Gericom kein Handlungsbedarf




07.11.00 00:00
GoingPublic-Online

Aktien der österreichischen Gericom AG (WKN 565773) können bis zum 14. November in einer Spanne von 19 bis 26 Euro gezeichnet werden und die Erstnotiz am Neuen Markt soll drei Tage später, am 17. November erfolgen, berichten die Analysten von „GoingPublic-Online“.

Einschließlich der Mehrzuteilungsoption würden 3,3 Mio. Aktien emittiert werden sollen. Dabei würden 2,5 Mio. Aktien aus einer Kapitalerhöhung stammen. Altaktionäre würden sich im Zuge des Börsengangs von 0,4 Mio. Anteilen trennen. Auf den Greenshoe würden die übrigen 0,4 Mio. Stück entfallen. Zum Emissionskonsortium würden neben dem Konsortialführer HSBC Trinkaus & Burkhardt noch die Erste Bank der Österreichischen Sparkassen, die Baden-Württembergische Bank, die Oberbank und die Oberösterreichische Sparkasse gehören. pulsiv.com und die Direkt Anlage Bank würden als selling agents fungieren. Nach Abschluss des Börsengangs würden sich 30 % des Grundkapitals in Streubesitz befinden.

Die 1989 gegründete Gericom AG stelle Notebooks, Computer und Monitore her, die in ganz Europa ausgeliefert würden. Das Linzer Unternehmen konzentriere sich darüber hinaus auf die mobile Datenverarbeitung und Kommunikation (mobile computing), die durch UMTS neue Impulse erhalte. Gericom verfüge über starke Partner im Retailbereich wie Metro, MediaMarkt, Saturn, Kingfisher und Dixons. Außerdem sei das Unternehmen zur Zeit mit 28 Online-B2B-Stores für Großkunden, und mit Online-B2C-Stores für Privatkunden im Internet direkt erreichbar. Den Kunden werde ein Komplettangebot vom Support über Lieferung und Umtausch bis hin zum After-Sales-Service angeboten.

Gericom selbst erwarte in den nächsten Jahren ein Umsatzwachstum von 40 %. Das aber erscheine ambitioniert, solle dieses Wachstum doch neben Notebooks weitgehend durch Produkte wie, Pocket-Cams, PC-Organizer und UMTS-Geräte generiert werden. Der Erfolg dieser sogenannten Web Appliances sei jedoch keineswegs gesichert, denn die Markteinführung der Elektronik-Geräte stehe noch bevor. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor sei der Einkauf, der in Dollar durchgeführt werde. Entsprechende Wechselkursrisiken seien die Folge, die sich in geringeren operativen Margen niederschlagen könnten.

First-Mover am Neuen Markt sei Gericom freilich nicht. Neben Brachenprimus Medion habe sich auch IPC Archtec unter den Anlegern schon einen Namen gemacht. Diese seien in Bezug auf Größe und Geschäftsfeld am ehesten mit Gericom vergleichbar. IPC werde aktuell mit dem 25fachen der für 2001 erwarteten Gewinne bewertet. Am oberen Ende der Bookbuilding-Spanne würde sich für Gericom-Anteile ein 2001er KGV von 19,5 errechnen. Mit diesem Abschlag sei die Gericom-Aktie fair bewertet. Handlungsbedarf sei bei Gericom aber trotzdem nicht gegeben.








 
 
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