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Bremen (www.aktiencheck.de) - Der Euro eröffnete heute (08:23 Uhr) bei 1,2874 USD, nachdem im Verlauf der letzten 24 Handelsstunden Höchstkurse im amerikanischen Handel bei 1,2855 USD markiert wurden, so die Analysten der Bremer Landesbank.
Der USD stelle sich gegenüber dem JPY auf 77,88. In der Folge notiere EUR/JPY bei 100,25, während EUR/CHF bei 1,2083 oszilliere.
Nachdem man unter einer relativ bescheidenen Nachrichtenlage in die Woche gestartet sei, werde man heute eine regelrechte Nachrichtenflut erleben. Die Entscheidung um den ESM, die Wahlen in den Niederlanden und Veröffentlichungen über eine Bankenunion stünden auf der Tagesordnung.
Diese Nachrichten hätten das Potenzial eine wegweisende Richtung aus der Krise zu zeigen. Die Erwartungshaltung sei durchweg proeuropäisch geprägt und könne den Euro kurzfristig in die 1,30-Region bringen, nachdem man heute morgen bereits kurz die 1,29-Marke im Blick gehabt habe. Gestern habe man ein 18-Wochen-Hoch des Euro gegenüber dem USD gesehen. Der US-Dollar stecke momentan in einer Schwächephase und habe, nachdem die Ratingagentur Moody's berichtet habe, sie wolle das AAA-Rating der USA unter Umständen herunterstufen, gegenüber den anderen Hauptwährungen auf breiter Front an Boden verloren. Obwohl die Meldung nicht völlig unerwartet veröffentlicht worden sei (bei S&P seien die USA ihr AAA schon länger los), sei der Zeitpunkt der Veröffentlichung beachtenswert.
Donnerstag könne der Offenmarktausschuss mit einer neuen Runde US-Anleihekäufe dafür sorgen, dass der USD gegenüber dem Euro stärker unter Druck gerate. Ziel dieser Maßnahme solle sein, den schwachen Arbeitsmarkt wieder in Schwung zu bringen. Gute Nachrichten seien im Wahlkampf sicher bei Obama gerne gesehen.
Der hohe Schuldenstand mache den USA immer mehr zu schaffen. Und da momentan nicht vorstellbar sei, wie man das Defizit senken könne, drohe akut der Verlust der Top-Bonitätsnote. Dieser Schritt sei in den Augen der Analysten nicht nur verständlich, sondern überfällig, wie sie bereits in der Vergangenheit häufig erläutert hätten. Die USA seien fern jedweder Reformpolitik oder Einigkeit in strategischen Entscheidungen. Man habe sich dagegen in allerletzter Sekunde darauf einigen können, die Schuldengrenze weiter hochzusetzen, um die Notenpresse heiß laufen zu lassen. Größere politische Einigkeit habe man in den letzten Monaten nicht wahrgenommen. Und im derzeit anlaufenden Wahlkampf würden viele Versprechungen zur Genesung der Wirtschaft gemacht, deren Einhaltung mehr als zweifelhaft seien.
Die Analysten seien gespannt, ob die Ratingagenturen die Änderungsprozesse (sofern sie überhaupt kommen würden) genau so begleiten, wie sie dieses bei den europäischen Reformländern getan hätten. Zur Erinnerung: Viele Reformländer seien systematisch kurz vor Ramschniveau herabgestuft worden, nachdem sie schmerzhafte Reformen angestoßen hätten und in der Folge in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten seien.
In diesem Zusammenhang blicke man auf die US-Daten von gestern. Das Handelsbilanzdefizit sei mit -42 Mrd. USD ein wenig kleiner ausgefallen als mit -44 Mrd. USD erwartet worden sei. Gewohnt defizitär sei es trotzdem gewesen. Sowohl die Importe (-0,8%) als auch die Exporte (- 1%) hätten unter dem Vormonatsniveau gelegen. Dies sei zum ersten Mal seit April und hochgerechnet auf das letzte Jahr nur drei mal passiert.
Zusammenfassend ergebe sich ein Szenario, das den EUR gegenüber dem USD favorisiere. Erst ein nachhaltiges Unterschreiten der Unterstützungszone bei 1,2490 bis 1,2500 neutralisiere das positive Bias des Euros. (12.09.2012/ac/a/m)
Der USD stelle sich gegenüber dem JPY auf 77,88. In der Folge notiere EUR/JPY bei 100,25, während EUR/CHF bei 1,2083 oszilliere.
Nachdem man unter einer relativ bescheidenen Nachrichtenlage in die Woche gestartet sei, werde man heute eine regelrechte Nachrichtenflut erleben. Die Entscheidung um den ESM, die Wahlen in den Niederlanden und Veröffentlichungen über eine Bankenunion stünden auf der Tagesordnung.
Diese Nachrichten hätten das Potenzial eine wegweisende Richtung aus der Krise zu zeigen. Die Erwartungshaltung sei durchweg proeuropäisch geprägt und könne den Euro kurzfristig in die 1,30-Region bringen, nachdem man heute morgen bereits kurz die 1,29-Marke im Blick gehabt habe. Gestern habe man ein 18-Wochen-Hoch des Euro gegenüber dem USD gesehen. Der US-Dollar stecke momentan in einer Schwächephase und habe, nachdem die Ratingagentur Moody's berichtet habe, sie wolle das AAA-Rating der USA unter Umständen herunterstufen, gegenüber den anderen Hauptwährungen auf breiter Front an Boden verloren. Obwohl die Meldung nicht völlig unerwartet veröffentlicht worden sei (bei S&P seien die USA ihr AAA schon länger los), sei der Zeitpunkt der Veröffentlichung beachtenswert.
Der hohe Schuldenstand mache den USA immer mehr zu schaffen. Und da momentan nicht vorstellbar sei, wie man das Defizit senken könne, drohe akut der Verlust der Top-Bonitätsnote. Dieser Schritt sei in den Augen der Analysten nicht nur verständlich, sondern überfällig, wie sie bereits in der Vergangenheit häufig erläutert hätten. Die USA seien fern jedweder Reformpolitik oder Einigkeit in strategischen Entscheidungen. Man habe sich dagegen in allerletzter Sekunde darauf einigen können, die Schuldengrenze weiter hochzusetzen, um die Notenpresse heiß laufen zu lassen. Größere politische Einigkeit habe man in den letzten Monaten nicht wahrgenommen. Und im derzeit anlaufenden Wahlkampf würden viele Versprechungen zur Genesung der Wirtschaft gemacht, deren Einhaltung mehr als zweifelhaft seien.
Die Analysten seien gespannt, ob die Ratingagenturen die Änderungsprozesse (sofern sie überhaupt kommen würden) genau so begleiten, wie sie dieses bei den europäischen Reformländern getan hätten. Zur Erinnerung: Viele Reformländer seien systematisch kurz vor Ramschniveau herabgestuft worden, nachdem sie schmerzhafte Reformen angestoßen hätten und in der Folge in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten seien.
In diesem Zusammenhang blicke man auf die US-Daten von gestern. Das Handelsbilanzdefizit sei mit -42 Mrd. USD ein wenig kleiner ausgefallen als mit -44 Mrd. USD erwartet worden sei. Gewohnt defizitär sei es trotzdem gewesen. Sowohl die Importe (-0,8%) als auch die Exporte (- 1%) hätten unter dem Vormonatsniveau gelegen. Dies sei zum ersten Mal seit April und hochgerechnet auf das letzte Jahr nur drei mal passiert.
Zusammenfassend ergebe sich ein Szenario, das den EUR gegenüber dem USD favorisiere. Erst ein nachhaltiges Unterschreiten der Unterstützungszone bei 1,2490 bis 1,2500 neutralisiere das positive Bias des Euros. (12.09.2012/ac/a/m)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 1,1749 | 1,1712 | 0,0037 | +0,32% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| EU0009652759 | 965275 | 1,20 | 1,11 | |
= Realtime
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