtigen würden, dass gegenwärtig nicht wenige Marktteilnehmer sogar von unveränderten EZB-Zinsen bis Ende des Jahres ausgehen würden, würden sie ein erhebliches Korrekturrisiko sehen, zumal diese Erwartungshaltung selbst von den pessimistischen Geldmärkten nicht geteilt werde. Außerdem stünden morgen und übermorgen wichtige US-Immobilienmarktdaten bevor, die das EUR/USD-Bild ebenfalls wieder kippen könnten. (14.08.2007/ac/a/m)










