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Mainz (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen haben am Mittwoch uneinheitlich geschlossen und damit nach den Gewinnen der vorangegangenen Handelstage leicht korrigiert, berichten die Experten von "EMFIS" in ihrem aktuellen "EMFIS Trading Letter".
Allerdings hätten sich die Märkte bis Handelsende wieder von den Tagestiefs erholt. Ein Händler habe auf die Entwicklung der US-Börsen im frühen Geschäft verwiesen, wo die befürchteten Abgaben nach den Kongress-Wahlen ausgeblieben seien. Der EURO STOXX 50 habe einen Punkt auf 4.074 Punkte gewonnen, der STOXX 50 habe um 0,2 Prozent bzw. acht Punkte auf 3.731 nachgegeben.
Der Automobilbereich sei unspektakulär um 0,2 Prozent gestiegen, habe dafür jedoch zahlreiche neue Nachrichten geboten. Die Fiat-Aktien seien um 2,7 Prozent auf 15,21 EUR geklettert. Händler hätten auf den "Investors Day" verwiesen. Zudem habe die Vorfreude auf die erste Dividendenzahlung seit fünf Jahren den Kurs gestützt. Am Vortag habe Fiat-CEO Marchionne gesagt, man werde 2007 eine Dividende zahlen, falls die Gewinnziele 2006 erreicht würden.
Als wenig überraschend hätten es Marktteilnehmer dagegen bezeichnet, dass Christian Streiff bei Peugeot die Nachfolge als CEO übernehme. Streiff sei in den vergangenen Wochen bereits für diese Position gehandelt worden, heiße es. Die Frage sei aber, ob er das Ruder bei Peugeot herumreißen könne. Denn das Problem des Autoherstellers liege nicht nur in den Produktionskosten, sondern auch in den Produkten an sich, habe ein Analyst gemeint. Die Aktie sei trotzdem um 1,8 Prozent auf 47,51 EUR geklettert.
Nach dem Rücktritt des Vorstandsvorsitzenden Bernd Pischetsrieder habe die VW-Aktie eine Berg- und Talfahrt hingelegt. Nachdem die Aktie zunächst deutlich zugelegt habe, habe sie mit einem Abschlag von 1,5 Prozent auf 80,00 EUR geschlossen. Nach der Eindeckungswelle im frühen Handel seien die Anschlussaufträge ausgeblieben, dann hätten Verkäufe eingesetzt, habe es geheißen.
Die Versorger seien im Schnitt 0,2 Prozent gestiegen. Ein Händler habe die Aussagen von Scottish Power zu Gesprächen mit einem möglichen Interessenten als Reaktion auf die zahlreichen Gerüchte bezeichnet, die an den Märkten kursieren würden. Mehr sollte man nicht in die Meldung hineinlesen. Derzeit würden alle möglichen Namen potenzieller Interessenten kursieren.
Den RWE-Konzern, der ebenso wie E.ON ein Dementi abgegeben habe, halte er für einen der unwahrscheinlichsten Kandidaten, habe der Händler hinzugefügt. Das Unternehmen dürfte nicht an einer Übernahme in der Größenordnung von Scottish Power interessiert sein. Die Aktien von Scottish Power hätten 9,8 Prozent auf 737 GBp gewonnen. Sondereffekte wie Derivatebewertungen und Marktberichtigungen hätten im dritten Quartal die Bilanzzahlen von E.ON unter die Konsensprognosen gedrückt. "Versorger neigen sonst immer gern zum Erfüllen der Konsenserwartungen", habe ein Analyst gesagt. Dies erkläre auch den Abschlag von 0,5% auf 93,56 EUR.
Technologietitel würden im Schnitt um 0,4 Prozent nachgeben. Die Alcatel-Aktien seien dabei um 0,3 Prozent auf 10,33 EUR zurückgefallen. Ein Händler habe auf mehrere Faktoren verwiesen. Zum einen gebe es Medienberichte, denen zufolge sich der Deal mit Thales verzögern könnte. Gleichzeitig habe die Ratingagentur S&P angekündigt, Alcatel nach dem Merger mit Lucent auf "BB-" abzustufen. Zudem habe die Aktie am Vortag zu den stärkeren Kursgewinnern in Europa gezählt, so dass nun einige Marktteilnehmer Gewinne realisiert hätten.
Die EADS sei beim EBIT wegen der Dollarschwäche und der Probleme mit dem A380 deutlich hinter dem Vorjahr und auch hinter den Markterwartungen zurückgeblieben. Die Aktie habe aber trotzdem fest geschlossen. Grund seien nach Händlerangaben erneute Spekulationen über einen Einstieg von Großinvestoren aus Dubai gewesen. "Hier muss man zuerst abwarten, wie Frankreich und Deutschland darauf reagieren", habe ein Händler gesagt: "Das ganze ist einfach zu politisch". Bereits bei den Russen sei ein Einstieg politisch blockiert worden. Die EADS-Aktien seien um 2,8 Prozent auf 21,36 EUR gestiegen. (Ausgabe vom 08.11.2006) (09.11.2006/ac/a/m)
Allerdings hätten sich die Märkte bis Handelsende wieder von den Tagestiefs erholt. Ein Händler habe auf die Entwicklung der US-Börsen im frühen Geschäft verwiesen, wo die befürchteten Abgaben nach den Kongress-Wahlen ausgeblieben seien. Der EURO STOXX 50 habe einen Punkt auf 4.074 Punkte gewonnen, der STOXX 50 habe um 0,2 Prozent bzw. acht Punkte auf 3.731 nachgegeben.
Der Automobilbereich sei unspektakulär um 0,2 Prozent gestiegen, habe dafür jedoch zahlreiche neue Nachrichten geboten. Die Fiat-Aktien seien um 2,7 Prozent auf 15,21 EUR geklettert. Händler hätten auf den "Investors Day" verwiesen. Zudem habe die Vorfreude auf die erste Dividendenzahlung seit fünf Jahren den Kurs gestützt. Am Vortag habe Fiat-CEO Marchionne gesagt, man werde 2007 eine Dividende zahlen, falls die Gewinnziele 2006 erreicht würden.
Als wenig überraschend hätten es Marktteilnehmer dagegen bezeichnet, dass Christian Streiff bei Peugeot die Nachfolge als CEO übernehme. Streiff sei in den vergangenen Wochen bereits für diese Position gehandelt worden, heiße es. Die Frage sei aber, ob er das Ruder bei Peugeot herumreißen könne. Denn das Problem des Autoherstellers liege nicht nur in den Produktionskosten, sondern auch in den Produkten an sich, habe ein Analyst gemeint. Die Aktie sei trotzdem um 1,8 Prozent auf 47,51 EUR geklettert.
Die Versorger seien im Schnitt 0,2 Prozent gestiegen. Ein Händler habe die Aussagen von Scottish Power zu Gesprächen mit einem möglichen Interessenten als Reaktion auf die zahlreichen Gerüchte bezeichnet, die an den Märkten kursieren würden. Mehr sollte man nicht in die Meldung hineinlesen. Derzeit würden alle möglichen Namen potenzieller Interessenten kursieren.
Den RWE-Konzern, der ebenso wie E.ON ein Dementi abgegeben habe, halte er für einen der unwahrscheinlichsten Kandidaten, habe der Händler hinzugefügt. Das Unternehmen dürfte nicht an einer Übernahme in der Größenordnung von Scottish Power interessiert sein. Die Aktien von Scottish Power hätten 9,8 Prozent auf 737 GBp gewonnen. Sondereffekte wie Derivatebewertungen und Marktberichtigungen hätten im dritten Quartal die Bilanzzahlen von E.ON unter die Konsensprognosen gedrückt. "Versorger neigen sonst immer gern zum Erfüllen der Konsenserwartungen", habe ein Analyst gesagt. Dies erkläre auch den Abschlag von 0,5% auf 93,56 EUR.
Technologietitel würden im Schnitt um 0,4 Prozent nachgeben. Die Alcatel-Aktien seien dabei um 0,3 Prozent auf 10,33 EUR zurückgefallen. Ein Händler habe auf mehrere Faktoren verwiesen. Zum einen gebe es Medienberichte, denen zufolge sich der Deal mit Thales verzögern könnte. Gleichzeitig habe die Ratingagentur S&P angekündigt, Alcatel nach dem Merger mit Lucent auf "BB-" abzustufen. Zudem habe die Aktie am Vortag zu den stärkeren Kursgewinnern in Europa gezählt, so dass nun einige Marktteilnehmer Gewinne realisiert hätten.
Die EADS sei beim EBIT wegen der Dollarschwäche und der Probleme mit dem A380 deutlich hinter dem Vorjahr und auch hinter den Markterwartungen zurückgeblieben. Die Aktie habe aber trotzdem fest geschlossen. Grund seien nach Händlerangaben erneute Spekulationen über einen Einstieg von Großinvestoren aus Dubai gewesen. "Hier muss man zuerst abwarten, wie Frankreich und Deutschland darauf reagieren", habe ein Händler gesagt: "Das ganze ist einfach zu politisch". Bereits bei den Russen sei ein Einstieg politisch blockiert worden. Die EADS-Aktien seien um 2,8 Prozent auf 21,36 EUR gestiegen. (Ausgabe vom 08.11.2006) (09.11.2006/ac/a/m)








