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Geldmarkt keine Wiederbelebung in Sicht




20.11.08 15:57
INVESCO

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Wirkung der massiven staatlichen Rettungspakete lässt auf sich warten: Die negativen realwirtschaftlichen Auswirkungen der Kreditkrise sind nicht mehr zu übersehen, und auch am Geldmarkt ist noch keine deutliche Entspannung erkennbar, so die Experten von INVESCO.

Das gegenseitige Misstrauen der Banken sitze tief und gefährde die Versorgung der gesamten Volkswirtschaft mit Krediten. In einem solchen Umfeld seien Anleger nach Meinung von Friedbert Müller, Product Director, INVESCO Worldwide Fixed Income, gut beraten, weiter vor allem auf sichere Rentenmarktinvestments zu setzen. Laut Müller werde die Beruhigung am Geldmarkt noch einige Zeit in Anspruch nehmen, da sie eine Konsolidierung und Rekapitalisierung der Banken voraussetze.

"Die Kreditblockade am Geldmarkt erhöht die Finanzierungskosten, mit entsprechenden Auswirkungen auf Investitionen und privaten Verbrauch", schreibe der Fixed Income Experte in der jüngsten Ausgabe der INVESCO-Publikation "Risk & Reward". "Liquiditätsspritzen und Zinssenkungen der Zentralbanken können hier nur bedingt Abhilfe schaffen, da Banken die bereitgestellte Liquidität horten, anstatt sie zur Kreditvergabe zu nutzen."

Die Zahlen würden für sich sprechen: Im Euroraum habe sich die Differenz zwischen den Interbankenzinsen - dem Drei-Monats-Euribor - und dem Euro-Leitzins von 0,25 Prozentpunkten im März über zwischenzeitlich 1,60 (Anfang Oktober) auf 0,9 Prozentpunkte ausgeweitet. Ähnlich sehe es in den USA aus. Mittlerweile habe sich diese Schere zwar wieder etwas verengt, deute als Gradmesser der Kreditversorgung jedoch auf ein anhaltend problematisches Umfeld für Refinanzierungen und Investitionen hin. Müllers Fazit sei Folgendes: "Aufgrund der schwachen Wachstumsaussichten und der großen Risikoaversion bieten Rentenmärkte, insbesondere sichere Anlageklassen, auf mittlere Sicht die besten Perspektiven." (20.11.2008/ac/a/m)






 
 

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