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Dow Jones: Nicht nur der DAX hat seine Probleme




24.05.12 10:19
DAX-Ausblick

Rosenheim (www.aktiencheck.de) - Der Experte vom "DAX-Ausblick", Sebastian Hoffmann, schaut heute einmal über den Atlantik an die New Yorker Wall Street.

Denn es heiße ja stets, dass deutsche Anleger erst einmal den Dow Jones betrachten würden, bevor man im DAX aktiv werde. An den US-Börsen habe sich zuletzt ebenfalls die Abwärtstendenz fortgesetzt, auch wenn die Kursrückgänge bislang keine großen Ausmaße erreicht hätten. Der Dow Jones befinde sich aktuell ca. 5% unter seinem April-Hoch. Klinge nicht so schlimm. Dennoch:

Auch an der Wall Street seien die Anleger wegen der Euro-Krise nervös. Der "Risk-Off-Modus" habe New York wieder erreicht. Da würden sich die sonst so scheinbar coolen amerikanischen Börsianer auch nicht zu sehr von ihren eigenen wieder ganz positiv aussehenden Konjunkturdaten beeindrucken lassen. Zuletzt zumindest nicht. Auf der anderen Seite:

Vielleicht seien die Kursverluste an den US-Börsen ja auch nur ein bisschen "importiert" aus Europa worden und die Verluste an der Wall Street seien übertrieben? Schaue man einmal, was uns im Monat Juni im Dow Jones erwarten könnte - mithilfe eines Backtests. Das Ergebnis sei sehr eindeutig. Der Juni sei für den Old-Economy-Index kein guter Börsenmonat. Durchschnittlich verliere der US-Index über den ersten Sommermonat 0,14%.

Noch ein paar Fakten zum kommenden Börsenmonat im Dow Jones: In den letzten 36 Jahren seien exakt 50% der Juni-Monate im Gewinn beendet worden. In den letzten sieben Jahren habe der Dow Jones jedes Mal im Juni Verluste verkraften müssen. In 2011 seien es -1,24%; 2010 -3,58%, 2008 sogar -10,19% gewesen.

Betrachte man die letzten zehn Jahre isoliert, würden sich sogar noch schlechtere Werte ergeben: Seit 2001 ergebe sich ein durchschnittliches Minus von 2,36%. Die Gewinnwahrscheinlichkeit liege im Juni dann bei nur noch 18,18%.

Hoffnung auf eine Trendwende könnte nun die Charttechnik machen. So treffe der Dow Jones bei 12.284 (Oktober-Hoch) auf die erste Unterstützung (bisheriges Korrekturtief liege bei 12.337 Punkten). Halte diese, passe wieder alles. Wenn nicht könnte sich der Rücksetzer dort spielend auf 12.212 verlängern, wo im Augenblick die 200-Tage-Linie verlaufe. Darunter würden sich weitere signifikante Abwärtstendenzen etablieren, worauf die übergeordneten Kursziele auf einen Absturz bis 10.840 Punkte hindeuten würden.

An der Wall Street gehe es derzeit alles andere als ruhig zu. Sollte der Dow Jones seinen Abwärtstrend fortführen, würde dieses auch den DAX weiter gen Süden ziehen. Natürlich wäre das für Ihren potenziellen Aktienbestand im Depot ärgerlich. Auf der anderen Seite:

Die Anleger hätten die Möglichkeit, eventuelle Verluste bei Einzelpositionen mit diversen Short-Positionen aufzufangen. Schließlich könnten sie als Trader immer in beide Richtungen aktiv werden und somit trotz eines schwachen Gesamtmarktes eine gute Rendite machen. (24.05.2012/ac/a/m)








 
 
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