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Holpriger Jahresstart für den US-Konsum




29.01.13 09:02
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Die Stimmung bei den US-Konsumenten hat sich im Jahrsverlauf 2012 deutlich aufgehellt, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

So habe die Erhebung des Conference Board im Oktober mit 73,1 Punkten auf den höchsten Stand seit Anfang 2008 angezogen, habe dann aber zum Jahresende hin leicht auf 65,1 Punkte nachgegeben. Der Grund hierfür sei schnell gefunden: Die Sorge um den Sturz von der Fiskalklippe in den USA. Nachdem in letzter Sekunde eine Einigung zwischen Republikanern und Demokraten das Schlimmste verhindert habe, würden die Analysten im Januar mit einer leichten Stimmungsaufhellung rechnen. Zum Jahresstart sei dennoch mit einer schwächeren Konsumaktivität zu rechen. Die Erhöhung der Lohnsteuern in den USA werde zu einer deutlichen Verlangsamung des Konsumwachstums auf rund 1% in der ersten Hälfte des Jahres führen. Die Konjunktur werde zudem durch eine Begrenzung von diskretionären Staatsausgaben belastet.

Insgesamt belaufe sich der Bremseffekt aus beiden Maßnahmen auf ca. 1% des BIPs. Zusätzliche Belastungen würden durch weitere Einsparungen im Haushalt drohen. Würden sich die Parteien in den USA bis zum 1. März nicht einigen, würden automatische Ausgabenkürzungen in Kraft treten, die sich auf 0,7% des BIPs belaufen würden - im Falle eines Kompromisses dürfte sich der Bremseffekt lediglich verkleinern. Trotz dieses Gegenwindes rechne man für da Gesamtjahr immerhin noch mit einem BIP-Plus von 1,7%.

Wachstumstreibende Effekte würden dabei vom Immobilienmarkt generiert. Nach einer mehrere Jahre anhaltenden Talfahrt habe sich bereits im Verlauf von 2012 eine Erholung abgezeichnet, die sich 2013 verfestigen dürfte. Die expansive Geldpolitik habe die Nachfrage nach Häusern angekurbelt, so dass zunehmend wieder neue Objekte gebaut würden. Zudem sei die Nachfrage so stark, dass auch die Hauspreise wieder anziehen würden: Im November würden die Analysten mit einem Monatsplus von 0,5% (Basis: S&P/ Case Shiller) rechnen. Die Jahresrate würde dann von 4,3% auf 5,4% zulegen. Hiervon würden letztlich die Verbraucher profitieren. Neben positiven Vermögenseffekten würden höhere Hauspreise die Refinanzierung von auslaufenden Immobilienkrediten erleichtern. Insofern dürfte der Konsum in der 2. Jahreshälfte wieder auf die Beine kommen. (29.01.2013/ac/a/m)






 
 

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