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Europ. Börsen starke Handelswoche




09.09.05 17:43
Erste Bank

Eine erneut starke Handelswoche haben die europäischen Börsen hinter sich, berichten die Analysten der Erste Bank.

Kurstreiber seien einerseits der von seinen Rekordständen deutlich zurückgegangene Ölpreis und andererseits Spekulationen um Fusionen im Energiesektor und die mehrheitlich positiven Unternehmenszahlen der europäischen Großkonzerne gewesen.

Im Branchenvergleich hätten die Chemiewerte, unter anderem Bayer und BASF, besser abschneiden können als der Gesamtmarkt. Grund hierfür seien der fallende Ölpreis und Erwartungen des Industrieverbandes hinsichtlich besserer Konjunkturaussichten im 2. Halbjahr gewesen. Die Nachrichten um den spanischen Versorger Gas Natural, der den Stromkonzern Endesa übernehmen wolle, und die von E.ON angestrebte Übernahme von Scottish Power hätten Spekulationen um Konsolidierung im europäischen Energiesektor ausgelöst.

In der Finanzbranche sei erneut darüber spekuliert worden, dass der Versicherer Allianz seine Investmentbank Dresdner verkaufen könnte. Zudem würden die Analystenheraufstufungen den Aktien von der Deutschen Bank und der Commerzbank kräftig nach oben verholfen. Auch die Automobilindustrie habe nach den starken Verkaufszahlen im August Kursgewinne verzeichnen können. Positiv aufgenommen worden sei zudem der Abbau von europaweit 14.000 Stellen bei Volkswagen.

Auf Unternehmensseite habe Axa unter anderem angesichts hoher
Lebensversicherungsabsätze einen Halbjahresgewinn über Erwartungen gemeldet. Die Aktien der französischen Bank Credit Agricole seien nach positiven Zahlen vor allem dank hoher Erträge im Retailgeschäft um satte 9% gestiegen. Während der weltgrößte Industriegasehersteller Air Liquide im 1. Halbjahr vom erhöhten Wasserstoff-Bedarf der Ölraffinerien profitiert habe, hätten hohe Energiepreise dem Versorger Suez einen Halbjahresgewinn über Marktprognosen beschert. An die positiven Geschäftsberichte habe hingegen Lafarge nicht anschließen können. Als Grund für die schlechtere Entwicklung habe der Zementhersteller den harten Preiswettbewerb und die schwache Nachfrage in Deutschland genannt. Des Weiteren hätten der Einzelhändler Ahold und der Brauereikonzern Heineken mit ihren Unternehmenszahlen enttäuscht.

In der zweiten Reihe werde am 19. September der Triebwerkshersteller MTU dem Autozulieferer Beru im MDAX ersetzen. In den TecDAX werde Tele Atlas statt TELES aufgenommen. Vor den deutschen Bundestagswahlen am 18. September würden Anleger bereits über mögliche Regierungsszenarien und die Durchsetzungschancen der bevorstehenden Reformen spekulieren. Da in der kommenden Woche keine gewichtigen Nachrichten auf dem Plan stünden, würden die Analysten der Erste Bank einen wenig volatilen Kursverlauf erwarten.








 
 

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