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Gold im Februar stark unter Druck




01.03.13 15:40
LB Baden-Württemberg

Stuttgart (www.aktiencheck.de) - Besser als erwartet ausgefallene Konjunkturindikatoren und vor allem Detailinformationen zur letzten Notenbanksitzung in den USA brachten den Goldpreis im Februar gehörig unter Druck, so die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg.

Die Notierungen hätten sich zwischenzeitlich um fast 100 USD ermäßigt. Aus Anlegersicht negativ seien die Äußerungen verschiedener regionaler Notenbankgoverneure zu werten, die sich für ein baldiges Ende der "Quantitative Easing"-Maßnahmen aussprechen würden. Die Staatsfinanzierung durch die US-Notenbank sei bislang ein wichtiges Motiv für Anlegerkäufe gewesen. Das "QE" dürfte sich zukünftig aber ohnehin abschwächen, da aufgrund der positiven Konjunkturentwicklung in den USA mit früheren Leitzinsanhebungen als bislang erwartet zu rechnen sei.

Die Differenzen innerhalb der US-Notenbank würden die Analysten zusätzlich in ihrer Ansicht bestärken, dass neue Allzeithochs des Goldpreises nicht in Sicht seien und dass man derzeit eine Art "soft landing" der Goldhausse erlebe. Hieran ändere auch der italienische Wahlausgang nichts, denn EZB-Chef Mario Draghi dürfte im Gegensatz zu seinem Vorgänger Trichet auch im Fall einer wenig reformorientierten Staatsregierung in Rom eine erneute Schuldenkrise mit unbegrenzten Anleihenkäufen verhindern.

Für einen leichten Wiederanstieg des Goldpreises ausgehend vom aktuellen Niveau bei rund 1.600 USD würden jedoch drei Faktoren sprechen: Erstens dürfte die Beschleunigung des Wirtschaftswachstum in China die dortige Edelmetallnachfrage 2013 positiv beeinflussen. Vermutlich werde die Volksrepublik im laufenden 1. Quartal sogar Indien als üblicherweise wichtigsten Goldabsatzmarkt überholen. Zweitens würden diverse Notenbanken mit Goldkäufen zur Diversifizierung ihrer Währungsreserven weiterhin das Preisniveau stützen.

Und drittens habe der jüngste Goldpreiseinbruch zu massiven Verkäufen durch Spekulanten geführt. Ersichtlich werde dies an der Netto-Long-Position der Money Manager, die von der US-amerikanischen Börsenaufsicht berechnet werde. Demnach befinde sich der Investitionsgrad der oftmals eher kurzfristig orientierten Großanleger auf dem niedrigsten Stand seit November 2008. Damals habe die Lehman-Pleite viele Banken zu Notverkäufen zwecks Liquiditätsbeschaffung gezwungen.

Solche sehr stark vom Mittelwert abweichenden Werte würden die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass das Pendel demnächst wieder in die andere Richtung ausschlage und der Goldpreis dürfte hiervon profitieren. Anleger, die Gold aus Renditegründen halten würden, könnten sich dann überlegen, Teile ihres Engagements für Gewinnmitnahmen einzusetzen. (01.03.2013/ac/a/m)







 
 
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