GESCO auf Rekordjagd




12.10.11 12:17
TradeCentre.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" empfehlen, bei stärkeren Rücksetzern in die GESCO-Aktie (ISIN DE000A1K0201 / WKN A1K020) erneut einzusteigen.

Die in Wuppertal ansässige Industrieholding mit Fokus auf Beteiligungen im Mittelstand präsentiere sich in glänzender Verfassung. Im Startquartal des Wirtschaftsjahres 2011/2012 (per Ende März) habe die Gruppe ein Umsatzplus von rund 30 Prozent auf knapp 100 Millionen Euro erzielt. Das EBITDA habe in der Zeit April bis Juni um stramme 67 Prozent auf 12,3 Millionen Euro expandiert. Mehr als verdoppelt habe sich das EBIT. Vor Steuern und Zinsen seien 9,4 Millionen Euro verdient worden. Unterm Strich habe der Gewinn bei 5,4 Millionen Euro gelegen, ein Plus von 122 Prozent, oder 1,80 Euro je Aktie. Der Auftragseingang sei in Q1 um 32 Prozent auf 116 Millionen Euro geklettert.

GESCO verzeichne überall nur Pluszeichen. Das zweite Quartal, welches die operativen Monate April bis Juni 2011 der Tochtergesellschaften umfasse, habe die lebhafte Entwicklung fortgesetzt. Der Ordereingang habe ein Rekordniveau von 117,6 Millionen Euro erreicht. Der Umsatz habe mit 111,5 Millionen Euro ebenfalls eine neue Bestmarke geknackt.

Entsprechend robust würden die Zahlen des GESCO-Konzerns für Q2 ausfallen. "Unsere Geschäfte laufen prima", freue sich Vorstandsmitglied Hans-Gert Mayrose im Hintergrundgespräch. Das dritte Quartal könnte bedingt durch die Sommermonate allerdings rückläufig sein. "Wir sprechen an dieser Stelle von einem traditionell schwächeren Quartal auf einem sehr hohen Niveau", so der Vorstand. "Wir können bisher keine Abkühlung der Nachfrage erkennen. Wir haben weder Verschiebungen noch Stornierungen in unseren Auftragsbüchern. Ich will jedoch nicht ausschließen, dass die Verunsicherung an den Märkten zu Auftragsverschiebungen und Zurückhaltung führen".

Ohne Börsencrash im August hätte Mayrose die Prognose für den laufenden Turnus vermutlich nach oben korrigiert. "Schlägt sich die Krise in der Wirtschaft durch, wird das zweite Halbjahr vermutlich schwieriger. Sonst hätten wir eine Anhebung unserer Zahlen diskutiert". Aktuell erwarte GESCO einen Umsatz von 390 Millionen Euro sowie einen Profit nach Minderheiten von 19 Millionen Euro oder ein EPS von 6,29 Euro. Nach Erachten der Experten werde das Unternehmen die eigenen Vorgaben übertreffen. Immerhin reiche der Orderbestand weit bis ins Jahr 2012.

Spannend werde es lediglich, ob GESCO sogar den Rekordgewinn aus dem Jahr 2008/2009 erreichen könne. Beim Umsatz seien neue Spitzenwerte in der Prognose kalkuliert, nach Erlösen von knapp 380 Millionen Euro im bisherigen Spitzenjahr. Um die Spitzenwerte der Vorkrisenzeit zu erreichen, müsste GESCO ein EBIT von rund 39 Millionen Euro erwirtschaften und einen Nettogewinn von 21,6 Millionen Euro oder ein EPS von 7,16 Euro. Die Experten würden davon ausgehen, dass sich die Firma den bisherigen Bestmarken beim Profit stark annähere. Behalte Mayrose eine Ausschüttungsquote von circa 40 Prozent bei, könnte das Unternehmen den Anteilseignern eine Rekorddividende ausschütten. Der bisherige Höchstwert habe bei 2,50 Euro gelegen.

Das laufende Wirtschaftsjahr erscheine den Experten weitgehend gesichert. Im Folgejahr werde sich GESCO einem konjunkturellen Einbruch kaum entziehen können. "Die Unsicherheit wird zunehmen. Eine Krise in der Wirtschaft wird derzeit eher herbeigeredet und negative Einflüsse sind möglich. Das Bild ist aus unserer Sicht allerdings deutlich freundlicher als im Jahr 2008", sage Mayrose. Laut dem Vorstand seien die Rahmenbedingungen heute viel besser. Die Nachfrage im Mittelstand sei da. In Deutschland werde kräftig investiert und die Unternehmen seien besser finanziert als damals. Zudem seien die Lager längst nicht prall gefüllt. In einem halbwegs normalisierten Wirtschaftslauf dürfte sich GESCO auf hohem Niveau stabilisieren.

Die Gunst der Stunde könnte GESCO nutzen, um sich über Zukäufe weiter zu stärken. Aber: "Billig ist nichts. Der Börsencrash war nicht hilfreich. Gut geführte Mittelständler tun sich mit einem Verkauf in volatilen Zeiten eher schwer. Bei einigen Projekten sind wir wieder weiter weg als vor den letzten Wochen", erkläre Mayrose. "TradeCentre.de"-Altfavorit GESCO bleibe ein solides Investment. Das Unternehmen profitiere vom Aufschwung im deutschen Mittelstand.

Bei stärkeren Rücksetzern raten die Experten von "TradeCentre.de" zum erneuten Einstieg in das GESCO-Papier. Bei Kursen über 60 Euro hänge die Aktie allerdings etwas schwerfällig im Markt. Die aktuelle Aktienanzahl liege bei drei Millionen Stücken. Die Ausgabe von Gratisaktien, wie es heute so schön heiße, besser, Split der Aktien, wäre perspektivisch hilfreich, das Papier optisch und psychologisch zu vergünstigen, um den Handel wieder mehr in Schwung zu bringen. (Analyse vom 12.10.2011) (12.10.2011/ac/a/nw)

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