IPC "strong buy"




30.10.00 00:00
Suntrade

Die im Jahre 1992 gegründete und in Niederaichbach bei Landshut ansässige IPC Archtec (WKN 525280) zählt zu den führenden deutschen Full-Service-Vermarktern von Produkten aus dem Bereich Multimedia und der Konsumelektronik, wie z.B. Notebooks, PCs, Monitore, Set-Top-Boxen und Consumer Electronics, berichten die Analysten von Suntrade.

Dabei fungiere das Unternehmen als unverzichtbares Bindeglied zwischen den Herstellern und dem Handel. IPC Archtec kaufe Geräte in großen Mengen ein und gebe sie dann an die Handelsunternehmen weiter. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit sei die Konzeptionierung und Realisierung von Verkaufsaktionen für Lebensmitteldiscounter, Warenhäuser und Computer-Fachmarktketten im margenstarken Non-Food-Bereich. So würden den Hard- und Softwareanbietern wie IBM, AMD, Intel, Samsung, Seagate, Lotus und Microsoft neue Vertriebswege eröffnet.

Am Stammsitz unterhalte man eine eigene Endmontage, mit der sich individuelle Kundenwünsche realisieren lassen würden. IPC Archtec unterstütze mit seinem Geschäftskonzept den sich zunehmend verstärkenden Non-Food-Trend im Lebensmittelhandel. Verkaufsaktionen im Non-Food-Bereich seien nicht nur dazu geeignet, die Kundenfrequenz signifikant zu erhöhen, sondern auch die ansonsten extrem niedrigen Margen in diesem Segment aufzubessern.

Im kommenden Quartal setze das Niederaichbacher Unternehmen seinen Fokus auf die Set-Top-Boxen, die den Internet-Zugang über das Fernsehen möglich machen sollen. Hierzu habe man Ende Juni mit dem Provider Gigabell, der ebenfalls am Neuen Markt notiere, einen Kooperationsvertrag abgeschlossen. Dieser sehe vor, dass IPC Archtec im Lebensmitteleinzelhandel eine TVinternetBOX anbiete, für die Gigabell den Internet- Zugang bereitstellen solle. Neben den Verkaufserlösen würde IPC für die freigeschalteten Boxen sowohl Einmalprovisionen als auch laufende Provisionen für die Nutzungsdauer im Internet erhalten.

Über drei große Lebensmittelketten solle das neue Produkt vertrieben werden. Als dann vor kurzem bekannt geworden sei, dass Gigabell einen Insolvenzantrag gestellt habe, sei auch der Kurs von IPC Archtec unter Druck geraten, da man aufgrund einer eventuellen Zahlungsunfähigkeit von Gigabell ein Verzögern des Projektes und einen finanziellen Schaden befürchtet habe. Aber zu unrecht, denn auch hier habe der Marketing-Dienstleister vorgesorgt: Sollte der Frankfurter Multi-Service-Provider den Vertrag nicht erfüllen können, werde AOL als Zugangsprovider einspringen. Zudem würde bei einer Zahlungsunfähigkeit von Gigabell der finanzielle Schaden gerade einmal 16.000 DM betragen.

Neben den genannten Kernprodukten würden die Bayern zudem künftig verstärkt Digitalkameras, DVD-Laufwerke, CD-Brenner, Navigationssysteme und MP3-Player unters Volk bringen wollen. Für dieses Jahr seien 144 Verkaufsaktionen geplant, während es letztes Jahr noch 97 und 1998 gar 47 gewesen seien. Man beabsichtige diese Zahl bis zum Jahr 2002 auf 330 zu steigern, was einer jährlichen Steigerungsrate von mehr als 50 Prozent entspreche.

Einen erheblichen Anteil werde das zunehmende Auslandsgeschäft beitragen, was zu einer Risikodiversifizierung in der Kundenstruktur führen werde. IPC Archtec verfüge über einen Kundenstamm von derzeit mehr als 4.000 Kunden, mit denen durchschnittlich mehr als zwei Werbeaktionen durchgeführt würden. Zu den Referenzkunden würden u.a. Karstadt-Quelle, Kaufhof, Metro, Real, ReWe, Norma, Pro-Markt und Conrad gehören. Allein dieses Jahr hätten u.a. Quelle, Wal-Mart, Kingfisher und Staples als Neukunden gewonnen werden können.

Dabei würden die fünf größten Kunden etwa 40 Prozent des Umsatzes ausmachen. Bis zum Jahr 2002 solle dieser Anteil aufgrund der Gewinnung von weiteren zahlreichen Kunden auf unter 30 Prozent fallen. Dies würde eine geringere Abhängigkeit von den Großkunden bedeuten, was als sehr positiv angesehen werde. In den letzten Wochen und Monaten habe IPC Archtec seine Expansionsstrategie überzeugend umsetzen können. Dass der Aufwärtstrend beim Marketing-Dienstleister weiter anhalte, werde dadurch deutlich, dass man im September einen Rekordumsatz von mehr als 55 Millionen DM und den höchsten Auftragseingang der Firmengeschichte in Höhe von über 40 Millionen DM habe erzielen können.

Einen besonderen Coup habe IPC mit der Deutschen Telekom abschließen können. IPC Archtec habe einen Großauftrag über die Lieferung von 3.000 kompletten Computersystemen, die für das Projekt „Schulen ans Netz“ benötigt würden erhalten. Der Auftrag habe ein Volumen von 3,7 Millionen DM und enthalte eine Kaufoption über 19.000 weitere Rechner. Ein weiterer Meilenstein sei ein Kooperationsvertrag mit dem US-Betreiber von Office-Stores Staples für den britischen Markt gewesen, durch den die zunehmende Internationalisierung noch weiter beschleunigt werden könne.

Das stetige und kräftige Geschäftswachstum werde in den letzten Geschäftszahlen des ersten Halbjahres deutlich. So sei der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 72,4 % auf 128,3 Mio. Euro gestiegen. Der Gesamtumsatz für das laufende Jahr solle sich auf etwa 337 Mio. Euro belaufen. In den nächsten Jahren rechne man mit einer Steigerung auf 607 Mio. Euro in 2001 und sogar auf 911 Mio. Euro in 2002. Das Vorsteuerergebnis habe um über 75 % auf 6,03 Mio. Euro zugelegt. Der Gewinn solle sich auf Jahresbasis auf 16,1 Mio. Euro verdoppeln und in den darauffolgenden Jahren auf 30,4 Mio. Euro (2001) und 45,9 Mio. Euro (2002) erhöhen. Für das erste Halbjahr habe sich damit ein Ergebnis je Aktie von 0,84 Euro ergeben. Für die Jahre 2000 und 2001 rechne man mit einem Ergebnis je Aktie von 1,68 und 3 Euro. Daraus ergebe sich ein KGV auf 2001er Basis von etwa 24. Im Vergleich dazu habe der Konkurrent Medion immerhin ein KGV von 50.

Die Geschäftszahlen vom 3. Quartal würden am 18. November bekannt gegeben. Man erwarte auch hier sehr positive Geschäftszahlen, die sogar über den Erwartungen ausfallen sollten. Die Analysten würden IPC Archtec für einen der derzeit interessantesten Werte am Neuen Markt erachten, da das Unternehmen schon profitabel arbeite und zudem über gute Wachstumsaussichten verfüge. Sollte das Unternehmen seine bisher überzeugende internationale Expansionsstrategie weiter so konsequent fortsetzen, so könnten sich die Analysten vorstellen, das IPC bald dem Konkurrenten Medion die Marktführerschaft im europäischen Marketing- und Dienstleistungsmarkt streitig mache.

Bei IPC Archtec würden die Stärken und Chancen überwiegen, so dass die Aktie dringend zum Kauf empfohlen werde. Vor allem die ungerechtfertigt hohe Unterbewertung im Vergleich zum direkten Konkurrenten Medion lasse noch viel Kurspotential zu, so dass auf kurzfristige Sicht Kurse im Bereich von 100 Euro und auf Sicht von 6 Monaten Kurse von über 150 Euro möglich seien.








 
 
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