Comtrade fair bewertet




17.11.00 00:00
GoingPublic-Online

In der Zeit vom 16. bis zum 22. November können die Papiere des IT-Dienstleisters Comtrade (WKN 550253) in einer Bookbuilding-Spanne von 5,75 bis 6,75 Euro gezeichnet werden und die Erstnotiz am Neuen Markt ist für den 24. November vorgesehen, berichten die Analysten von „GoingPublic-Online“.

Die Gontard & Metallbank sowie Delbrück würden das Konsortium anführen. Weitere Konsortialbanken seien die Hamburgische Sparkasse, Bankhaus Lampe, Vereins- und Westbank sowie VEM. Insgesamt würden bis zu 2,35 Mio. Aktien (inklusive Greenshoe von 0,35 Mio. aus dem Besitz der Altaktionäre) an den Markt gebracht werden, 2 Mio. Stücke würden aus einer Kapitalerhöhung stammen. Nach dem Börsengang betrage der Streubesitz maximal 29,4 %.

Die Comtrade Trade & Finance GmbH sei 1987 als reiner IT-Broker für Großrechner gegründet worden. In der Folge sei das Leistungsspektrum um die Bereiche IT-Finance, IT-Systemlösungen und IT-Innovations erweitert worden. Das Leasing kostspieliger IT-Hardware über Comtrade Finance sei von beiderseitigem Vorteil: Kunden könnten auf einen Schlag in den Besitz der gewünschten Gesamtausrüstung gelangen. Da die Finanzierungskosten als Aufwand vermerkt werden könnten, würden gekaufte IT-Systeme nicht als Aktiva zur Abschreibung in den Büchern erscheinen.

Nicht zuletzt werde durch die Finanzierung der Kunde langfristig an Comtrade gebunden. Schon vor Ablauf des laufenden Vertrages werde das System dann über Comtrade Brokerage weitervermarktet. Dieses sorge für eine relativ hohe Gewinnmarge. In den Sektoren Systems und Innovations befinde sich Comtrade mit sogenannter Migrations-Software–eine Art Transformations-Tool für auslaufende IT-Systeme wie z.B. für SAP R/2 (2001) oder OS/2 (bis 2004)–und einem UNIX/NT-basierten System für das Gesundheitswesen auf dem Markt.

Comtrade stehe weniger mit vergleichbaren Unternehmen im Wettbewerb als vielmehr mit den Herstellern von Hard- und Software selbst. In den beiden Dienstleistungs-Geschäftsfeldern IT-Brokerage und IT-Finance, die derzeit 75 % zum Umsatz beisteuern würden, sei das Unternehmenswachstum durch die erwartete Wachstumsrate des Gesamtmarktes von rund 30 % p.a. begrenzt. Im Bereich Systems & Innovations stecke zwar mehr Phantasie, doch sei hier das Zeitfenster für den Vertrieb limitiert bzw. aufgrund der niedrigen Markteintrittsbarrieren die Konkurrenz deutlich größer.

Positiv zu vermerken sei, dass sich die Altaktionäre zu einer 36monatigen Lock-up-Periode verpflichtet hätten und auch die Bookbuilding-Spanne von den ursprünglich geplanten 7,50 bis 9 Euro auf nur noch 5,75 bis 6,75 Euro herabgesetzt worden sei. Auf Basis der Emissions-Kennzahlen sei das Unternehmen fair bewertet, deutliche Zeichnungsgewinne seien daher nicht zu erwarten.








 
 
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