Erweiterte Funktionen


Australien höhere Leitzinsen erwartet




16.08.07 13:26
HypoVereinsbank

München (aktiencheck.de AG) - Die in den vergangenen vier Wochen veröffentlichten australischen Konjunkturdaten sprachen durch die Bank für eine Fortsetzung des Zinserhöhungszyklus, so die Analysten der HypoVereinsbank.

Die Inflation in Q2 habe mit einem Anstieg von +2,1% ggü. VJ. (Konsenserwartung +1,9%) überrascht, der Immobilienmarkt zeige sich weiterhin in guter Verfassung, die Einzelhandelsumsätze seien robust und der Arbeitsmarkt boome wie schon in den vergangenen Monaten.

Trotz der Zinsanhebung der australischen Notenbank am 8. August um 25 Bp auf 6,5% sei noch kein Ende des Zinserhöhungszyklus absehbar. Dies habe die Veröffentlichung des "Statements on Monetary Policy" am 13. August klargemacht. Hierin seien die Inflationserwartungen erneut nach oben angehoben worden. Damit habe sich nochmals bestätigt, dass das Risiko für weitere geldpolitische Schritte eindeutig in Richtung höherer Leitzinsen ausgerichtet bleibe. Eine weitere Untermauerung dürfte Notenbankchef, Glenn Stevens, in seiner halbjährlichen Rede zur Geldpolitik am 17. August geben.

Zwar habe die Mixtur aus einer wesentlich schärferen geldpolitischen Rhetorik der Notenbank bei gleichzeitig zunehmender globaler Risikoaversion für eine extreme Drehung der Swapkurve um den 3J-Bereich gesorgt. Während die Geldmarktsätze und das kurze Ende der Swapkurve seit der letzten Ausgabe um bis zu 30 Bp angezogen hätten, seien die Swapsätze am langen Ende bis um 10 Bp zurückgefallen.

Da die Analysten der HypoVereinsbank mit einer zunächst noch anhaltend hohen Risikoaversion rechnen würden, dürfte sich an der deutlich inversen Kurve zunächst nichts ändern. Mit Blick aufs Jahresende würden sie hingegen einen stärkeren Aufwärtsdruck am langen Ende erwarten.

Die Schwäche des Australischen Dollars (AUD) sähen die Analysten gerade vor dem Hintergrund des Geldmarktstatements als vorübergehend an. Zwar gelte wie bereits in der Zinskurve die Erwartung, dass solange die hohe Risikoaversion anhalte, auch der AUD nicht fester tendieren sollte, eine weitere Schwäche gegenüber dem USD, JPY und EUR sehe man allerdings eher als Kaufgelegenheiten an.

Nachdem die Analysten in den letzten beiden Monaten immer wieder zur Glattstellung eines Teils der Währungsgewinne geraten hätten, würden sie nun entspannt abwarten und erst bei einer weiteren AUD-Korrektur das Longexposure im AUD erneut erhöhen. Dies orientiere sich allerdings weniger an einem bestimmten Level als vielmehr an Timingaspekten. Erst wenn klarer absehbar werde, dass sich die Nervosität an den Finanzmärkten lege, würden die Analysten das Exposure im AUD wieder aufstocken. (16.08.2007/ac/a/m)








 
 

Werte im Artikel
2,70 plus
+42,11%
2,15 plus
0,00%
Aktien des Tages

RSS Feeds




Bitte warten...