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DICA nicht zeichnen




25.10.00 00:00
IPO-Reporter

Die Analysten von IPO-Reporter empfehlen derzeit die Aktien von DICA (WKN 512950) nicht zu zeichnen.

Der Börsenkandidat bezeichne sich als einer der technologisch führenden Anbietern von Geräten für Internet- und ISDN-Security sowie von ISDN-Infrastruktur-Geräten. Dabei konzentriere man sich auf die vier Bereiche Internet Security Appliances, Secure Server Appliances, ISDN-Security und ISDN-Infrastruktur. Den Schwerpunkt habe das Unternehmen auf die Entwicklung und Vermarktung einfach zu installierender und sicherer Appliances für die Kommunikations- und Internetmärkte gelegt. Ziel von DICA sei es, sich weltweit als einer der führenden Anbieter von Internet-Appliances zu positionieren.

Die in Deutschland, Großbritannien, den USA, Australien und Venezuela vertretene DICA Technologie AG habe im abgelaufenen Geschäftsjahr 1999 17,52 Millionen DM erlöst. Der Löwenanteil sei im Geschäftsfeld ISDN-Infrastruktur erwirtschaftet worden. Mittelfristig sollten bis zu 85% der Einnahmen in den Segmenten Internet Security Appliances und Secure Server Appliances erzielt werden. In den 9 Monaten des Jahres 2000 habe die DICA AG einen Umsatz von rund 22 Millionen DM erzielt und damit den Vorjahresumsatz der gleichen Periode um 68% überboten. Für das Gesamtjahr rechne der Börsenkandidat mit einer Umsatzsteigerung um rund 79% auf 31,29 Millionen DM. Nicht nur der Umsatz sei kontinuierlich gesteigert worden, auch der Verlust wachse von Jahr zu Jahr. So habe DICA nach einem Fehlbetrag von 14,26 Millionen DM in 1999 in den ersten 9 Monaten diesen Jahres ein negatives Ergebnis von rund 14,8 Millionen DM erzielt. Für das Gesamtjahr werde mit einem Verlust von 26 Millionen DM gerechnet. Der Break Even werde im Geschäftsjahr 2002 anvisiert.

Mit dem Emissionserlös sollten zuerst stille Beteiligungen und von der Tochtergesellschaft Equiinet Limited an SUK ausgestellte Schuldscheindarlehen bezahlt werden. Des weiteren solle Kapital als Gegenleistung für den Erwerb von Anteilen an CPS Communications Products Services GmbH verwendt werden. Mit dem übrigen Erlös wolle DICA in die Entwicklung neuer Produkte, insbesondere in den Geschäftsbereichen Internet-Security und Secure Server Appliances, investieren. Ein Teil solle zur Erhöhung der Wahrnehmung und des Wiedererkennungswerts der Marke und der Produktnamen von DICA, zum Eintritt in internationale Märkte, zur Finanzierung ihrer weiteren Expansion durch Übernahmen sowie für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet werden.

IPO-Reporter rate von einer Zeichnung der DICA-Aktie ab. Das Unternehmen sei in einem starken Wachstumsmarkt aktiv. Studien zufolge betrage des Marktvolumen der ISDN-Security jährlich 600 Millionen DM. Das Sicherheitsbewusstsein in der Informationstechnik wachse kontinuierlich. Das Gesamtwachstum des Internet Security Marktes werde von Datamonitor bis zum Jahr 2003 auf 27% geschätzt, der Bereich Public Key Infrastruktur solle sogar um 56% p.a. wachsen.

Da derzeit Postkarten oftmals noch sicherer seien als E-Mails, sei der Handlungsbedarf bei Unternehmen als auch bei Privatpersonen riesig. Jedoch sei auf diesem Markt der Konkurrenzkampf groß. DICA müsse sich gegen große börsenotierte Wettbewerber wie Articon, Biodata oder Utimaco behaupten. Biodata werde beispielsweise bei einem wesentlich höheren Umsatz mit einem 2001er KGV von rund 125 bewertet und könne gerade die Gewinnschwelle erreichen. Darauf müsse man bei DICA noch 2 Jahre warten. Utimaco werde mit einem 2001er KGV von 66 bewertet. Das Unternehmen komme ohne großen Abschlag gegenüber der Konkurrenz an den Neuen Markt. Nach Meinung von IPO-Reporter werde man bald noch günstigere Einstiegskurse an der Börse sehen. Bedenklich stimme IPO-Reporter auch, dass DICA noch vor 2 Wochen kurzfristig den Börsengang wegen der schwierigen Marktlage abgesagt habe. Das Unternehmen müsse erst wieder das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen.








 
 

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