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EUR/AUD: Konvergenz oder Divergenz?




13.06.12 16:13
ETX Capital

London (www.aktiencheck.de) - Der Wechselkurs des EUR/AUD (Australischer Dollar) befindet sich mit Notierungen um 1,26 AUD aus charttechnischer Sicht momentan an einer wichtigen Marke, so die Experten von ETX Capital.

Im Tageschart des Währungspaares sei gut zu erkennen, dass der Kurs in den letzten Tagen schwächer tendiert habe und sich nun an einer wichtigen technischen Unterstützung befinde, die in den letzten zwei Monaten ausgebildet worden sei. Die Frage, die sich Devisentrader nun stellen könnten, sei, ob der Unterstützungsbereich in den nächsten Tagen halte oder ob der langfristige, abwärts gerichtete Trend wieder aufgenommen werde.

Die 200-Tages-Linie sei eindeutig abwärts gerichtet und gebe zumindest nach der klassischen Indikatorenlehre die übergeordnete Trendrichtung vor. Zwar sei die wichtige 200-Tages-Line in den letzten Wochen kurzzeitig von dem Wechselkurs überschritten worden, jedoch sei der Bruch der Linie nicht nachhaltig gewesen und die Kurse seien in den letzten Tagen wieder unter den Trendindikator gefallen. Von dieser Warte aus könnte man also argumentieren, dass damit eine Bestätigung des intakten Abwärtstrends vollzogen worden sei und deshalb schwächere Kurse und damit ein Unterschreiten des Unterstützungsbereichs um die Marke von 1,26 wahrscheinlich sei.

Aus fundamentaler Sicht stelle sich hier die Frage, ob die Wachstumsaussichten der Wirtschaftsräume Asiens, hier vor allem China, und Europas in den nächsten Monaten konvergieren oder ob diese weiter divergieren würden. Aufgrund der starken Abhängigkeit der australischen Wirtschaft von der Rohstoffnachfrage der aufstrebenden Ökonomien Asiens könnte der Australische Dollar gegenüber dem Euro hier der direkteste Weg sein, um auf eines der beiden makroökonomischen Szenarien zu setzen. Sollte sich das chinesische Wirtschaftswachstum stärker als erwartet zeigen, dann könnte infolge eine Trendfortsetzung des EUR/AUD-Kurses vermutet werden und in der aktuellen Chartsituation Shortpositionen aufgebaut werden. Um ein gutes Chance/Risiko-Verhältnis (CRV) zu erhalten, könnte ein enger Stopp an der 200-Tages-Line platziert werden.

Devisentrader, die dieses Szenario bevorzugen würden, könnten darauf setzen, dass die chinesische Regierung, wie zuletzt durch die plötzliche Zinssenkung gezeigt, klare Maßnahmen einleite, um die heimische Wirtschaft zu stützen. Auf der anderen Seite könnten Trader aber auch erwarten, dass sich nach den griechischen Wahlen und einem Verbleib Griechenlands in der Eurozone die Lage in Europa wieder etwas beruhige. Schwächere makroökonomische Daten aus China, wie man sie zuletzt gesehen habe, könnten dann den Wechselkurs an der charttechnischen Barriere, die bei der Marke von 1,26 AUD verlaufe, abprallen lassen und auf einen erneuten Test der starken Widerstandszone setzen, die sich zwischen den Marken bei 1,3030 AUD und 1,2925 AUD befinde. Auch in diesem Szenario sollte mit engen Stopps gearbeitet werden. Ein möglicher initialer Stopp könnte bei einem Kursniveau von 1,2450 platziert werden. Damit läge das CRV dieses Trades bei etwa 2,5. (13.06.2012/ac/a/m)








 
 

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