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ENRO plant starkes Wachstum




04.04.01 00:00
GoingPublic-Online

Die Aktien der ENRO AG (WKN 549 282) können Anleger bis zum 6. April zeichnen, berichten die Analysten von GoingPublic-Online.

Die Papiere würden zwischen 15,50 und 17 Euro kosten. Bis zu 670.000 Aktien (inklusive 120.000 Stück Greenshoe) würden unter Führung der Lang & Schwarz Wertpapierhandel AG am Qualitätssegment Smax des Frankfurter Geregelten Marktes eingeführt werden sollen. Als Erstnotiz sei der 9. April geplant. Bei vollständiger Ausübung des Greenshoes ergebe sich ein Free Float von 24 %. Die 550.000 auszugebenden Aktien hätten komplett einer Kapitalerhöhung entstammt, die gesamte Mehrzuteilungsreserve dem Besitz der Altaktionäre.

Im Bereich Energie habe ENRO das „Energie ohne Schadstoffe - Programm (EoS-Programm)“ entwickelt. Im Rahmen dieses Programms würden besonders umweltfreundliche Kraftwerke und Maschinen gebaut oder entsprechend modifiziert. Anschließend würden die Kraftwerke entweder an den Auftraggeber verkauft oder selbst betrieben. Ein weiteres Geschäftsfeld bestehe in der Beteiligung an der Entwicklung eines Pilotprojektes für die flächendeckende, leitungsgebundene und hygienisch einwandfreie Wasserversorgung in der sehr wasserarmen Northern Province der Republik Südafrika. Das dritte Standbein sei der Energiehandel mit mittelständischen Unternehmen.

ENRO plane bis 2003 eine knappe Versechsfachung des 2000er Umsatzes von 7,4 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss solle den Wachstumspfad der letzten 15 Jahre wiederaufnehmen und bis 2003 etwa 6,6 Mio. Euro erreichen. Aufgrund der Liberalisierung des deutschen Strommarktes und der „Auskehrung aller Risiken“ habe das Unternehmen in 2000 erstmals Verluste ausweisen müssen. Mit den Erlösen aus dem Börsengang wolle ENRO in den nächsten Jahren Investitionen in eine Vielzahl weiterer Energieprojekte angehen.

Auf Basis der Preisspannenmitte errechne sich für 2002 ein KGV von 13,8. Sofern ENRO das angestrebte Wachstum tatsächlich realisieren könne, sei die Aktie damit durchaus attraktiv bewertet. Das Geschäft der ENRO AG sei jedoch zu einem erheblichen Teil ein Projektgeschäft, das mit hohen Vorlaufkosten und Anfangsinvestitionen verbunden sei. Daher bleibe abzuwarten, ob diese Investitionen sich so kurzfristig und in derart starkem Maße in der Gewinn- und Verlustrechnung niederschlagen würden, wie das Unternehmen angesichts der ambitionierten Zahlen plane. Langfristig stimme zusätzlich der sehr geringe Free Float von maximal nur 0,67 Mio. Aktien und der damit zu befürchtende enge Markt für ENRO-Aktien bedenklich. Zudem bleibe abzuwarten, ob ENRO sich vor dem „Dornröschen-Schlaf“, in den viele Smax-Werte nach ihrer Emission verfallen seien, schützen könne.







 
 

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