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Anleihen veränderte Anlegersturktur




11.08.03 13:12
INVESCO

Emerging-Market-Anleihen haben in den letzten Jahren eine sehr hohe Performance erzielt, berichten die Analysten von INVESCO.

Die zuletzt starke Performance der Emerging-Market-Anleihen habe Anleger dazu veranlasst, ihre Meinung über diese Assetklasse zu überdenken. Im Gegensatz zu Aktien, Staatsanleihen und High-Yield-Anleihen, die in den letzten drei Jahren unter starker Volatilität zu leiden gehabt hätten, habe der JP Morgen Emerging Market Bond Constrained Index (JPM EMBCI) in diesem Zeitraum trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen über 16% zugelegt.

Allmählich würden die Anleger erkennen, dass die jüngsten Krisen dieser Assetklasse wichtige makroökonomische Reformen erst möglich gemacht hätten. Trotz des Risikos krisenhafter Ereignisse zeige die Wertentwicklung der Vergangenheit, dass die Anleger für ihr Risiko angemessen entlohnt worden seien. Selbst in den Neunzigern, als Emerging-Market-Anleihen mit Krisen wie 1994 in Mexiko, 1997 in Asien, 1998 in Russland und 1999 in Brasilien hätten fertig werden müssen, hätten sie durchschnittliche jährliche Erträge von über 17% erzielt.

Die Aussicht auf dauerhaft niedrigere Inflation und Zinsen habe Anleger dazu bewogen, intensiver nach höherverzinslichen Wertpapieren Ausschau zu halten. Das führe zu einer Überprüfung der Portfoliostruktur, insbesondere vor dem Hintergrund volatiler Aktienmärkte und schwachem Dividendenwachstum. Emerging-Market-Anleihen böten hohe Renditen und seien nur schwach mit anderen Assetklassen korreliert. Eine Investition in diese Assetklasse könne die Erträge steigern und das Gesamtrisiko des Portfolios verringern.

Verstärktes Interesse in Emerging-Market-Anleihen führe dazu, dass die Zahl der Investoren steige. In den Neunzigern sei die Assetklasse von Hedgefonds und den Eigenhandelsabteilungen der Investmentbanken dominiert worden. Extreme Volatilität und in hohem Maße kreditfinanzierte Positionen seien die Folge gewesen. Inzwischen seien die Händler von den Investoren als wichtigste Marktteilnehmer abgelöst worden. Sie würden langfristiger denken und seien in der Lage, zwischen den einzelnen Ländern zu unterscheiden. Diese Veränderung habe die Korrelation zwischen den einzelnen Märkten und die Volatilität insgesamt verringert.

Der entscheidende Test sei im Jahr 2001 gekommen, als Argentinien die größte Insolvenz eines Emerging Markets allen Zeiten habe bekannt geben müssen. Während argentinische Anleihen im Jahr 2001 66% verloren hätten, habe jedes andere im JPM EMBCI vertretene Land einen positiven Ertrag -von 7% in Brasilien bis hin zu 55% in Russland erzielt. Das lege nahe, dass die Risikoprämie für Emerging-Market- Anleihen kleiner geworden sei.








 
 

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