BioTissue interessant




23.11.00 00:00
Börsenreport

Nach Ansicht der Spezialisten vom Börsenreport könnten sich bei BioTissue (WKN 618061) kleinere Zeichnungsgewinne in einem positiven Börsenumfeld ergeben.

BioTissue arbeite seit 1997 in modernsten GMP-Labors für Zellkulturtechnik an innovativen Behandlungsverfahren, um Menschen mit schwierigen Krankheitsbildern helfen zu können. Die Gesellschaft sei als Spin-off aus der Universität Freiburg entstanden und zähle sich selbst mittlerweile zu einem der führenden Unternehmen im Tissue Engineering - einer Schlüsseldisziplin der Biotechnologie. Das Unternehmen würde zudem in engen Partnerschaften zu wichtigen Forschungszentren stehen.

BioTissue habe ein Verfahren zur Züchtung von menschlichem Gewebe aus körpereigenen Zellen entwickelt. Zwei Therapien namens "BioSeed-S®" und "MelanoSeed“, die zur Heilung von Hautdefekten eingesetzt werden können, hätten schon die Marktreife erlangt. Damit könnten Pigmentdefizite in der Haut korrigiert werden. Zudem könne das Verfahren bei Behandlungen von schwer heilenden Brandwunden und offenen Beinen angewandt werden. Da keine körperfremden Substanzen verwendet würden, sei eine arzneirechtliche Zulassung nicht erforderlich, sondern nur eine entsprechende Herstellungserlaubnis. Die Behandlung würde ambulant durchgeführt werden.

Drei weitere Verfahren, die einen Ersatz von Mundschleimhäuten, Knorpeln und Knochensubstanzen darstellen würden, sollen im kommenden Jahr eingeführt werden. Von Krankenkassen würden die Therapiekosten aber nur im Einzelfall erstattet werden – über eine generelle Erstattung durch die Kassen verhandle man derzeit. Zuerst solle ein Mundschleimhautersatzprodukt auf den Markt kommen, das nach Krebsbehandlungen, Unfällen oder Parodontose angewandt werden könne. Anschließend sei die Einführung von Knorpel- und Knochenersatzprodukten geplant, die nach Unfällen, in der Orthopädie, im Kieferbereich und bei Arthrose eingesetzt werden könnten.

Die frischen Geldmittel sollten zum Ausbau von Forschung und Vertrieb sowie den weiteren Personalaufbau verwendet werden. Der überwiegende Teil der zur Zeichnung angebotenen Aktien stamme aus einer Kapitalerhöhung anlässlich des Börsengangs. 322.000 der angebotenen Aktien kämen aus dem Bestand der Altaktionäre. Geplant sei, rund 70% der Emission bei institutionellen Investoren zu platzieren. Der Streubesitz solle sich nach dem IPO auf 37,9% belaufen. Die Altaktionäre hätten sich zu einer Haltefrist von 36 Monaten verpflichtet.

Für dieses Jahr würde ein Umsatz von 0,6 Mio. DM erwartet werden, der im kommenden Jahr auf 3 Mio. DM und im Jahre 2002 auf 15,5 Mio. DM weiter ansteigen solle. Für das laufende Geschäftsjahr würde mit einem Verlust von 6,4 Mio. DM gerechnet. Für das nächste Jahr sei ein Fehlbetrag von 11,7 Mio. DM eingeplant, der sich im Jahre 2003 auf 7,4 Mio. DM reduzieren solle.

Da an der Börse nicht nur der wissenschaftliche, sondern vor allem der finanzielle Erfolg eines Unternehmens Anklang finden würde, sollte die weitere Entwicklung der Gesellschaft beobachtet werden. Positiv auf den Kurs könnte sich eine Entscheidung über die Kostenübernahme der Behandlung durch die Krankenkassen auf den Kurs auswirken.








 
 
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