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Droht Europa und USA eine Deflation?




13.06.03 11:40
INVESCO

Viele Zeitungsartikel hätten sich in letzter Zeit mit der Deflationsgefahr beschäftigt, berichten die Analysten von INVESCO.

Glaube man einigen dieser Artikel, befinde sich die Welt am Rande einer Deflationsspirale - vergleichbar mit der während der Großen Depression. Der Hinweis der FED auf die Möglichkeit einer Deflation, welcher nach der letzten Sitzung des Offenmarktauschusses geäußert worden sei, habe dieser Diskussion zweifellos Vorschub geleistet.

Die Analysten von INVESCO halten eine Deflation für ein nicht realistisches Szenario für die USA, Großbritannien und den Euroraum. Denn Deflation sei, "ein anhaltender Rückgang des allgemeinen Preisniveaus von Waren und Dienstleistlungen, gemessen an Kennzahlen wie Verbraucherpreisindex oder BIP-Deflator (Preis-Index des BIPs)". Das würde auch bedeuten, dass Kurseinbrüche an den Finanzmärkten kein Grund für eine Deflation seien.

In Japan, wo die Verbraucherpreise seit Ende 1999 fallen würden, würde bereits Deflation herrschen. Ein ähnliches Bild sehe man in Hongkong (hier habe die Veränderung des Verbraucherpreisindex zuletzt bei -1,9% gelegen). China hingegen scheine die Deflation zu überwinden. In Großbritannien, den USA und im Euroraum sei eine Deflation der Güterpreise zu beobachten. Die Preise für Dienstleistungen würden aber nicht fallen. Sie würden weiter steigen.

In Großbritannien beispielsweise seien die Preise für Güter im Jahresvergleich ungefähr gleich geblieben, weil sie durch Produktionsüberschüsse, insbesondere bei den billigen Importwaren aus Ländern wie China und Mexiko, niedrig gehalten worden seien. Gleichzeitig seien allerdings die Preise für Dienstleistungen um über 4% gestiegen. Dienstleistungen würden etwa zwei Drittel der Gesamtausgaben ausmachen. Da die steigenden Preise für Dienstleistungen die fallenden Güterpreise mehr als ausgleichen würden, liege die Inflationsrate in Großbritannien, gemessen am Einzelhandelspreisindex, bei etwa 3%. Das gleiche Bild biete sich in den USA und im Euroraum. Eine Deflation sei deshalb in diesen Regionen unwahrscheinlich.








 
 

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