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Augsburg (aktiencheck.de AG) - Jörg Grundwald und Manuel Hölzle, Analysten von GBC Research, empfehlen die Aktie von Andreae-Noris Zahn zu halten.
Die Andreae-Noris Zahn AG (ANZAG) gehöre zu den bedeutendsten deutschen Marktteilnehmern im Pharmagroßhandel. Dabei sei ANZAG hauptsächlich Partner für selbstständige Apotheken in Deutschland. Die logistische Leistung der ANZAG im Pharmagroßhandel bestehe in der Belieferung von Apotheken mit Arzneimitteln und weiteren Produkten - mehrfach am Tag und nachts, selbst in geringsten Losgrößen. Basis für diese Leistung sei ein flächendeckendes Mikrofeinverteilungs-System. Mit 23 Niederlassungen und einem Servicecenter verfüge die ANZAG über das dichteste Auslieferungsnetz aller Pharmagroßhändler in Deutschland. Im Jahr 2001 sei das integrierte Mikrologistik-System der ANZAG für die Distribution von Arzneimitteln zudem mit dem Deutschen Logistik-Preis und dem European Logistics Award ausgezeichnet worden.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2006 habe ANZAG Umsatzerlöse in Höhe von 1,71 Mrd. Euro erzielt, was einer leichten Steigerung um 2,4% gegenüber dem Vorjahrjahreszeitraum entspreche. Die Gesellschaft habe damit nicht im selben Maße am Marktwachstum von 7,0% partizipieren und damit nur unterproportional zum Markt wachsen können. Die erreichte leichte Umsatzsteigerung habe damit leicht unter den Erwartungen der Analysten gelegen. Sie hätten einen Umsatz in Höhe von 1,75 Mrd. Euro zum Halbjahr 2006 erwartet.
Beim Ergebnis habe die Gesellschaft hingegen Einbußen hinnehmen müssen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) habe sich von 25,50 Mio. Euro aus dem Vorjahreshalbjahr auf jetzt 21,91 Mio. Euro verringert. Das entspreche einem Rückgang von gut 14%. Die EBIT-Marge sei damit von 1,52% auf 1,28% zurückgegangen. Der Konzernüberschuss verringere sich sogar um 18,3% von 12,7 Mio. Euro auf aktuell 10,3 Mio. Euro.
Für das laufende Geschäftsjahr würden die Analysten erneut ein schwieriges Markt- und Wettbewerbsumfeld erwarten. Das Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitgesetz (AVWG) sei ein weiterer Eingriff der Politik in das Gesundheitssystem und damit auch in den Arzneimittelmarkt. In welchem Umfang der Pharmagroßhandel und damit die ANZAG davon betroffen sei, werde schwer zu prognostizieren sein. Da jedoch das vorrangige Ziel des Gesetzes eine Reduktion der Ausgaben für Arzneimittel im Bereich der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sei, und ca. 1,3 Mrd. Euro eingespart werden sollten, werde auch der pharmazeutische Großhandel negative Auswirkungen zu spüren bekommen.
ANZAG habe sich zum Ziel gesetzt, am Marktwachstum der nächsten Jahre angemessen zu partizipieren. Die Analysten würden aufgrund der demographischen Entwicklung und dem medizinischen Fortschritt eine Fortsetzung des moderaten Marktwachstums beim Arzneimittelmarkt und eine damit einhergehende leicht unterproportionale Entwicklung beim Markt des pharmazeutischen Großhandels sehen. Ihre Schätzungen sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis hätten sie leicht nach unten korrigiert. Aufgrund eines steigenden Anteils von Direktbelieferung seitens der Pharmaindustrie und vor allem aufgrund der nicht zu berechnenden Gesundheitspolitik mit ihren negativen Auswirkungen auf den Großhandel werde es weiterhin einen scharfen Wettbewerb und damit einen stetigen Margendruck geben.
Mit Hilfe von vivesco, der Apotheken-Kooperation der ANZAG die mittlerweile mehr als 1.200 Mitglieder aufweisen könne, solle diesem Prozess entgegengesteuert werden. Die ebenfalls konsequente Ausdehnung auf wachstums- und margenstarke Märkte mit den Akquisitionen in Kroatien und Rumänien werde den Margenverfall nicht vollständig eindämmen können. Die Analysten würden somit ihre Ziel-EBITDA-Marge von 2,1% auf 1,97% in ihrem DCF-Bewertungsmodell reduzieren. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) würden sie für das GJ 2006 56,74 Mio. Euro (zuvor 62,1 Mio. Euro) erwarten. Für das Nachsteuerergebnis liege die neue Schätzung der Analysten bei 23,1 Mio. Euro (bislang 26,6 Mio. Euro) und somit bei einem Ergebnis je Aktie von 2,16 Euro (bislang 2,50 Euro) nach IFRS.
In der Studie vom Dezember 2005 hätten die Analysten die Aktie mit dem Rating "akkumulieren" mit Kursziel 37,31 Euro (zum 31.08.2005) eingestuft. Zwischenzeitlich sei das Kursziel erreicht worden und der Aktienkurs habe sich in einer engen Bandbreite um diese Marke bewegt. Mit dem neuen Kursziel von 40,37 Euro auf Sicht des Geschäftsjahresende 2006 ergebe sich eine Renditeerwartung von 7,19%.
Somit vergeben die Analysten von GBC Research für die Aktie der ANZAG nun das Rating "halten". Berücksichtigt werden sollte bei Käufen der Aktie stets die Marktenge, da der Streubesitz lediglich 7,7% entspreche. (08.09.2006/ac/a/nw)
Die Andreae-Noris Zahn AG (ANZAG) gehöre zu den bedeutendsten deutschen Marktteilnehmern im Pharmagroßhandel. Dabei sei ANZAG hauptsächlich Partner für selbstständige Apotheken in Deutschland. Die logistische Leistung der ANZAG im Pharmagroßhandel bestehe in der Belieferung von Apotheken mit Arzneimitteln und weiteren Produkten - mehrfach am Tag und nachts, selbst in geringsten Losgrößen. Basis für diese Leistung sei ein flächendeckendes Mikrofeinverteilungs-System. Mit 23 Niederlassungen und einem Servicecenter verfüge die ANZAG über das dichteste Auslieferungsnetz aller Pharmagroßhändler in Deutschland. Im Jahr 2001 sei das integrierte Mikrologistik-System der ANZAG für die Distribution von Arzneimitteln zudem mit dem Deutschen Logistik-Preis und dem European Logistics Award ausgezeichnet worden.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2006 habe ANZAG Umsatzerlöse in Höhe von 1,71 Mrd. Euro erzielt, was einer leichten Steigerung um 2,4% gegenüber dem Vorjahrjahreszeitraum entspreche. Die Gesellschaft habe damit nicht im selben Maße am Marktwachstum von 7,0% partizipieren und damit nur unterproportional zum Markt wachsen können. Die erreichte leichte Umsatzsteigerung habe damit leicht unter den Erwartungen der Analysten gelegen. Sie hätten einen Umsatz in Höhe von 1,75 Mrd. Euro zum Halbjahr 2006 erwartet.
Beim Ergebnis habe die Gesellschaft hingegen Einbußen hinnehmen müssen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) habe sich von 25,50 Mio. Euro aus dem Vorjahreshalbjahr auf jetzt 21,91 Mio. Euro verringert. Das entspreche einem Rückgang von gut 14%. Die EBIT-Marge sei damit von 1,52% auf 1,28% zurückgegangen. Der Konzernüberschuss verringere sich sogar um 18,3% von 12,7 Mio. Euro auf aktuell 10,3 Mio. Euro.
ANZAG habe sich zum Ziel gesetzt, am Marktwachstum der nächsten Jahre angemessen zu partizipieren. Die Analysten würden aufgrund der demographischen Entwicklung und dem medizinischen Fortschritt eine Fortsetzung des moderaten Marktwachstums beim Arzneimittelmarkt und eine damit einhergehende leicht unterproportionale Entwicklung beim Markt des pharmazeutischen Großhandels sehen. Ihre Schätzungen sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis hätten sie leicht nach unten korrigiert. Aufgrund eines steigenden Anteils von Direktbelieferung seitens der Pharmaindustrie und vor allem aufgrund der nicht zu berechnenden Gesundheitspolitik mit ihren negativen Auswirkungen auf den Großhandel werde es weiterhin einen scharfen Wettbewerb und damit einen stetigen Margendruck geben.
Mit Hilfe von vivesco, der Apotheken-Kooperation der ANZAG die mittlerweile mehr als 1.200 Mitglieder aufweisen könne, solle diesem Prozess entgegengesteuert werden. Die ebenfalls konsequente Ausdehnung auf wachstums- und margenstarke Märkte mit den Akquisitionen in Kroatien und Rumänien werde den Margenverfall nicht vollständig eindämmen können. Die Analysten würden somit ihre Ziel-EBITDA-Marge von 2,1% auf 1,97% in ihrem DCF-Bewertungsmodell reduzieren. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) würden sie für das GJ 2006 56,74 Mio. Euro (zuvor 62,1 Mio. Euro) erwarten. Für das Nachsteuerergebnis liege die neue Schätzung der Analysten bei 23,1 Mio. Euro (bislang 26,6 Mio. Euro) und somit bei einem Ergebnis je Aktie von 2,16 Euro (bislang 2,50 Euro) nach IFRS.
In der Studie vom Dezember 2005 hätten die Analysten die Aktie mit dem Rating "akkumulieren" mit Kursziel 37,31 Euro (zum 31.08.2005) eingestuft. Zwischenzeitlich sei das Kursziel erreicht worden und der Aktienkurs habe sich in einer engen Bandbreite um diese Marke bewegt. Mit dem neuen Kursziel von 40,37 Euro auf Sicht des Geschäftsjahresende 2006 ergebe sich eine Renditeerwartung von 7,19%.
Somit vergeben die Analysten von GBC Research für die Aktie der ANZAG nun das Rating "halten". Berücksichtigt werden sollte bei Käufen der Aktie stets die Marktenge, da der Streubesitz lediglich 7,7% entspreche. (08.09.2006/ac/a/nw)
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