Harley-Davidson langfristig attraktiv




19.08.02 10:57
toptrading.de

Mit Blick auf das konjunkturresistente Geschäft, den Ausbau der Kapazitäten und der Sonderstellung der Marke ergibt sich für Langfrist-Investoren bei der Harley-Davidson-Aktie (WKN 871394) auf dem aktuellen Niveau eine interessante Einstiegschance.

Aus einer fast 100 Jahre alten Garagenfirma habe sich in den vergangenen Jahren ein Unternehmen entwickelt, das es verstanden habe, seine Bikes zu Kultobjekten zu vermarkten und dadurch ein konstantes und konjunkturunabhängiges Geschäft zu kreieren :Harley-Davidson. Die Marke werde im Jubiläumsjahr 2003 in den Medien eine große - und kostenlose - Präsenz erfahren (im wahrsten Sinn des Wortes). Die TV-Sender und Zeitschriften würden abermals umfangreich über die Entstehungsgeschichte und die Produkte berichten. Obwohl das Unternehmen diese Art von Werbung eigentlich gar nicht benötige, werde damit die konstante Geschäftsentwicklung der vergangenen Jahre weiter untermauert.

Diese Konstanz habe Harley-Davidson in den vergangenen Geschäftsjahren mit seiner Umsatz/-Ergebnisrelation eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Im abgelaufenen zweiten Quartal des laufenden Jahres habe der Gewinn abermals um 25% auf 144 Mio. USD oder 0,14 USD je Aktie gesteigert werden können. Zum ersten Mal habe der Motorradhersteller in einem Quartal den Umsatz über die Grenze von 1 Mrd. US-Dollar steigern können. Mit einer Finanzdienstleistungssparte, welche die Finanzierung der Harleys übernehme, habe sich das Unternehmen zudem ein solides zweites Standbein aufgebaut.

"Put your ass on some class" - diesen Ausspruch trage so mancher Harley-Fan als Aufdruck auf seinem T-Shirt. Der zugegebenermaßen etwas obszöne Spruch versinnbildliche auf einfache Weise das Erfolgsrezept der Amerikaner. Jede Menge Chrom und das Motorengeräusch einer V2- Maschine lasse überall auf der Welt die Herzen der Harley-Fans schneller schlagen. Einige Road-Movies wie "Easy Rider" hätten zudem ein Übriges getan, um die Maschinen der Motorad-Company zu Kultobjekten zu machen und in die Köpfe der Harley-Fahrer einen Leitsatz einzumeißeln: Einmal Harley - immer Harley!

Die soziale Akzeptanz der Maschinen habe in den vergangenen Jahren zudem deutlich zugenommen. Dabei würden die Konsumenten mit dem Namen Harley-Davidson immer weniger das "Rocker-Image" verbinden, sondern sähen diesen Namenszug zunehmend als ein Synonym für Qualität und Luxus. All dies münde heute in einer marktbeherrschenden Position. Mit ihren schwergewichtiger Maschinen dominiere Harley den US-Motorrad-Markt. Modellnamen wie "Fat Boy", "Low Rider", "Road King" oder "Electra Glide" würden bei den Bike-Freaks für glänzende Augen sorgen. Über ein globales Händlernetz würden die Maschinen vertrieben. Daneben verkaufe Harley-Davidson mit seiner Motorradbekleidungslinie "MotorClothes" und anderen Utensilien rund ums Bike eine bestimmte Einstellung.

Harley-Davidson habe keine Probleme - es sei denn, das des Nachschubs. Mancher Traum, einmal im Leben eine Harley zu fahren, gehe nach der Bestellung oftmals erst nach einer Wartezeit zwischen sechs und 18 Monaten in Erfüllung. Daher wolle Harley seine Produktionskapazitäten weiter ausbauen. Mit den sportlicheren Modellen aus der Buell Division versuche man zudem, sich neue Märkte zu erschließen. Das "Spar"-Modell sei nämlich vorrangig für Frauen und Motorradanfänger konzipiert.

Die Tatsache, dass es Harley-Davidson 1999 erstmals seit 30 Jahren gelungen sei, dem Weltmarktführer Honda in den USA den Rang abzulaufen, demonstriere die große innere Stärke des Motorradbauers. Aktuell halte Harley auf dem Heimatmarkt einen Anteil von rund 45%. Auch in Japan könne die Harley den inländischen Anbietern wie Suzuki oder Kawasaki die Rücklichter zeigen. Harley-Davidson sei auch im Land der aufgehenden Sonne - sonst eigentlich eher bekannt für kreischende, bescheiden motorisierten Zweiräder - die Nummer eins.

Die Aktie von Harley-Davidson erscheine mit einem 2003er-KGV von 25 im langfristigen Vergleich moderat bewertet. Während die Dividende in Höhe von 0,14 USD eher vernachlässigbar sei, überzeuge Harley-Davidson mit einem Bargeldbestand in Höhe von 500 Mio. USD, die für Aktienrückkäufe oder strategische Unternehmenskäufe zur Verfügung stünden. Noch schwerer wiege gerade in der aktuell schwierigen Börsen- und Konjunkturlage ein freier Cash-Flow von ebenfalls über 500 Mio. USD. Vom Top-Kurs bei 57,25 USD Ende Januar sei das Papier in der jüngsten Baissephase bis auf 44,00 USD abgesackt. Charttechnisch erscheine der kurzfristige Abwärtstrendkanal noch intakt.

Langfristig operierende Anleger mit Sinn für Marken und Marktanteile sollten dennoch bei der Harley-Davidson-Aktie zuschlagen und nicht nur mit ihrem Hintern auf "Klasse" setzen, so die Experten von "toptrading.de".








 
 
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
23,11 $ 23,38 $ -0,27 $ -1,15% 24.04./22:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
US4128221086 871394 31,23 $ 17,09 $
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
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