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DAX-Titel widerstehen der Flaute




18.08.03 13:03
BoersenMan.de

Dem Waschmittel- und Klebstoffanbieter Henkel gelingt das Kunststück, das schon größere DAX-Unternehmen vorgeführt haben: Aus weniger mehr zu machen, oder: Trotz schrumpfender Umsätze den Gewinn zu steigern, berichten die Experten von "BoersenMan.de".

Zwar hätten Pattex, Persil & Co zur Halbzeit 180 Millionen Euro weniger eingespielt als ein Jahr zuvor. Und dennoch habe Henkel damit 18 Millionen Euro mehr verdient. Deutschlands Wirtschaft schrumpfe, die Konzernergebnisse würden steigen - wie passe das zusammen? Erstens: Konzerne würden Kosten senken. In den großen Unternehmens-Apparaten würden Stellen gestrichen und zusammengelegt, Arbeitsabläufe optimiert, Betriebsräte ruhig gestellt; überflüssige Beteiligungen würden endlich verkauft.

Zweitens: Der DAX sei längst kein Deutscher mehr. Henkel verdiene 4/5 seines Geldes im Ausland, Metro die Hälfte. Drittens: Konzerne hätten Steuerberater, und zwar gute. In der Flaute würden sie zuvor gezahlte Steuern zurück holen. Der Versicherer Allianz habe im Halbjahr rund 850 Millionen Euro Steuergutschrift kassiert - und nur deshalb das Halbjahr mit Gewinn beendet.

Kosten runter, Gewinne rauf: Die Diät mache die Unternehmen fit für den nächsten Aufschwung. Wann der losgehe? Dann, wenn Unternehmen wie Henkel den Gewinn steigern, weil sie wieder mehr Waschmittel verkaufen würden.







 
 

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