Erweiterte Funktionen
Bremen (www.aktiencheck.de) - Der Euro eröffnet heute (08:00 Uhr) bei 1,2970, nachdem im Verlauf der letzten 24 Handelsstunden Höchstkurse im asiatischen Handel bei 1,2978 markiert wurden, so die Analysten der Bremer Landesbank.
Der USD stelle sich gegenüber dem JPY auf 78,88. In der Folge notiere EUR/JPY bei 102,30, während EUR/CHF bei 1,2093 oszilliere.
An den Finanzmärkten bewege man sich in bekannten Fahrwassern. Die Risikoaversion sei leicht rückläufig. Diese Konstellation sei jedoch bisher eher stochastisch geprägt und sei nicht in der Lage, die Kraft zu entwickeln, die für einen Ausbruch aus dem derzeitigen Korrektur- und Konsolidierungszyklus erforderlich wäre.
Es sei absolut zu begrüßen, dass man in der Eurozone nachhaltige Reformpolitik umsetze. Für einen nachhaltigen Erfolg einer solchen Politik dürfe jedoch nicht die Ökonomie stranguliert werden. Anders ausgedrückt bedürfe es einer Reformpolitik, die die Kontraktion der Wirtschaftsleistung pro Jahr nicht stärker als 1% bis 2% ausfallen lasse. Reformen würden einen Zeitraum brauchen, bis sie greifen würden. Wenn man wegen kurzfristiger Verfehlungen das Tempo der Reformen immer weiter aggressiv erhöhe, komme es zum konjunkturellen Infarkt, der alle bisherigen Reformen riskiere. Dabei liege das Risiko nicht nur auf konjunktureller Seite, sondern auch auf gesellschaftspolitischer Seite. Die Situation in Griechenland sei das beste Beispiel für eine unsensible Gangart. Das Thema Portugal sollte mit der griechischen Lernkurve angemessener abgearbeitet werden.
Reine und aggressive Austeritätspolitik sei nicht angemessen. Es komme auf die Dosierung an. Der Mensch könne ohne Salz nicht leben, zu viel Salz bringe ihn aber um. Der bisherige Weg, die strukturellen fiskalischen Defizite in den Griff zu bekommen, sei erfolgreich gewesen. Die Defizite der Eurozone seien maßgeblich konjunkturell bedingt. Diesen Zusammenhang gelte es, in der Politik zu verstehen und angemessen damit umzugehen.
Wenn man in eine Gemeinschaftsinstitution einsteige, dann gelte es auch, Gemeinschaft zu leben. Für Egoisten sei durchaus in einer Gemeinschaft Platz. Für Egozentriker sei grundsätzlich kein Platz, da sie alle anderen behindern würden. Die Rolle, die das Vereinigte Königreich seit Beitritt zur EU gespielt habe, sei analytisch sehr "spätviktorianisch" und störe den Integrationsprozess der EU und der Eurozone erheblich. Die Latenz, mit der britische "Extrawürste" produziert würden, sei bei jeder "Extrawurst" ein Schlag ins Gesicht der anderen Teilnehmer, weil sie faktisch einer Bevorteilung des UK und einer Benachteiligung aller anderen Teilnehmer gleichkomme. Anders ausgedrückt, sei das Verhalten des UK respektlos. Es sei an der Zeit, sich über den zukünftigen Status des UK in der EU Gedanken zu machen.
Die Zahlen aus den USA hätten gestern keinen Grund zur Beanstandung gegeben. Alle Datensätze seien positiv geprägt gewesen. Der NY FED Manufacturing-Index habe sich per Oktober von bisher -10,41 auf -6,16 Punkte verbessert. Zwar sei die Konsensusprognose bei -4,55 Punkte verfehlt worden. Die Lage helle sich jedoch tendenziell auf.
Die US-Einzelhandelsumsätze hätten per Berichtsmonat September deutliche positive Akzente gesetzt. Es sei zu einem Anstieg im Monatsvergleich um +1,1% gekommen. Ein wenig "I-Phone 5"-Effekt spiele fraglos eine Rolle. Die Prognose habe bei 0,8% gelegen. Mehr noch sei der Vormonatswert von +0,9 auf +1,2% revidiert worden.
Im Jahresvergleich sei es zu einem Anstieg um 5,4% nach zuvor 5,0% gekommen. Die Analysten würden darauf hinweisen, dass diese Datenreihe nicht inflationsbereinigt sei. Die Boskin-Kommission habe die Preismessung in den USA Anfang der 90er Jahre statistisch so nivelliert, dass Inflation deutlich zu gering ausgewiesen werde.
Die US-Lagerbestände hätten einen Anstieg im Monatsvergleich um 0,58% nach zuvor 0,79% verzeichnet. Die aussagefähige "Inventory/Sales Ratio" habe unverändert bei 1,28 Monatsumsätzen verharrt. Der Lageraufbau korreliere damit mit erhöhten Absatz.
Zusammenfassend ergebe sich ein Szenario, das den EUR gegenüber dem USD favorisiere. Erst ein nachhaltiges Unterschreiten der Unterstützungszone bei 1,2600 bis 1,2630 neutralisiere das positive Bias des Euro. (16.10.2012/ac/a/m)
Der USD stelle sich gegenüber dem JPY auf 78,88. In der Folge notiere EUR/JPY bei 102,30, während EUR/CHF bei 1,2093 oszilliere.
An den Finanzmärkten bewege man sich in bekannten Fahrwassern. Die Risikoaversion sei leicht rückläufig. Diese Konstellation sei jedoch bisher eher stochastisch geprägt und sei nicht in der Lage, die Kraft zu entwickeln, die für einen Ausbruch aus dem derzeitigen Korrektur- und Konsolidierungszyklus erforderlich wäre.
Es sei absolut zu begrüßen, dass man in der Eurozone nachhaltige Reformpolitik umsetze. Für einen nachhaltigen Erfolg einer solchen Politik dürfe jedoch nicht die Ökonomie stranguliert werden. Anders ausgedrückt bedürfe es einer Reformpolitik, die die Kontraktion der Wirtschaftsleistung pro Jahr nicht stärker als 1% bis 2% ausfallen lasse. Reformen würden einen Zeitraum brauchen, bis sie greifen würden. Wenn man wegen kurzfristiger Verfehlungen das Tempo der Reformen immer weiter aggressiv erhöhe, komme es zum konjunkturellen Infarkt, der alle bisherigen Reformen riskiere. Dabei liege das Risiko nicht nur auf konjunktureller Seite, sondern auch auf gesellschaftspolitischer Seite. Die Situation in Griechenland sei das beste Beispiel für eine unsensible Gangart. Das Thema Portugal sollte mit der griechischen Lernkurve angemessener abgearbeitet werden.
Reine und aggressive Austeritätspolitik sei nicht angemessen. Es komme auf die Dosierung an. Der Mensch könne ohne Salz nicht leben, zu viel Salz bringe ihn aber um. Der bisherige Weg, die strukturellen fiskalischen Defizite in den Griff zu bekommen, sei erfolgreich gewesen. Die Defizite der Eurozone seien maßgeblich konjunkturell bedingt. Diesen Zusammenhang gelte es, in der Politik zu verstehen und angemessen damit umzugehen.
Die Zahlen aus den USA hätten gestern keinen Grund zur Beanstandung gegeben. Alle Datensätze seien positiv geprägt gewesen. Der NY FED Manufacturing-Index habe sich per Oktober von bisher -10,41 auf -6,16 Punkte verbessert. Zwar sei die Konsensusprognose bei -4,55 Punkte verfehlt worden. Die Lage helle sich jedoch tendenziell auf.
Die US-Einzelhandelsumsätze hätten per Berichtsmonat September deutliche positive Akzente gesetzt. Es sei zu einem Anstieg im Monatsvergleich um +1,1% gekommen. Ein wenig "I-Phone 5"-Effekt spiele fraglos eine Rolle. Die Prognose habe bei 0,8% gelegen. Mehr noch sei der Vormonatswert von +0,9 auf +1,2% revidiert worden.
Im Jahresvergleich sei es zu einem Anstieg um 5,4% nach zuvor 5,0% gekommen. Die Analysten würden darauf hinweisen, dass diese Datenreihe nicht inflationsbereinigt sei. Die Boskin-Kommission habe die Preismessung in den USA Anfang der 90er Jahre statistisch so nivelliert, dass Inflation deutlich zu gering ausgewiesen werde.
Die US-Lagerbestände hätten einen Anstieg im Monatsvergleich um 0,58% nach zuvor 0,79% verzeichnet. Die aussagefähige "Inventory/Sales Ratio" habe unverändert bei 1,28 Monatsumsätzen verharrt. Der Lageraufbau korreliere damit mit erhöhten Absatz.
Zusammenfassend ergebe sich ein Szenario, das den EUR gegenüber dem USD favorisiere. Erst ein nachhaltiges Unterschreiten der Unterstützungszone bei 1,2600 bis 1,2630 neutralisiere das positive Bias des Euro. (16.10.2012/ac/a/m)









