Intelligentias kaufen




02.04.07 11:26
MIDAS Research

Mannheim (aktiencheck.de AG) - Peter Klostermeyer, Analyst von MIDAS Research, bewertet die Aktie von Intelligentias (ISIN US4581681016 / WKN A0MJX6) in seiner Ersteinschätzung mit "kaufen".

Intelligentias, Inc. sei eine ursprünglich vor allem italienische Gesellschaft, die derzeit in den USA, aber auch in Europa mit Datenspeicher- und Screeninglösungen für die Telekom- und Internetbranche stark expandiere. Motor des bemerkenswerten Wachstums seien neue, bereits beschlossene oder in der Beschlussphase befindliche Gesetze, die von Telefongesellschaften und Internetdienstanbietern das Erfassen der Verbindungsdaten verlangen würden. Selbst das Erfassen der von den Usern aufgesuchten Internetseiten werde zukünftig aus Sicherheitsgründen verlangt werden.

Was dem einen als Horrorszenario á la "Big Brother" vorkomme, bedeute nach Erachten der Analysten für den intelligenten Investor hohe Kurschancen. Denn ein neuer großer Wachstumsmarkt tue sich dank entsprechender gesetzlicher Vorschriften auf und "First Mover" wie Intelligentias könnten ganz losgelöst von der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung ein profitables Wachstum über Jahre hinweg genießen. Globale Krisen und die Angst vor Terror könnten hier sogar noch beschleunigend wirken, während "normale" Aktien von diesen Gefahren regelmäßig in Mitleidenschaft gezogen würden.

Unternehmen mit weitestgehend ungestörtem, profitablem Wachstum belohne die Börse auch heute noch mit hohen Kursgewinnen. So würden etliche Spezialisten aus dem Bereich Sicherheitssoftware für das Internet historische Kurs/Gewinn-Verhältnisse von deutlich über 100 aufweisen. So ambitioniert möchten die Analysten von MIDAS Research bei Intelligentias jetzt aber noch nicht vorgehen und würden lediglich unterstellen, dass die gegenwärtige Umsatzwachstumsrate von gut 200 Prozent vom Börsenkurs nachvollzogen werde.

Das Kerngeschäft von Intelligentias sei vergleichbar dem einer Suchmaschine, jedoch optimiert für die Telekom- und Internetbranche. Intelligentias-Sicherheitssoftware mache es möglich, riesige Mengen an Verbindungsdaten zu speichern und dem potenziellen Nutzer, insbesondere staatlichen Behörden, in kürzester Zeit gerichtsverwertbar zur Verfügung zu stellen.

Der Hintergrund für Intelligentias-Produkte sei die zunehmende Gefährdung durch kriminelle und terroristische Aktivitäten mittels Telekommunikation und Internet. Bereits die Bombenanschläge in Madrid 2004 hätten gezeigt, dass dort die Telekommunikation (Mobiltelefone) der Schlüsselfaktor gewesen sei, die vermutlich Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Die Gefahr dürfte weiter zunehmen, da sich Internet und Telekommunikation immer mehr zu einem integralen Bestandteil des alltäglichen Lebens entwickeln würden und speziell international und autonom agierende Terrorzellen auf eine effiziente Kommunikation angewiesen seien.

Der Gesetzgeber trage diesem Umstand zunehmend Rechnung. So sei am 3. Mai 2006 eine EU-Richtlinie zur so genannten Vorratsdatenspeicherung in Kraft getreten. Demnach würden die Mitgliedsstaaten der EU verpflichtet, die Richtlinie bis zum 15.09.2007 (für Internet Service Provider könne diese Frist bis zum 15.03.2009 verlängert werden; Deutschland habe hiervon Gebrauch gemacht) in nationales Recht umzusetzen.

An dieser Richtlinie gab und gibt es erhebliche politische Kritik, gleichwohl werden in Zukunft Telekommunikationsunternehmen und Internet Service Provider gezwungen sein, inhalts- und standortbezogene Daten für sechs Monate bis zu zwei Jahren zu speichern, so die Analysten MIDAS Research. Kommunikationsinhalte unterlägen dagegen nicht der Speicherung.

Stelle die Speicherung dieser Daten schon ein erhebliches Problem dar, so müsse vor allem gewährleistet werden, dass sie schnell verfügbar seien und ihre Erhebung einer gerichtlichen Nachprüfung standhalte. Intelligentias-Produkte würden diese Anforderungen bereits jetzt erfüllen, wie die installierten Referenzlösungen belegen würden.

Entsprechend verfüge das Unternehmen über einen Wettbewerbsvorsprung gegenüber potenziellen Konkurrenten, den man auf komfortable zwei bis drei Jahre Entwicklungsarbeit veranschlage. Damit bestünden für die weitere Konkurrenz erhebliche Markteintrittsbarrieren. Auch preislich halte man das Unternehmen für extrem wettbewerbsfähig und schätze, dass Intelligentias seine Lösung um 1/3 günstiger als der Hauptwettbewerber (Hewlett Packard) anbieten könne.

Entsprechend stufen die Analysten von MIDAS Research die Intelligentias-Aktie als unbedingt kaufenswert mit einem Kursziel auf 12-Monatssicht von EUR 2,60 ein. (02.04.2007/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.








 
 
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