Axel Springer bietet Spitzenrendite




27.10.11 09:56
TradeCentre.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" empfehlen, eine erste Position in der Aktie von Axel Springer bei Kursen um 27,50 Euro zu kaufen.

Die Geschäfte der Axel Springer AG würden bestens laufen. Nach Angaben des Unternehmens könne das Unternehmen bis zum heutigen Zeitpunkt weder im deutschen Print-Geschäft noch bei den digitalen Geschäftsmodellen eine konjunkturelle Abkühlung feststellen. Der im MDAX (ISIN DE0008467416 / WKN 846741) notierte Konzern profitiere eher immer mehr und mehr vom Durchbruch der digitalen Medien. Das Online Performance Marketing Geschäft könnte sogar von einem wirtschaftlichen Abschwung profitieren, da Unternehmen Maßnahmen zur Absatzförderung verstärken dürften.

Darüber hinaus könnte das Werbegeschäft im deutschen Zeitungsgeschäft anziehen, da in Zeitungen vorwiegend Werbung für den Abverkauf von Produkten geschaltet werde. Zudem sollten die Geschäfte zum Beispiel von der Preissuchmaschine idealo.de und das französische Immobilienportal SeLeger von einer konjunkturellen Abkühlung kaum betroffen sein. Auch dürften die Vertriebserlöse im deutschen Print-Geschäft bei einem möglichen schwächeren Konjunkturverlauf weitgehend stabil bleiben. Zudem seien die Berliner längst nicht mehr abhängig von Werbeeinnahmen im klassischen deutschen Print-Geschäft. Die Einnahmen im digitalen respektive Online-Werbegeschäft würden bereits über den Umsätzen aus den traditionellen Werbeumsätzen liegen.

Ertragstechnisch überzeuge Axel Springer. Nach einem erfolgreichen Jahresauftakt habe das Unternehmen die positive Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal fortgesetzt. In den ersten sechs Monaten hätten die Einnahmen um knapp zwölf Prozent auf mehr als 1,5 Milliarden Euro expandiert. Die leicht sinkenden Erlöse bei den inländischen Printmedien hätten durch ein kräftiges Wachstum bei den digitalen und internationalen Medien überkompensiert werden können. Bereinigt um Konsolidierungseffekte aus neu erworbenen Gesellschaften habe sich der Umsatz moderat erhöht. Getragen worden sei das Wachstum durch ein Umsatzplus von 53,4 Prozent bei den internationalen Printmedien und von einem Anstieg um über 30 Prozent bei den digitalen Medien.

Inzwischen würden die digitalen und internationalen Medien mit 44 Prozent zum Umsatz beitragen und mit fast 39 Prozent zum Konzern-EBITDA. Im ersten Halbjahr sei das EBITDA um 10,5 Prozent auf 288,7 Millionen Euro angestiegen. Das entspreche einer komfortablen Marge von rund 19 Prozent. "Die Zahlen bestätigen unsere Strategie. Axel Springers digitale und internationale Aktivitäten sind nicht nur die Wachstumstreiber, sondern tragen mittlerweile auch nahezu 40 Prozent zum operativen Ergebnis bei. Ergebnisverbesserungen haben wir im digitalen Geschäft insbesondere bei unseren Inhalte-Portalen und Rubriken-Marktplätzen erreicht. Unsere Initiative für Bezahlinhalte im Internet macht Fortschritte, und wir werden diesen langfristigen Paradigmenwechsel weiter beharrlich vorantreiben", sage Vorstandschef Mathias Döpfner.

Unterm Strich habe Axel Springer im ersten Halbjahr 151,2 Millionen Euro verdient. Der um wesentliche, nicht operative Effekte bereinigte Konzernüberschuss habe einen Wert von fast 170 Millionen Euro erreicht. Alle bedeutenden Segmente würden zwischenzeitlich hoch profitabel arbeiten. Das Segment Zeitungen National, inklusive der "BILD"-Zeitung, habe in den ersten sechs Monaten 585 Millionen Euro umgesetzt und eine EBITDA-Marge von 22,7 Prozent erzielt. In der Einheit digitale Medien habe der Umsatz 435 Millionen Euro betragen. Die EBITDA-Rendite habe gegenüber dem Vorjahr von zwölf auf mehr als 16 Prozent zulegen können. Das Segment Print International setze 236,6 Millionen Euro um und habe die EBITDA-Marge von 10,3 auf 17,1 Prozent verbessert.

Für das zweite Halbjahr würden die Aussichten der Berliner positiv bleiben. Die Preiserhöhung bei der "BILD"-Zeitung in Q2 werde sich in der zweiten Jahreshälfte voll auswirken. Laut Kai Diekmann, Chefredakteur von "BILD", könnte Deutschlands "wichtigste" Zeitung 2011 ein Rekordergebnis einfahren. Zudem seien die Werbeerlöse im ersten Halbjahr in Deutschland für Zeitungen noch recht schwach gewesen. Das könnte sich im zweiten Semester 2011 ebenfalls noch verbessern. Die Wachstumsdynamik bei Digital sei bisher stark gewesen und werde sich weiter beschleunigen.

CEO Döpfner erwarte nach wie vor für das Geschäftsjahr 2011 einen Anstieg der Gesamterlöse im einstelligen Prozentbereich, zu dem voraussichtlich alle Erlöskategorien - Vertriebs-, Werbe- und übrige Erlöse - beitragen würden. Für das EBITDA rechne der Vorstand im Vergleich zum Vorjahr mit einem Anstieg im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. 2010 habe der Konzern einen Umsatz von 2,9 Milliarden Euro sowie ein EBITDA von 510 Millionen Euro erzielt. 2011 sollte der Umsatz die Marke von drei Milliarden Euro knacken. Das EBITDA würden Analysten bei 573 Millionen Euro und das EBIT bei 444 Millionen Euro erwarten.

Unterm Strich könnten 244 Millionen Euro Profit am Jahresende in den Büchern stehen oder 2,46 Euro je Aktie. Für das Jahr 2010 hätten die Anteilseigner eine Dividende von 1,60 Euro je Aktie erhalten. 2011 sollte Döpfner nicht weniger ausschütten. Eher sogar etwas mehr. Auf aktuellem Kursniveau entspreche dies einer Dividendenrendite von mehr als sechs Prozent. Unterstelle man 2012 eine konjunkturelle Eintrübung, könnte der Konzern nur moderat betroffen sein. Der Gewinn dürfte dann allenfalls um circa zehn Prozent zurückgehen. Das KGV betrage demnach zwölf und sei für einen Cashflow-starken Konzern nicht zu viel.

Strategisch wolle Döpfner zudem weiter über Zukäufe wachsen. Eine jüngst kolportierte Komplettübernahme der WAZ-Gruppe würden die Experten allerdings ausschließen. Vereinzelte Teile könnten allerdings für Axel Springer interessant sein. Zum Beispiel die "Krone"-Zeitung in Österreich. Das sei die "BILD" von Österreich. Hauptfokus bei Übernahmen werde aber weiterhin der Bereich digitale Medien bleiben. Auch ein börsennotiertes Unternehmen in dieser Sparte könnte für den Konzern von Interesse sein.

Der über 12.000 Mann starke Betrieb werde an der Börse mit 2,7 Milliarden Euro kapitalisiert.

Die Experten von "TradeCentre.de" raten zum Kauf einer ersten Position in der Aktie von Axel Springer bei Kursen um 27,50 Euro. Bei weiterer Kursschwäche empfehle man die Position aufzustocken. (Analyse vom 27.10.2011) (27.10.2011/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.








 
 
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