Heiler Software nicht zeichnen




01.11.00 00:00
IPO-Reporter

Die Analysten von IPO-Reporter empfehlen derzeit die Aktien von Heiler Software (WKN 542990) nicht zu zeichnen.

Der Börsenkandidat Heiler Software wolle vom Zukunftsmarkt Internethandel profitieren. So habe sich das Unternehmen seit der Gründung in 1987 von einem Programmierer von Individuallösungen für Banken, Versicherungen und Industrieunternehmen zu einem Internet-Unternehmen gewandelt. Seit Beginn der Neuausrichtung in 1998 konzentriere sich die Heiler Software AG als Anbieter von Software-Infrastruktur auf die Entwicklung von Internet-basierten B2B-Handelsplattformen. Der Börsenaspirant entwickele nun Standard-Software für Banken, Versicherungen und große Industrieunternehmen. Aufbauend auf der komponentenbasierten Software-Plattform "High Commerce“ realisiere das Unternehmen elektronische Marktplätze, Beschaffungsplattformen und Interaktionsportale. Daneben verstehe sich Heiler nicht nur als Technologiepartner, sondern auch als Berater beim Erstellen von Business-Plänen oder bei der Entwicklung und Umsetzung neuer Geschäftsmodelle.

Auf schwarze Zahlen müssten Investoren der Heiler Software AG noch etwas warten. Den Break Even strebe das Unternehmen erst im zweiten Quartal 2002 an. Umsätze würden aus Einmallizenzen durch Lizenzierungsmodelle generiert. 1998/1999 seien die Erlöse mit 3,4 Millionen Euro noch ziemlich bescheiden ausgefallen. Den Grund sehe das Unternehmen darin, dass die Software "High Commerce" erst Ende 1999 marktreif geworden sei. Vorher würden die Umsätze hauptsächlich aus Consulting- und Entwicklungsaktivitäten resultieren. Im gerade abgelaufenen Geschäftsjahr 1999/2000 habe Heiler 4,9 Millionen Euro umgesetzt, was einer Steigerung von rund 44% entspreche. Für das laufende Jahr würden 6,4 Millionen Euro angestrebt. 2001 solle der Umsatz auf 12,0 Millionen Euro zulegen. Zukünftig rechne der Börsenkandidat mit einem Umsatzwachstum von jährlich rund 90%. Bei den Gewinnen sehe es zunächst schlechter aus. Im Geschäftsjahr 1999/2000 sei ein Verlust von 2,7 Millionen Euro angefallen. Im Vorjahr sei ein negatives EBIT von 0,94 Millionen Euro erzielt worden. Bis 2003 solle eine EBIT-Marge von 27% erreicht werden.

IPO-Reporter rate von einer Zeichnung der Heiler-Aktien ab. Allenfalls sehr spekulativ orientierte Anleger sollten die Aktie wegen der Phantasie der B2B-Marktplätze zeichnen. Interessierte Anleger sollten den Wert beobachten und eventuell bei einer entspannteren Börsenstimmung kaufen. Negativ stimme vor allem die Informationspolitik des Unternehmens. Klare Zahlen und Fakten seien bis zum Beginn der Zeichnungsfrist nicht bekannt. Zweifelsfrei sei Heiler in einem wachstumsstarken Markt aktiv. Doch auch die Konkurrenz schlafe hier nicht. Der Börsenkandidat sei noch relativ klein und verfüge noch nicht über das nötige Branding. Große Konkurrenz sehe das Unternehmen bei Ariba, Commerce One, i2 Technologies, mySAP.com, aber auch die noch nicht börsennotierten Unternehmen Living Systems oder Abaxx. Positiv würden die Beteiligungen von SAP und 3i sowie Kooperationen, Partnerschaften mit namenhaften Unternehmen stimmen.






 
 
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