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China Flash PMI klettert auf Zweijahreshoch




24.01.13 11:06
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Heute früh wurde die wichtige Schnellschätzung des HSBC Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe bekannt gegeben, so die Analysten der Nord LB.

Der sog. Flash PMI klettere im Januar auf ein Zweijahreshoch und präsentiere sich damit stärker als erwartet (Nord LB-Prognose: 51,5; Bloomberg: 51,7). Sollte der finale Index das heutige Ergebnis bestätigen, würde dies zudem den fünften Anstieg in Folge bedeuten. Entsprechend freundlich hätten die Aktienmärkte im Asien-Pazifik-Raum kurz nach der Veröffentlichung reagiert.

Angetrieben worden sei der Anstieg unter anderem durch die Subkomponenten zu den Neuaufträgen und zur Beschäftigungslage. Zudem hätten im laufenden Monat die neuen Exportbestellungen - wenn auch noch zurückhaltend - in expansives Terrain, also knapp über die 50-Punkte-Marke, gedreht.

Insgesamt bleibe die Wirtschaftsaktivität in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft auf einem für ihre Verhältnisse moderaten Wachstumskurs. Für das erste Quartal 2013 rechne man weiterhin mit einer BIP-Zuwachsrate von 8,1% Y/Y. Im Gesamtjahr sollte die chinesische Wirtschaftsleistung um 8,2% zulegen können.

Allerdings könnte sich die Feierlaune an den Aktienmärkten auch schnell in Richtung einer Katerstimmung drehen. Die robuste Entwicklung im Verarbeitenden Gewerbe verringere nach Einschätzung der Analysten nochmals die Wahrscheinlichkeit von Zinssenkungen durch die People's Bank of China (PBOC). Darüber hinaus sollten eventuelle Konjunkturprogramme, die für die Zeit nach dem im März anstehenden Regierungswechsel eventuell auf der Agenda gestanden hätten, etwas tiefer in der Schublade verschwinden.

Der Start ins neue Jahr sei geglückt. Der HSBC PMI für das Verarbeitende Gewerbe klettere nach vorläufigen Angaben weiter und steuere im Januar auf das stärkste Ergebnis seit zwei Jahren zu. Sogar der zuletzt eher unfreundliche Exportsektor steuere in positives Terrain. Die Märkte freue dies. Fraglich sei nur, ob nicht diese Freude einer gewissen Ernüchterung weiche, wenn sich Peking mit der Entwicklung zufrieden gebe. (24.01.2013/ac/a/m)








 
 

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