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Eurozone: Weiterhin kein Wachstumsplus




14.02.13 09:09
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Die Wirtschaftsaktivität in der Eurozone scheint mit Blick auf die jüngsten Sentimentumfragen die Talsohle bald zu durchschreiten, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Mit positiven BIP-Zuwächsen würden die Analysten ab dem zweiten Quartal 2013 rechnen. Gleichwohl sollte für das Jahr 2013 noch ein Minus von 0,2% zu Buche schlagen. Mit der heutigen ersten offiziellen Meldung von Eurostat zum BIP-Niveau im abgelaufenen Schlussquartal 2012 bleibe aber zunächst ein weiterer Tiefschlag zu verkraften. Seit dem vierten Quartal 2011 habe dort kein positives Wachstumsmomentum mehr generiert werden können. Mit der Schrumpfung um 0,5% im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2012 sollte die BIP-Jahresrate mit 0,7% zum vierten Quartal in Folge im roten Bereich liegen.

Zwar sei im Schlussquartal 2012 in Frankreich der BIP-Rückgang (-0,3% gg. Vq.) geringer ausgefallen als voraussichtlich in Deutschland (HSBC: -0,5%), aber seit Anfang 2012 sei in Frankreich nahezu keine Dynamik beim BIP-Momentum feststellbar. Ein Rückfall in die Rezession sei nach Erachten der Analysten für die "Grande Nation" aufgrund der fehlenden Anzeichen einer Belebung der Konjunktur wohl nicht zu vermeiden. Der Spardruck auf die Regierung sei groß und die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie sei weiterhin im Abwärtssog.

In Deutschland seien die Ampeln dagegen wohl mittlerweile wieder auf "Grün" umgesprungen. Noch im vierten Quartal 2012 sei hier zwar die Industrieproduktion mit einem Minus von 3,0% im Quartalsvergleich sehr schwach ausgefallen und habe das BIP-Wachstum erstmals seit dem vierten Quartal 2011 wieder in den Minusbereich gedrückt. Die deutschen Unternehmen hätten aber im gleichen Zeitraum ein Quartalsplus von Aufträgen aus der Industrie von 1,0% einfahren können. Damit dürfte die Produktion zum Jahresstart 2013 wieder nach oben gefahren werden. Mit Blick auf die Belebung der globalen Konjunktur dürften die deutschen Unternehmen ihre Investitionsausgaben steigern. Bei einem robusten deutschen Arbeitsmarkt bleibe der Rückenwind für den privaten Verbrauch zudem erhalten.

Bei den deutschen BIP-Daten werde mit der Schnellschätzung nur das gesamte BIP-Niveau bekannt gemacht. Die Aufgliederung auf die einzelnen Verwendungskomponenten folge am 22. Februar. Bei der heutigen Meldung dürfte das Statistische Bundesamt betonen, dass für den Wachstumsrückgang im vierten Quartal 2012 vor allem die Nettoexporte und die Ausrüstungsinvestitionen verantwortlich gewesen seien. (14.02.2013/ac/a/m)







 
 

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