EquityStory kaufen




10.04.07 17:14
GBC-Research

Augsburg (aktiencheck.de AG) - Manuel Hoelzle und Philipp Leipold, Analysten von GBC-Research, empfehlen die Aktie von EquityStory (ISIN DE0005494165 / WKN 549416) zu kaufen.

Mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebniszuwachs habe die EquityStory AG das abgelaufene Geschäftsjahr 2006 beenden können. Im Vergleich zum Vorjahr hätten die Umsatzerlöse um 22,9% von 3,92 Mio. Euro auf 4,81 Mio. Euro in 2006 gesteigert werden können. Dabei seien 60,4% der Umsätze bzw. 2,91 Mio. Euro dem Geschäftsbereich Distribution zuzuordnen. Gegenüber 2005 habe der Umsatzzuwachs in diesem Segment 16,4% betragen. Prozentual noch stärker zulegen können habe der zweite Geschäftsbereich Products & Services. Hier habe sich der Umsatz gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode um 33,8% von 1,42 Mio. Euro auf 1,90 Mio. Euro in 2006 erhöht, was einem Anteil am Konzernumsatz von 39,6% entspreche.

Die Rohertragsmarge habe im abgelaufenen Geschäftsjahr 2006 bei 81,27% gelegen. Der Rohertrag in 2006 habe sich auf 3,91 Mio. Euro belaufen. Das letzte Quartal 2006 sei in Hinsicht auf die Rohertragsmarge schwächer als in den Vorquartalen ausgefallen. Hier habe diese 73,11% betragen. Die schwächere Rohertragsmarge im vierten Quartal 2006 erkläre sich durch zwei Effekte.

Zum einen habe sich der Umsatzmix leicht zugunsten des margenschwächeren Bereiches Products & Services verschoben. Zum anderen hätten im Vorfeld des Transparenzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes erhöhte Investitionen in damit im Zusammenhang stehende neue Services getätigt werden müssen. Der Materialaufwand sei aufgrund dieser beiden Effekte um rund 0,07 Mio. Euro höher ausgefallen.

Die hohe Rohertragsmarge erkläre sich durch die hohe Skalierbarkeit im Bereich Meldepflichten. Die Personalaufwendungen hätten in 2006 bei 1,51 Mio. Euro gegenüber 1,74 Mio. Euro im Vorjahr gelegen. Dies sei vor allem auf erhebliche Kosteneinsparungen im Zusammenhang mit der Integration der DGAP zurückzuführen. Kosteneinsparungen würden sich auch vor dem Hintergrund zeigen, dass im Jahr 2006 zehn neue Mitarbeiter in den Bereichen Softwareentwicklung und Vertrieb eingestellt worden seien. Auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen hätten im Vergleich zum Jahr 2005 um rund 0,15 Mio. Euro gesenkt werden können.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) habe sich in 2006 auf 1,36 Mio. Euro (Vorjahr: 0,41 Mio. Euro) belaufen. Dies entspreche einer EBITDA-Marge von 28,22% (Vorjahr: 10,39%). Die Abschreibungen im Gesamtjahr 2006 hätten 0,54 Mio. Euro betragen. Hiervon seien rund 0,32 Mio. Euro auf Geschäfts- und Firmenwertabschreibungen für die Tochter DGAP entfallen.

Da EquityStory noch nach HGB bilanziere, würden daher noch planmäßige Abschreibungen anfallen. Die Umstellung auf IFRS erfolge in diesem Jahr. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) bereinigt um die einmaligen Kosten für den Börsengang habe sich auf 0,82 Mio. Euro belaufen, was eine EBIT-Marge von 16,96% bedeute. Im Zuge des Börsengangs seien einmalige außerordentliche Aufwendungen von 0,20 Mio. Euro angefallen.

Nach Rückführung des Akquisitionsdarlehens von 2,25 Mio. Euro in 2006 habe im vierten Quartal 2006 erstmals ein leicht positives Finanzergebnis erzielt werden können. Auf Jahresbasis sei das Zinsergebnis dennoch mit rund -0,07 Mio. Euro negativ ausgefallen. Steuerzahlungen seien aufgrund des noch vorhandenen Verlustvortrages keine angefallen. Das Ergebnis pro Aktie (EPS) in 2006 habe 0,46 Euro (Vorjahr: -0,29 Euro) betragen.

Das Eigenkapital zum Jahresende habe bei 6,0 Mio. Euro gelegen, was einer Eigenkapitalquote von 91,0% entspreche. Die Nettoverschuldung habe zum 31.12.2006 einen Wert von -1,02 Mio. Euro angenommen. Der Bankkredit in Höhe von 2,25 Mio. Euro sei im Verlauf des Jahres 2006 vollständig zurückgezahlt worden. Der Geschäfts- und Firmenwert von 4,44 Mio. Euro für die DGAP würden die Analysten als werthaltig erachten. Hier würden in diesem Jahr keine weiteren planmäßigen Abschreibungen anfallen. Des Weiteren verfüge die Gesellschaft noch über einen steuerlich nutzbaren Verlustvortrag von rund 0,5 Mio. Euro.

Der operative Cash-Flow habe im Geschäftsjahr 2006 bei 0,82 Mio. Euro gelegen. Die Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 0,24 Mio. Euro hätten folglich vollständig aus dem Cash-Flow finanziert werden können.

Für das laufende Geschäftsjahr 2007 würden die Analysten einen Umsatzanstieg um 25,0% auf dann 6 Mio. Euro sowie ein EBITDA in Höhe von 2,0 Mio. Euro erwarten. Die Firmenwertabschreibungen von 0,32 Mio. Euro würden in 2007 nicht mehr anfallen. Die Steuerquote auf Konzernebene würden die Analysten auf 35% schätzen. Das EPS für 2007 sollte sich dann nach Prognosen der Analysten auf 0,98 Euro belaufen. Anhand ihres DCF-Modells hätten die Analysten einen fairen Wert für die Aktie der EquityStory AG von 21,92 Euro (zuvor: 19,08 Euro) errechnet.

Die Analysten von GBC-Research vergeben für die Aktie der EquityStory AG weiter das Rating "kaufen". Das Kursziel sehe man bei 21,92 Euro. (Analyse vom 10.04.2007) (10.04.2007/ac/a/nw)








 
 
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