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Europa in der Krise




17.11.11 16:14
Bankhaus Ellwanger & Geiger

Stuttgart (aktiencheck.de AG) - Seit Ende Juli befinden sich die Aktienmärkte in einem bedauernswerten Zustand, so die Analysten vom Bankhaus Ellwanger & Geiger.

Die Sorgen um die hohe Schuldenlast der USA, vor allem aber einiger europäischer Länder hätten aufs Gemüt der Anleger gedrückt. Ende Juli hätten die USA im Fokus des Interesses gestanden, weil Regierung und Opposition um eine Erhöhung der Schuldenobergrenze rangen würden, die dann Anfang August gerade noch rechtzeitig vereinbart worden sei. In den Wochen danach sei es vor allem um die kritische Situation in Südeuropa, insbesondere Griechenland gegangen, dessen Pleite drohe.

Die Verhandlungen der Vertreter des Internationalen Währungsfonds, der EZB und der EU-Kommission mit der griechischen Regierung über weitere Finanzhilfen seien stockend verlaufen. Athen habe drastische Sparmaßnahmen als Bedingung für Unterstützung zugesagt. Der Widerstand in der Bevölkerung dagegen werde allerdings groß sein. Ein Schuldenschnitt sei mittlerweile beschlossen worden. Entsprechend hart seien die französischen Banken mit ihren großen Engagements in den Peripherieländern getroffen worden.

Dazu habe sich die Angst gesellt, es könne sowohl in Europa als auch in den USA zu einer neuen Rezession kommen. Auch wenn ein solches Szenario aufgrund der im September und Oktober robusten Wirtschaftsdaten aus den USA unwahrscheinlich bleibe, sei doch ein schwächeres Wirtschaftswachstum zu erwarten. Für schlechte Stimmung habe zudem die Herabstufung der Bonität mehrerer Großbanken sowohl in den USA als auch hauptsächlich in Europa gesorgt.

Das alles habe zu einem deutlichen Rückgang der Aktienkurse geführt. Im dritten Quartal habe beispielsweise der deutsche Aktienindex DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) gut ein Viertel seines Werts verloren: von 7.376 Punkten Ende Juni sei er auf 5.502 Punkte Ende September gefallen. Zudem hätten sich die Börsen extrem volatil gezeigt. Immer wieder sei es zu Tagesausschlägen von mehr als zwei Prozent gekommen.

REITs hätten sich besser entwickelt, als der breite Markt. Auf Euro-Basis habe der FTSE EPRA/NAREIT Global REIT-Index im dritten Quartal 8,7 Prozent verloren, der globale Aktienindex MSCI World hingegen 10,1 Prozent. Nordamerikanische und asiatische REITs hätten ihre europäischen Pendants klar übertreffen können. (Ausgabe 03/November 2011) (17.11.2011/ac/a/m)








 
 

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