Healthbridge kaufen




23.09.02 15:06
Smallcap Investor

Die Experten des Börsenbriefs "Smallcap Investor" bewerten die Healthbridge-Aktie (WKN 766676) mit "kaufen".

Wie jeder Betrieb produzierten auch Krankenhäuser jede Menge Abfall. Der Unterschied bestehe darin, dass Krankenhäuser nicht einfach die Müllabfuhr bestellen könnten und damit das Problem gelöst sei. Krankenhäuser müssten normale Abfälle sorgfältig von medizinisch gefährlichen trennen. Hierunter fielen ansteckende Keime, Pilze, Bakterien, aber auch menschliches Blut und pathologische Abfälle oder eben auch verunreinigte Instrumente. Die amerikanische Enviromental Protection Agency (EPA) schätze, dass alleine in den USA jährlich 800.000 Tonnen gefährliche medizinische Abfälle entstünden.

Derzeit würden diese Sonderabfälle in speziellen Müllverbrennungsanlagen entsorgt, die dem Medical Waste Tracking Act von 1988 unterlägen. Nur ungefähr die Hälfte könne direkt in den Spitälern entsorgt werden. Der viel größere Anteil werde extern entsorgt, woraus durch Transport und Entsorgung insgesamt Kosten von etwa 2,75 US-Dollar pro Kilogramm Abfall entstünden. Die Krankenhäuser und die betroffenen Müllverbrennungsanlagen hätten jedoch seit geraumer Zeit mit zunehmendem Gegenwind zu kämpfen.

Zum einen werde die Verbrennung der medizinischen Abfälle immer kritischer gesehen, da hier beträchtliche Mengen an Dioxin, Wasserstoffchlorid, Cadmium und Quecksilber freigesetzt würden. In diesem Zusammenhang seien von der EPA die Gesetze der Luftreinhalteverordnung erheblich verschärft worden - die Emissionsgrenzwerte seien also deutlich gesenkt worden.

An dieser Stelle setze die Geschäftsidee von Healthbridge an. Healthbridge besitze die Patente an zwei Technologien, deren Entwicklung bereits bis zur Serienreife fortgeschritten sei. Beide Technologien stellten interessante Alternativen zu der bisher gängigen Entsorgung von medizinischen Abfällen dar. Zum einen handele es sich um das in den USA entwickelte System "Redloc II", bei dem die Abfälle durch ein Mikrowellensystem sterilisiert würden. Die zweite Technologie namens Valides basiere auf einem Vakuum-Dampf-Verfahren, sei in Deutschland entwickelt worden und sei in sehr geringer Stückzahl (unter zehn) bereits in deutschen Kliniken und Arztpraxen im Einsatz.

Beide Systeme erlaubten eine Verarbeitung der Abfälle direkt vor Ort, die Haftung und die Kosten für externe Bearbeitungsrisiken entfielen somit. Die Einsparungen seien beträchtlich: Während heute die Entsorgung pro Kilogramm bei ungefähr 2,75 US-Dollar liege, sollten die Kosten durch die Nutzung von Healthbridge-Equipment auf bis zu 0,47 US-Dollar gedrückt werden. Auf dem Hintergrund von Kostenersparnis und gesetzlichen Einschränkungen sei es nicht verwunderlich, dass das jährliche Marktpotenzial von alternativen Beseitigungstechnologien mit 350 Millionen US-Dollar beziffert werde.

Man sei der Meinung, dass Healthbridge mit einer interessanten Technologie zur richtigen Zeit an den Markt gehe. Sollten die geplanten Vertriebsaktivitäten fruchten, stehe Healthbridge schon bald eine rosige Zukunft bevor. In diesem Zusammenhang wolle man es jedoch nicht versäumen, ebenfalls auf die vorhandenen Risiken hinzuweisen. Das Unternehmen habe bis zum heutigen Tag noch keinen Dollar Umsatz erzielt, es handele sich also eindeutig um eine "Development-Stage-Company", deren Assets sich lediglich auf vorhandene Patente beschränke. 90% des Unternehmensvermögens stellten sogenannte immaterielle Vermögensgegenstände dar, also die Technologien.

Könnten diese sich nicht wie erwartet durchsetzen, sei das Unternehmen so gut wie wertlos. Bei einem aktuellen Kurs von 0,20 US-Dollar, einer Bewertung von 3,7 Mio. US-Dollar und Vermögenswerten in Höhe von 470.000 US-Dollar sei von der vorhandenen Phantasie zweifelsohne bereits auch ein beträchtlicher Anteil eingepreist. Zum Schluss sei darauf hingewiesen, dass Healthbridge zur vollständigen Umsetzung des Geschäftsplanes noch frisches Kapital benötige, ohne welches mit dem Vertrieb und der Produktion nicht begonnen werden könne. Laut Unternehmensangaben solle die Finanzierung der nächsten Phase so gut wie abgeschlossen sein, so dass zunächst kein Liquiditätsmangel mehr drohe. Gerade im Hinblick auf die erfolgreiche Meldung der Finanzierung erwarte man kurzfristig anziehende Kurse. Zudem dürften dann bald weitere Nachrichten von ersten Distributionsverträgen folgen.

Die Empfehlung der Experten von "Smallcap Investor" für Healthbridge lautet "kaufen".








 
 
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