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Börsen im Schatten des Irak-Kriegs




31.03.03 10:51
4investors.de

Es war in jedem Fall nicht gerade die feine englische Art, mit der das neue Segment TecDAX begrüßt worden ist: Kursverluste am ersten Tag, so die Experten von "4investors.de".

Insgesamt habe sich der Index in seiner ersten Lebenswoche mit einem ansehnlichen Auf und Ab zu Worte gemeldet. Im Mittelpunkt des Interesses stehe allerdings weiter der Krieg gegen den Irak. Unsicherheit, was gewöhnlich als Gift für Börsen angesehen werde, bestimme das Geschehen: Die Nachrichtenlage sei weniger eindeutig, als erhofft, wobei die Indizien sich mehren würden, dass der Krieg länger dauere, als erwartet.

Die erste Woche TecDAX sei zugleich die letzte im ersten Quartal gewesen. Diese sei traditionell geprägt von einer Vielzahl von Bilanzpräsentationen. Die endgültigen Zahlen hätten Licht und Schatten gebracht.

Im DAX sehe die allgemeine Lage noch übler aus, als im TecDAX. Ganze sechs Aktien hätten sich gegenüber der Vorwoche verbessern können. Mit Altana und der Deutschen Bank kämen zwei davon auf Kursgewinne von mehr als zehn Prozent. Zum Pharmakonzern Altana habe es im Wochenverlauf einige positive Analystenstimmen gegeben. Gleiches gelte für den Finanztitel. Am anderen Ende der Skala finde sich Münchener Rück, die rund ein Viertel ihres Wertes gegenüber der Vorwoche eingebüßt habe. Allein am Freitag sei die Aktie um mehr als 10 Prozent eingebrochen.

Der Irak-Krieg hinterlasse seine Spuren auch im Standardwerte-Index. Nachdem der Reisekonzern TUI in der vergangenen Woche vom Kriegsbeginn und der damit verbundenen Hoffnung auf ein baldiges Ende der Unsicherheiten habe profitieren können, gehe es in dieser Woche wieder bergab. Der schnelle Sieg sei nicht erkennbar, eine Erholung der Reiselust kaum abzusehen. Auf die Situation reagiere der Konzern mit weiteren Kostensenkungsmaßnahmen. Vom Krieg belastet sei ebenfalls die Lufthansa, die gegenüber der Vorwoche um mehr als 10 Prozent verliere. Wie sehr der Kursgewinn der Deutschen Bank eine Ausnahme darstelle, zeige sich an den hohen Verlusten von Allianz und HypoVereinsbank, die jeweils deutlich mehr als 15 Prozent gegenüber der Vorwoche abgegeben hätten.








 
 

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